Er nimmts von den Reichen und gibts den Armen!

Robin Hood ist wieder unterwegs. Doch diemal hat er keine grünen Socken, Lederwams, Pfeil und Bogen. Er klaut mit Hilfe des Codes. Aber auch er nimmt von Reichen und gibt es den Armen. Denn selig sind die geistlich Armen. In den Niederlanden flog ein unglaublicher Coup auf. Laut Euronews, hat die niederländische Polizei einen 17-Jährigen festgenommen, der in einem virtuellen Hotel mehrere Zimmer ausgeräumt haben soll.

Das geklaute virtuelle Mobiliar gab er, so sieht es zumindest aus, an sein 15-Jährigen Kumpels weiter. Eben diese nahmen die Möbel gerne und füllten ihre Zimmer damit aus.

Der gemeine virtuelle Verbrecher baute zur Begehung seiner moralisch äußerst verwerflichen Taten Homepages, die er nutzte um die Zugangsdaten der anderen User von Habbo Hotel zu erschleichen. Doch das erklärt nicht unbedingt, warum der Robin Hood des Cyberspace real inhaftiert wurde. Viel besser wäre doch gewesen, aufgrund seiner virtuellen Begehung, ihn auch virtuell zu inhaftieren und den Opfern eine virtuelle Entschädigung durch ihre virtuelle Diebstahlversicherung für ihre Wert-Bytes zu zu sprechen.

Übrigens, die Möbel, die der Bösewicht geklaut hat, mussten real bezahlt werden und zwar mit Habbo Credits. Die Firma Sulake verdiente mit dem Portal monatlich 4 Mio. Euro. Der heranwachsende, äußerst begabte Informatiker stibitzte virtuelle Werte in Höhe von circa 4.000 Euro. „Es handelt sich hier um Diebstahl, weil die virtuellen Möbel mit realem Geld bezahlt werden“, meint die niederländische Polizei. Aber wie kann man virtuell Möbel klauen, die auch nur virtuell existieren? Sie müssen zwar bezahlt werden, aber sind nicht die Blödmänner selber schuld, die dafür bezahlen… Naja!

Er klaut das Geld und nimmt es reichen Leuten,
und verkleidet sich dafür sogar.
Doch was tut er dann mit den reichen Beuten?
Er gibt’s den Armen, ganz klar.

Mach weiter, Robin!
Venceremos


2 Antworten auf „Er nimmts von den Reichen und gibts den Armen!“


  1. 1 Thomas 17. November 2007 um 14:46 Uhr

    Hierbei scheints sichs ja um den größten Blödsinn zu handeln, dens wo gibt. Wie kann man denn mit virtellen Möbeln und Gegenständen Geld verdienen wollen? (Scheint aber zu klappen) Und dann auch noch virtuellen Diebstahl anzeigen…

  2. 2 Butch Jonny 18. November 2007 um 13:40 Uhr

    Is doch übel. Der Knirps programmiert nen Code, dh Homepage, sackt die Zugangsdaten ein, und verschiebt die Möbel, im wahrsten Sinne des Wortes… Wenn es für ihn nich so krasse Auswirkungen hätte, wäre es ja schon fast der Brüller! Aber, so wie es aussieht, hat er ja nich mal Gewinn gemacht, dh er hat keien Geld für seien Aktionen genommen. Dann dürfte er eigentlich nich wegen Diebstahl ran genommen werden. Die Inszenierung iss, glaub ich, auch eher als Abschreckung gedacht. Haufen Polizei, Durchsuchung des Elternhauses (!) und Beschlagnahme der Computer, das klingt alles ganz übel nach Inszenierung… Wenns davon keien Bilder gäbe, hätte sich auch niemand dafür interessiert!

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.