Was tun?

Nach langer Abstinenz gibts mal wieder von mir (Thomas) einen Text. Ich bin durchs Internet gesurft und hab ein paar interessante Termine fürs nächste halbe Jahr gefunden, inbesondere im neu herausgekommenen Alternativen Vorleseverzeichnis für Berlin und Potsdam (SoSe 2008). Ein paar gute Links und Büchertipps hab ich auch gefunden. Für die Erstellung des Textes bin ich drei Tassen Kaffee zu Dank verpflichtet.

Anfangen möchte ich mit drei Seminaren, die ich ziemlich interessant finden: Jeden zweiten und vierten Dienstag ab 19.00 Uhr soll an der Offenen Uni Berlins (OUBs) ein Seminar zur Einführung in die solidarische Ökonomie stattfinden. Mehr Informationen dazu sind im AVV auf Seite 32 nachlesbar. Jeden Montag von 16 bis 18 Uhr soll an der HU, Geschwister-Scholl-Str. 7, Raum 214 ein Seminar zu Schulkritik und Bildungsoffensive veranstaltet werden. Ziel des Seminars soll es sein Konzepte für eine Schule als Ort des Lernens und solidarischen Handelns zu sammeln. Das Seminar soll über das Semester hinaus auch praktische Wirkung entfalten. Mehr Infos gibts im AVV auf Seite 35. Das dritte Seminar behandelt Autonomie und Utopie im Alltag und soll alle zwei Wochen Montags im New Yorck, also im Bethanien, stattfinden. Hier will man sich Gedanken über die Aufhebung der Grenze zwischen alltäglichem Überleben und politischem Kampf machen. Mehr Infos sind auf dieser Website und im AVV auf S. 38 zu finden.

Bei der vielfältigen Veranstaltungsreihe von „Systemfehler“ zu Themen wie Gesellschaft, Arbeit, Leben und Alternativen fand ich zwei Einzelveranstaltungen besonders interessant: Am Dienstag den 17.06. ab 20 Uhr geht es um das Thema Anders leben, aber wie?. Einerseits sollen die Formen des Anders-Lebens durchdacht werden, andererseits wird die Frage aufgeworfen wozu eine andere Lebensform überhaupt notwendig ist und ob sich das überhaupt lohnt. Die zweite Veranstaltung dreht sich um die Themen Haben und Sein, Konsum und Verlustängste. Sie findet am Mittwoch den 02.07. ab 20 Uhr statt. Es soll untersucht werden wie sich eine eventuelle Wertverschiebung im Bewusstsein auf den Konsum und Erscheinungen wie Zukunftsängste auswirkt.
Beide Veranstaltungen finden im Schenkladen Friedrichshain in der Scharnweberstr. 29 statt. Im Schenkladen können gebrauchstüchtige Gegenstände aller Art umsonst abgegeben und „eingekauft“ werden. Im Gegensatz zur kapitalistischen Logik steht hier der Gebrauchswert und nicht der Verkaufswert im Vordergrund. Mehr Infos gibts im AVV ab Seite 63.

Zwischendurch gibt es drei Links: Reflect ist ein Zusammenschluss von Menschen, die im Bereich Bildung und Forschung arbeiten möchten und an den Folgen der staatlich vorangetriebenen Prekarisierung leiden. Die junge linke ist eine Gruppe die Wochenendseminare zu den Themen Anarchismus, Kapitalismus, Globalisierung und Sexismus anbietet. Auch deren Textarchiv kann sich sehen lassen. Bei der anarchistischen Föderation habe ich das umfangreiche Berliner anarchistisches Jahrbuch 2007 gefunden. Erstaunlich das es so etwas gibt. Vielleicht könnte man am Jahrbuch 2008 ja mitarbeiten.

Auch Filme gibts es im nächsten Semester zu begucken. Besonders interessant sind die der lustigen Gruppe namens B.O.N.E, die sich jeden Dienstag gegen 20 Uhr an der Offenen Uni Berlin trifft: „Der Aufstand der Würde“ (D 2007) beschäftigt sich mit der zapatistischen Bewegung in Mexiko. Gezeigt wird er am 06.05. um 20 Uhr. „Der große Ausverkauf“ (D 2007) beschäftigt sich mit den Themen Marktwirtschaft und Privatisierung und wie sich diese weltweit auf das Leben der Menschen (negativ) auswirken. Er wird am 01.07. um 20 Uhr in der OUBs aufgeführt.
Hinweisen möchte ich auch auf die Filmreihe des Fachschaftsrat der Sozialwissenschaften der HU. Die Reihe wird am 24. April um 20 Uhr im Sowiso, Dorotheenstr. 26, Raum 300, beginnen. Welche Filme gezeigt werden erfährt man über die Website des Fachschaftsrats – hoffentlich.

Die bereits genannte Gruppe B.O.N.E. liefert mir den abschließenden Buchtipp. In „Oblomow“ von Iwan A. Gontscharow (bei dtv für 14 Euro) geht es um einen Mann, der sein Leben größtenteils im Bett verbringt, weil sich sein Tagesablauf stets um den Mittagsschlaf dreht. Pläne und Ideen hat er mehr als genug, aber hoch kommt er nie so richtig. Man kennt das ja auch von sich selbst. Da hat man ein Haufen Ideen z.B. für Hausarbeiten, aber fertig kriegt man keine. Und das schreiben von Blog-Beiträgen bleibt oft Wunsch und wird nur mühsam Realität.


1 Antwort auf „Was tun?“


  1. 1 machnow 07. April 2008 um 12:52 Uhr

    ja, ja die hausarbeiten! :-)
    und lange schlafen, ne… aber vielleicht können wa ja zu dem einem oder anderen hngehen. zum beispiel zu den filmen!

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