Eine Woche nach der erfolgreichen Blockade des ersten Vortrages in der Veranstaltungsreihe Siedlungsgeschichte der Deutschen in Ostmitteleuropa mit Erika Steinbach, der Vorsitzenden des Bundes der Vertriebenen (BdV), meldet sich nun auch die Grün-Alternative Liste (GAL) an der Universität Potsdam zu Wort. In einem offenen Brief verurteilt sie auf das Schärfste die Ausschreitungen des letzten Dienstags, die anlässlich der vom Historischen Institut und Menschenrechtszentrum organisierten Vortragsreihe mit Erika Steinbach stattfanden.
Nachdem die Universitätsleitung sich schon am letzten Mittwoch dazu entschied die Veranstaltungsreihe auszusetzen, reagierte nun auch die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen (BdV), Erika Steinbach. Sie stehe, nach reiflicher Überlegung, für eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe nicht zur Verfügung. Für sie ist durch die Aussetzung offensichtlich, dass sich die Uni-Leitung nicht zutraut, auf ihrem Campus für einen störungsfreien Ablauf und die Freiheit des Wortes zu sorgen.
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Ich vermag deshalb keinen Sinn in einer weiteren Konfrontation mit verblendeten und gewaltbereiten Gruppierungen zu erkennen, denen nach eigenem Bekunden Randale lieber als Information und Diskussion ist.
Laut Potsdamer Neuesten Nachrichten kam sie mit dieser Verlautbarung jedoch lediglich einer Ausladung durch die Universität Potsdam zuvor, die schon letzte Woche eine Absage erwogen hatte. Das Präsidium der Universität reagierte gestern auf die Absage mit Vorwürfen und Forderungen gegen die Studierendenvertreter im AStA zu einer Form inhaltlicher Auseinandersetzung zurückzukehren, die akademischen Ansprüchen gerecht wird. Konsequenzen für den Prügelprofessor und verbalen Anheizer, sowie den überzogenen Polizeieinsatz werden nicht angekündigt.
Der Offene Brief der GAL bläst in dasselbe Horn. Zwar wird das Befremden über die Einladung einer Persönlichkeit, die geradezu symbolhaft für die Verschlechterung der Beziehungen mit unseren mittel- und osteuropäischen Nachbarn steht, Ausdruck verliehen, vor allem, weil die Universität Potsdam ihre internationalen Kontakte insbesondere nach Mittel- und Osteuropa intensivieren will. Ein Kompromiss für die GAL wäre eine Podiumsdiskussion gewesen, die jedoch von den Veranstaltern weder vor noch nach der Blockade angeboten wurde. Ehrlicherweise muss gesagt werden, dass auch der AStA an jeglicher Diskussion mit Revanchisten nicht interessiert war.
Die kritische und durchaus problembewußte Rezeption von Erika Steinbach mutet zunächst recht vernünftig an, jedoch wird dies durch eine merkwürdige Vorstellung von zivilem Ungehorsam gebrochen.
Ziviler Ungehorsam als Form des Protests gehört zu einer wehrhaften Demokratie dazu, aber eine Verhinderung von freier Meinungsäußerung und gewaltsame Blockade sind nur als intolerant und undemokratisch zu bezeichnen.
Die GAL hätte sich schon entscheiden müssen, ob ziviler Ungehorsam per se gut oder keinesfalls die freie Meinungsäußerung behindern darf. Problematisch wird die Abgrenzung nämlich bei offen intoleranten, revanchistischen und homophoben Standpunkten, so wie sie die Vorsitzende der Vertriebenen – Erika Steinbach – vertritt. Wird gegenüber solchen Meinungen ziviler Ungehorsam nicht zur Pflicht? Noch abstruser ist die Ansicht eine Blockade als Gewalt zu betiteln, die quasi historisch und unstrittig eine traditionelle Form des zivilen Ungehorsams ist. Da muss den Grünen Damen und Herren mächtig etwas im Oberstübchen durcheinander geraten sein. Womöglich hat sie der Staats-, Völker- und Menschenrechtler Prof. Eckart Stein zuviele der juristischen Begriffe abwegend verbal diskursiv imaginiert, so dass die GAL diese nicht mehr voneinander trennen kann und intellektuell überfordert zu unhaltbaren, ahistorischen Ergebnissen kommt.
