22. Juni, 16 Uhr – Mariannenplatz – Träume brauchen Freiräume!

Squatting

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Am 17. Juni wurde das am vorhergehenden Samstag besetzte (Indy) ehemalige Bauschuttlager des Bezirkes Friedrichshain-Kreuzberg aufgrund der Drohung mit einer martialischen Räumung vorerst selbst verlassen. Die wir bleiben alle Kampagne verurteilte in einer Presserklärung das Verhalten des Bezirkes.


    In den letzten Tagen wurde das Gelände von vielen Menschen bewohnt und genutzt. So wurden erste Gartenprojekte angelegt, Veranstaltungen für Kinder organisiert, Filme gezeigt und Konzerte gegeben. Dies alles geschah unter großer Anteilnahme der anwohnenden Menschen. Das eine solche Belebung einer ungenutzten Fläche von einem grünen Bezirksbürgermeister unter Androhung von Gewalt zerstört wird, ist nicht nachvollziehbar.

Nichstdestotrotz war es eben jene grüne Bezirksverwaltung, die nicht nur mit Gewalt drohte, sondern diese auch einzusetzen gewillt war. Die verbale Kompromißlosigkeit wurde durch das Auffahren massiver Polizeikräfte (4 Hunderschaften) und schwerer Räumfahrzeuge unterstrichen. Die abendliche Spontandemo mit circa 200 Protestierenden wurde ebenfalls übertrieben begleitet. Der Einsatz von so viel Team Green und schweren Geräts mußte sich ja lohnen, so dass er über einige Stunden ausgedehnt wurde.

Um dieser Politik ein weiteres mal den Stinkefinger zu zeigen, rufen verschiedene Gruppen zur Demo unter dem Motto Träume brauchen Freiräume ab 16 Uhr vom Mariannenplatz auf. Die wir bleiben alle Kampagne wünscht sich eine Familien- und kinderfreundliche Demo für selbstbestimmte Räume sowie ein schönes Leben für alle. Vorher könnte sich beim Solibrunch für die Demo zum 15-jährigem Jahrestages der Abschaffung des Asylrechts am 5. Juli, dem Höhepunkt der de*fence Kampagne ab 12 Uhr in der Rigaer 94 gestärkt werden. Und vor allem, nicht vergessen!

Wir bleiben alle!