Dark Web und Musikindustrie auf der Jagd nach Bösewichten

Dark Web Es gibt zwei erschreckende Meldungen in Punkto blödsinniger Cyberkontrolle. Zum einen greift die Musikindustrie mit enormen Datenhunger ganz kollegial, um die Staatsanwaltschaften zu entlasten, direkt nach den Daten der Vorratsspeicherung. Sie wollen die ganz bösen Kommunikationsverbrecher selbstständig dingfest machen und an die Behörden übergeben. Noch schlimmer ist das Dark Web Terrorism Research Programm der University of Arizona, denn es will systematisch und automatisch das Web nach terrorismusrelevanten Daten absuchen. Grundlage der zu überwachenden Seiten sind zumeist staatliche Listen von Gefährdern. Die Ressourcen des Dark Web Programms haben die Überwachung und das Studium der Online Auftritte extremistischer Gruppen und anderer Organisationen aus dem Spektrum sozialer Bewegungen zum Ziel.


3 Antworten auf „Dark Web und Musikindustrie auf der Jagd nach Bösewichten“


  1. 1 Thomas 15. Dezember 2007 um 15:55 Uhr

    Über den Datenhunger der Musikindustrie müssen wir nicht weiter sprechen.

    Eine Überwachung tatsächlich extremistischer Gruppen ist ja durchaus sinnvoll, aber wenn dies autormatisch geschieht, besteht die Gefahr das auch linke und radikal-linke Gruppierungen und Organisationen unter Verdacht geraten. Umsichtige, menschliche Ermittler ohne politische Vorurtiele sind noch immer die beste Lösung.

  2. 2 Machnow 15. Dezember 2007 um 20:00 Uhr

    ermittler sind, meiner meinung nach, nicht sehr oft umsichtig. sie sammeln gern. viel, immer mehr… erschreckend an dem DARK WEB programm ist, dass explizit soziale bewegungen überwacht werden sollen. diese werden dann „wie“ terroristen behandelt (siehe schrader, mg-beschuldigte, mai-durchsuchungen…). die konsequenzen sind existenziell und fatal. und immer schön alles im geheimen. kafka lässt grüßen!

  3. 3 Thomas 15. Dezember 2007 um 22:22 Uhr

    Trotzdem können menschliche Ermittler nur qualitativ sammeln, nicht quantitativ. Technik hingegen sammelt immer nur quantitativ. Was ich da präveriere, dürfte klar sein.
    Beim Rest stimme ich dir zu.

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