Als nächstes schwadroniert die GAL ganz im Zeichen von Toleranz und dem neuen, diskursiv angelegtem Klegerschem Toleranzedikt über die Freiheit des Andersdenkenden (Rosa Luxemburg), die Universität als Raum des öffentlichen Diskurses und das wesentliche Element einer Demokratie, nämlich verschiedenen Meinungen im öffentlichen Raum Platz einzuräumen und über diese zu diskutieren. Ob sie damit auch Horst Mahler, David Irving, die Kreationisten und Scientologen meinen? Vielleicht muss auch Udo Voigt und seiner NPD im öffentlichen Raum Platz für dessen Diskurse geschaffen werden. Bravo Grün-Alternative Liste!
Das die BdV-Vorsitzende keinerlei historische oder völkerrechtliche Qualifikationen vorzuweisen hat um als Expertin akademisch ernstzunehmend über die Siedlungsgeschichte der Deutschen in Ostmitteleuropa zu sprechen, scheint die GAL nicht zu stören. Erika Steinbach ist Diplomvolkswirtin und Informatikerin. Sie lehnt die Oder-Neiße-Grenze ab. Sie steht für Entschädigungszahlungen an deutsche Vertriebene durch den polnischen Staat. Sie trat aus der evangelischen Kirche aus, weil diese gleichgeschlechtliche Lebensbeziehungen toleriert. Dieses faulige Früchtchen wurde durch die Veranstalter eingeladen und es darf seine widerliche Ideologie in einer geschlossenen unhinterfragbaren, unkritischen Form als Vortrag verbreiten! Wo ist da Toleranz, Diskurs, Diskussion und Kontroverse? Das wäre so, als ob Udo Voigt über Antifaschismus redet.
Der Höhepunkt ist aber die Sorge der Grün-Alternativen Liste über die katastrophale Außenwirkung über die unbedarfte Einladung von Frau Steinbach und die unangemessene Form der Veranstaltung, genauso wie das Verhalten des AStA. Hierbei scheint für die GAL das aggressive Auftreten der veranstaltenden Professoren, allen voran Prof. Klein mit Ausnahme von Prof. Görtemaker, der Mitglieder des RCDS, des anwesenden brandenburgischen Landtagsabgeordneten Wieland Niekisch und der wahrscheinlich dem BdV angehörenden Besucher kein Problem zu sein. Der unverhältnismäßige Polizeieinsatz auf dem Uni-Campus wird ebenfalls nicht als problematisch gesehen. Obwohl sich die Uni-Leitung schon vorher diesen ausdrücklich auschloß, sich sehr lange dagegen wehrte und erst durch ungeklärte Umstände vor vollendete Tatsachen gestellt wurde. Wer aber mit dem Vorwurf der Imageverschmutzung getroffen werden soll, zeigt sich sehr viel deutlicher und extrem problematisch später.
Wir fordern deshalb den AStA auf, sein intolerantes Verhalten zu unterlassen und aufzuhören, weiter das öffentliche Bild der Studierendenschaft der Uni Potsdam weiter zu beschädigen und sich stattdessen auf die Grundgepflogenheiten des akademischen Umgangs zu besinnen.
Es ist also der AStA, der intolerant ist und dem Ansehen der Universität Potsdam schadet. Es ist nicht Prof. Eckart Klein, der politisch motiviert, einer umstrittenen Persönlicheit, die keinerlei akademische Qualifikationen zum zu referierendem Thema aufweist, sondern viel mehr eine extreme und chauvinistisch-revanchistische Meinug vertritt, ein Podium bietet. Es ist nicht MdL Wieland Niekisch, der den Juso-Vorsitzenden von Potsdam als rotlackierten Faschisten beschimpft. Es ist nicht der RCDS, der sich handgreiflich und aggressiv Zutritt zu den Räumlichkeiten verschaffen möchte. Und schlussendlich, es ist nicht die Universitätsleitung, die den Polizeieinsatz und das verbale Anheizen von Prof. Klein nachträglich weder problematisiert noch reglementiert. Das riecht penetrant nach Wahlkampf!
An welcher Seite die GAL stehen wird, ist offensichtlich! Sie übernimmt die Argumente der universitären Verwaltung und Bürokratie. Sie stellt sich konsequent auf deren Seite und übersieht studentische Interessen. Jedoch noch erschreckender ist die eindeutige Positionierung an der Seite des rechtskonservativen, bis rechtsextremafinen RCDS!
Wir fordern die Grün-Alternative Liste an der Potsdamer Universität auf ihre abstrusen Vorstellungen zu zivilem Ungehorsam zu überdenken!
