Vertragsverlängerung sofort!

Am heutigen Samstag trafen sich vor dem Berliner Congress Center circa 500 Gewerkschafter zum Protest vor Beginn des Landesparteitages der Berliner SPD. Es mobilisierten die streikenden Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes von ver.di, GEW und GdP. Ihnen ging es in erster Linie darum dem Tarifpartner ihre Entschlossenheit und Stärke zu demonstrieren. Außerdem sollte natürlich Aufmerksamkeit für ihren Arbeitskampf erreicht werden. Ein kleines, aber feines Transparent im schmucken schwarz hatte sich zwischen die ganzen Polizisten, Lehrer, Beamten und öffentlichen Dienstleister geschmuggelt.

Die vielen Menschen in Grün, an diesem Tag mit erstaunlich rebellischem T-Shirt Aufdruck Hartz IV in Uniform, waren zwar etwas unangenehm, aber an diesem Tag sehr freundlich und zurückhaltend. Mal sehen, wie sie sich am bei der morgigen Demo verhalten. Diese symphatischen Leibchen würde ich übrigens als neue Uniformierung für Zivis vorschlagen. Dann bekämen sie vielleicht im Einsatz auch mal ein paar Lacher. Aber kommen wir zurück zum Ernst des Arbeitskämpferlebens!

Die Situation im Deutschen Technikmuseum muß als sehr viel akuter und bedrohlicher angesehen werden. Die Kundgebung am Donnerstag vor der Stiftungsratssitzung sorgte zwar für politischen Druck und es gab erstmals Zugeständnisse der Geschäftsleitung, jedoch sind bis heute die zum Ende des Monats auslaufenden Verträge nicht verlängert worden. Bis auf schöne Worte und schwammige Ankündigungen ist nichts passiert. Von ernstzunehmenden Schritten zur Entspannung des Arbeitsklimas gibt es ebenfalls nichts zu berichten. Vielmehr verschärft sich die Lage weiter. Ab 28. Juni werden die Besucherbetreuer_Innen der T&M GmbH aus einem weiteren Gebäudekomplex verbannt. Nur noch im Spectrum, wo Besucher Experimente machen können, wird es weiterhin eine Besucherbetreuung geben. Der Neubau und der Lokschuppen sind dann für Angestellte von T&M tabu.

Deshalb war es sehr schade, dass der Protest der Beschäftigten von T&M nur marginal war. Es wär ein leichtes gewesen das Podium zu bekommen, an die Delegierten Flyer zu verteilen und eventuell mit einigen zu sprechen. Außerdem wäre eine Vernetzung mit den Streikenden möglich gewesen, die durchaus nicht unterschätzt werden darf. Dadurch hätte der öffentliche Druck erhöht werden können. Gerade weil bisher nur durch ebendiesen Druck etwas erreicht werden konnte, ist es so ärgerlicher, dass diese Möglichkeit nicht genutzt wurde! Ich hoffe, dies rächt sich nicht in der nächsten Woche und die Besucherbetreuung im Technikmuseum wird den Hunden um Böndel zum Fraß vorgeworfen.

Nächste Woche muß es Zusagen geben!
Verträge müßen verlängert werden!

Sonst wird es schwer mit . . .

Besucherbetreuung bleibt!