Des Weiteren fordern wir eine eindeutige Positionierung der GAL zu den Standpunkten des BdV und der Person Erika Steinbach!
Wir fordern ebenfalls sich wieder der studentischen Perspektive zu zu wenden und nicht zu einem Büttel der Universitätsverwaltung zu werden!
Wir unterstützen die gute Arbeit des AStA der Universität Potsdam!
Kein Podium für Revanchisten!
Der offene Brief der GAL ist wirklich ziemlich übel, auf unbedarfte Leser dürfte er aber eine recht positive Wirkung haben.
Der BdV verbreitet seine Meinung schon seit über 50 Jahren und bekam in dieser Zeit mehr als genug Gehör. Es ist fraglich, warum diese Thesen nun auch noch an der Universität Potsdam geäußert werden sollen.
Bei der Betrachtung der deutschen Siedlungsgeschichte des 12. bis 14. Jahrhunderts geht es doch um nichts anderes, als deutsche Ansprüche auf dieses Territorium aus historischen Begebenheiten abzuleiten. Diese Art der Geschichtswissenschaft hat in Deutschland bis etwa in die 1970er Jahre hinein eine lange Tradition. Offenbar will das Historische Institut an diese Tradition wieder anknüpfen.
Gegen diese akademische Praxis ist ziviler Ungehorsam – wozu Blockaden logischerweise gehören müssen – angebracht.
Im Forum zum Potsdamer Toleranzedikt gibt es eine interessante Diskussion zum Umgang mit den Steinbach-Vorträgen. Kleger selbst hat sich wohl geäußert. Hier ein Zitat, dass – meiner Meinung nach – ebenso abstrus iwe lächerlich ist:
In John Stuart Mills Schrift ‚On liberty’ (1859) ergibt sich die Wahrheit am ehesten aus dem ständigen Meinungsstreit, wobei jede Meinung, egal wie exzentrisch sie zunächst daherkommt, wahr sein kann. Die Annäherung an die ganze Wahrheit, die aus vielen Einzelteilen besteht, muss buchstäblich erarbeitet werden. Dafür dient der offene und möglichst inklusive Meinungsstreit; er führt zudem dazu, dass Lehrende wie Lernende auf ihren Posten nicht in Schlaf verfallen.
erstaunlihc, dass die mitduskutanten zunmíndest am begriff toleranz operieren & sich zu ihm positionieren. außerdem beziehen diese die realität mit ein, wie zum beispiel mittelschicht. philosophie is‘ super, nur hilft sie in der auseinandersetzung mit menschenverachtenden, zerstörerischen meinungen nicht. tyrannen & dikatoren wurden nie nur mit worten und erstrecht nicht in verbalen auseinandersetzungen de-integriert…
Hmm, ob die Studierenden, die auf der Vollversammlung Geschichte waren, auch alle so unbedarft sind???
MAZ vom 12.06.08: Uni-Studenten verteidigen die Meinungsfreiheit – zur Not mit Polizei
ich bin entsetzt!!!
das, was die damen und herren akademiker dem asta vorwerfen, lösen sie slbst nicht ein. sie reagieren auf gewaltfreien widerstand mit gewalt, mit meinungsdominanz auf kritik… super! dann darf also bald udo voigt, horst mahler, david irving, filbinger liebling oettinger, die kreationisten und ähnlicher blödsinn in potsdam sich dem akademischen publikum stellen.
es is‘ enfach nur widerlich, wie durch das historische institut revanchistische meinungen hoffähig gemacht werden und anstatt über die problematische meinung ihr gegenüber angebrachte toleranz schwadroniert wird. die meinungsfreiheit steht demnach über zivilen ungehorsam. vielen dank ihr professoren für die affirmative elite, die ihr produziert! und tschüß zivilcourage!
Ok Machnow, Ziviler UNgehorsam ist wichtiger als Meinungsfreiheit.
Super.
So kann ich jede unpassende Meinung einfach unterdrücken, ich bin einfach zivil Ungehorsam. Ist das Dein akademisches Verständnis?
Ach ja, und Oettinger redet übrigens öfter, der ist gewählter MP, demokratischer gewählt und legitimiert als der Asta der Uni Potsdam.
Und die Frage des Vorredners zielt darauf ab, wie der Asta mit Kritik an seinem Verhalten umgeht.
Nämlich genau so, wie Du es anderen vorwirfst: mit Dominanz, da wird die Meinung der Opposition einfach niedergestimmt.
Aber klar, das geht, der Asta hat ja die richtige Meinung, der darf das…
Kann mir eigentlich jemand sagen, wie ich herausfinde, was die richtige Meinung ist? Vielleicht kann ich die dann einfach nachbeten.
Josef,
Du hättest meinen Beitrag schon mal genau lesen müssen. Es geht nicht einfach nur um eine andere Meinung, sondern im Fall von Steinbach / BdV um den akademischen Grad des Vortrages. Die Dame ist Volkswirtin & Informatikerin. Sie spricht aber uübner die Siedlungsgeschichte zw. 12.-14. Jhd. Sie hat keinerlei akademische Qualifikation zu diesem Thema! Da könnte ich auch zur Matrizenrechnung ’ne Vortrag halten! Wenn sie über das 19. Jhd reden würde, wäre es ok, aber nich übers Mittelalter…
Hallo Machnow, danke für die Antwort.
Ich verstehe Deine Kritik und finde das auch nicht i.O., daß die Frau eine Reihe gehalten hätte…aber: Besser sie hält diese Reihe, besser sie darf ihre falsche Meinung sagen, als gar nicht.
Aber Hauptsache, die Linken haben ihre Gegner und da heiligt ja der Zweck scheinbar jedes Mittel.
Naja, aber sie werden es nicht raffen: Sie schneiden sich mit solcherlei ins eigene Fleisch.
Also Josef,
ich finde nicht, dass jede Meinung den Schutz der Meinungsfreiheit genießt. Zum Begriff Toleranz gehört auch die Toleranzgrenze. Die mag für den einen höher liegen, bei mir ist sie bezüglich Revanchismus & Faschismus sehr gering.
Die Ideologie von Fr. Steinbach bewegt sich jenseits eines toleranten Miteinanders. Sie negiert die Oder-Neiße-Grenze. Sie will mit Homosexuellen nicht derselben Kirche angehören. Sie stellt das Flucht / Vertreibung aus Ostpreußen, Sudenten usw. auf eine Stufe mit der Shoa …
Mit den Vorträgen bot die Uni Potsdam dieser Ideologie ein Podium. Hinzu kommt, dass mit dem historischen Hintergrund der Vorträge eine bestimmte national-chavinistische Meinung vertreten wird, die das dt. Siedlungsgebiet nach Osten ausweitet und eine problematische Volksgemeinschaftshistorie etabliert. Und diese widerliche Meinung – die zw. 33-45 vorherrschend war – wird als Vortrag aufgewärmt. Das ist nicht nur eine falsche Meinung, sondern eine (auf lange Perspektive gesehene) tötende. Und gegen solch eine darf ich meine Widerstandsrecht nicht ausüben?
Ich denke, dass die gesamte bürgerliche Gesellschaft sich dagegen wenden sollte und nicht nur die Linken, von denen Du Dich offensichtlich distanzierst. Antifaschismus, Antirassismus und Zivilcourage gegen Homophobie, Revanchimus, Xenophobie IST das Rückgrat einer toleranten Gesellschaft! Die Toleranzgrenze endet bei jenen, die ausgrenzen, herabwürdigen, an einem historisch konstruiertem Mythos basteln und an einem Meinungsstreit – sprich Podiumsdiskussion nicht interessiert – sind.
@Machnow
Mag ja sein, aber das WIE ist entscheident.
Jetzt geht es nämlich nicht mehr darum, was Frau Steinbach gesagt hat – was revanchistisch hätte sein können, sondern wie sich die Linken verhalten haben – anmaßend, dikatorisch und grundgesetzfeindlich.
Deine Punkte sind ja alle relevant, aber was die Linken nicht verstehen: Der Ton macht die Musike und ihren Krach will niemand hören.
Und damit schneiden sie sich ins eigene Fleisch. Polnische Medien mögen das ja toll finden, die sind aber nicht da, wenn der Asta mal Unterstützung braucht bei seinen Belangen,da braucht’s Studenten der Uni und die haben sich längst abgewendet von ihrer Studivertretung.
Ich meine, Wahlbeteiligung von 7 Prozent (2006) sagt doch alles. (im letzten Jahrs war es höher, aber ich habe die Zahl nicht.
was hat bitte die demokratische legitimation des AStA mit der dem widerstandsrecht zu tun? was interessieren dich die taktiken der linken, wenn du keiner bist? und, welcher widerstand wäre dir denn genehm? wo bitte war die blockade grundgesetzwidrig?
. . . anmaßend mag der widerstand gewesen sein. dikatorisch bestimmt nicht. es war das gesamte spektrum von jusos bis solid, vvn-bda bis antifa und ganz normale individualprotestanten . . .
wach auf, josef! tu was! und fasel nich theoretisch herum! endweder du findest die vorträge scheiße, oder nicht! positionier dich!
Ich finde die Vorträge gar nicht…ich kenn sie nicht.
Ich halte es da mit dem Potsdamer Bürgermeister Jann Jakobs (SPD) der findet, die Uni dürfe nicht klein beigeben und Frau Steinbach solle reden.
Vor allem, weil in Potsdam ja gerade des Toleranzedikts gedacht wird.
Ich verstehe übrigens Deinen Punkt Machnow, daß der Rahmen für Frau Steinbach problematisch ist.
Aber verstehst Du auch meinen? Daß die Linken sich ins eigene Fleisch schneiden.
Ich fürchte ja nicht, weil Du verlangst, ich solle mich pro und contra Vorträge stellen.
Ich sage dazu: Die Art der Vorträge rechtfertigen nicht die Art des Protests. Und vor allem: Dieser Asta hat nicht für alle Studis der Uni gesprochen.
Ich verstehe schon, was du meinst, nur bin ich ganz anderer Meinung. Der Protest war in dieser Form richtig. Solch eine dümmlich nationales Gefasel ala Steinbach muss berhidnert werden. Wie eben jede nationalchauvinistische Haltung keien Meinung sondern Verbrechen ist. Darüber gibts für mich keinen Diskussionsbedarf. Das ist gegeben!
Die taktik dagegen, ganz im Sinne des Spektakels, der Vermakrtung udn PR gesehen mag nicht förderlich gewesen sein. Jedoch würde das verzerrte Bild von bestimmten Medien auch in diese Richtung gelenkt. Andere Veröffetnlichungen (außer Tagesspiegel, PNN, Welt, Faz) waren da differenzierter. Ob da nicht politische Sichtweisen ausschlaggebend waren?
Und, die „Linke“ schneidet sich für mich nicht ins eigene Fleisch. Sie ist davon überzeugt, dass, was sie tat / tut, richtig ist. Nur aus der Perspektive der anderen schneidet sie ich ins eigene Fleisch, aus der Innerperspektive ist es folgerichtig… Für mich ist es eher erschreckend, wie die (bürgerlichen) Anderen nicht sehen, was sie dort zulassen, warum sie vor der Menschenrechtrsbeauftragten der CDU kuschen und ihr alles – auch völkerrechtswidriges und volksverhetzendes – durchgehen lassen. Da wäre der Bezug auf das Grundgesetz, das die Gleichheit aller schützt und ein „Schlußstrich“ unter die Nazivergangenheit ziehen will, sehr viel einschlägiger.
Zum Thema „Toleranzedikt“ kann ich nur sagen, dass dies solch ein schwammiges Projekt ist, dass so nationalistische, chauvinistische und rassistsiche Meinungen als durchaus „diskussionswert“ betrachtet. Die philosophische Blase von Kleger wird sich an den zackigen kamradschaftsstrukturen zerplatzen müssen. Sein Konstrukt funktioniert nur in einem toleranten Rahmen, nicht aber gegenüber ausgrenzenden tendenzen (NPD, Steinbach, Schäuble, M. Broder usw)
Das der AStA nicht von allen gewählt wurde ist mir klar. Der Bundestag ist es auch nicht. Die Landesvertretungen ebenfalls nicht. In Sachsen gab es eine Wahlbeteiligung von unter 50 %. VOn Legitimation kann auch im parlamentarischen System schon lange nicht geedet werden… Aber, noch einmal, das hat nichts mit den Protesten zu tun. Der AStA – als AStA – hat lediglich die Proteste unterstützt. Gemacht haben die andere!
Im Übrigen, inwieweit ist denn die Uni-Leitung legitimiert? Sind da nicht eher persönliche Absprachen und Ränke ausschlaggebend? Oder, ist es nicht auch eine politische Entscheidung, wer Direktor wird?
Fakt ist: Frau Steinbach hat nicht geredet und ich will hier keine Diskussion über Völkerrecht und Nationale Grenzen führen. Das führt zu weit. Aber Du kannst mir ja mal einen Link bringen, wo Frau Steinbach aktuell etwas völkerrechtswidriges sagt.
Was ich aber bejahe, daß man die Kriegsverbrechen der roten Armee Kriegsverbrechen nennt, die Vertreibung der Deutschen 1945 Vertreibung. Und Vertreibung gehört verdammt, sein es die Juden unter Stalin, die nach Sibiren vertrieben wurden, die Palästinenser nach 1945, die Juden aus Rußland, Deutschland usw. – Progrome, Völkermord; Vertreibung gehört verdammt.
Da bin ich ganz bei Pfarrer Lepsius aus Potsdam, der auf den Völkermord der Türken an den Armeniern aufmerksam gemacht hat.
ok, kehren wir mal wieder zum Thema zurück.
Die meisten Studenten hier an der Uni, mit denen ich geredet habe, lehnen die Form des Protestes ab.
Sie lehnen auch ab, daß der Asta sie unterstützt.
Zu Deinen Bemerkungen: Binnenlogisch war das super, was der Asta gemacht hat – Klientelpolitik eben.
Aber wenn man sich als Studi-Vertretung für alle begreift, war es falsch.
Wer mehr Studis erreichen will, der verhält sich nicht so, der hat sein Ohr bei den Studis und nicht nur bei den eigenen Leuten.
Aber naja, mir egal, ich mag linke Schreihals-Politik eh nicht, genausowenig wie rechte.
josef, du nervst! geh wieder buddeln mit deinem pfarrer, den vökerrechtlern, politphiliosophen und den den-asta-nicht-mögenden-studenten und vor allem dem RCDS. steinbach is‘ scheiße, such dir die links selber zusammen. vieleicht bei nem netten latte machiatto oder sonstwas… deine gleichmacherei kannst dir an hut stecken! und verdamm nich soviel, sonst halten dich deine bürgerlichen freunde mit iPod vielleicht noch für nen intolerantes und ignorantes arsch…
huijuijui, na, da ist Dir aber durchgegangen, mensch, zum Glück bist Du nicht Innenminister.
Was meinst Du mit Gleichmacherei? Sind bei dir nicht alle Menschen gleich – so im Prinzip? Oder gibt es für Dich eine Elite, die „gleicher “ ist?
Gleiches gilt natürlich für Tote – die will ich jetzt aber nicht ausbuddeln
Wo ich morgen hingehe ist Amnesty, die sich für Menschenrechte in Israel, Kuba, den USA, Rußland, China etc einsetzen.
Ich hoffe nicht, daß Du denkst daß es ok ist Zivilisten zu töten, egal, was „ihre“ Regierung vorher gemacht hat.
Ich denke, es ist besser, Menschenrechte für alle zu fordern und die Genfer Konvention für Kriegsgefangen sowieso.
link
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josef, falscher buddelkasten. geht deine ressentiments gegen linke woanders ausheulen. nich hier … tschüß!!!
aber aber, wer wird denn gleich
Im Titel des Blogs steht Kritik und dann habe ich noch Werbung gegen Abschottung entdeckt.
Sollte ich mich hier verabschieden, wäre das doch schade, dann würdest Du Dich doch abschotten und außerdem, wo bleibt denn dann die Kritik?
Oder meinst Du, die Linke Idee verträgt keine Kritik? Macht Kritik nicht auch besser?
Und da sind wir wieder beim Thema, die Gal hat ja das Verhalten des Asta kritisiert. Ich zitiere:
Und da liegt das Blog mit seiner Überschrift falsch – bestimmt nur unabsichtlich, denn die Gal teilt findet, daß ziviler UNgehorsam zur Demokratie gehört und „im Grundsatz die vom AStA ge�u�erte Kritik an Erika
Steinbach.“ und auch den Rahmen der Veranstaltung usw.
UNd dann setzt die Kritik an:
„Es ist aber absolut nicht hinnehmbar, mutwillig und bewusst die
Veranstaltung und damit eine Diskussion und Auseinandersetzung mit der Protagonistin versuchen zu verhindern. Ziviler Ungehorsam als Form des Protests geh�rt zu einer wehrhaften Demokratie dazu, aber eine Verhinderung von freier Meinungs�u�erung und gewaltsame Blockade sind nur als intolerant und undemokratisch zu bezeichnen.“
Hier sollte der Linke Asta doch mal nachdenken anstatt sich mit den Blockierern zu solidarisieren – einer Minderheit von Studenten – anstatt die Atmosphäre danach noch weiter aufzuheizen, hätten sie eine moderatere Strategie fahren sollen und damit mehr gewonnen.
Denn: Es hat vielen nicht gepaßt, daß Frau Steinbach nicht geredet hat – aber nun paßt es noch viel mehr Leuten nicht, daß sie NICHT geredet hat.