Alkohol sensibilisiert den Verstand! Bei Männern!

Gottesdienst macht Frauen stark, Vanity Fair

Größer und . . .

Da frag ich mich schon, wer für die Studie verantwortlich zeichnet. War’s olle Bush, auch Evangelikalenkonstantin genannt? Oder neuerdings doch Katholikenjünger? Wars Roland Koch für den Dalai Lama? Oder M. Broder für die Lubavitscher, die modernen Baal Shem Tov Chasidim aus Brooklyn? Die unglaubliche und wahnsinnig witzige Meldung hab ich in ’ner alten Vanity Fair beim Zahnartzt gefunden . . .


6 Antworten auf „Alkohol sensibilisiert den Verstand! Bei Männern!“


  1. 1 Thomas 06. Juli 2008 um 19:29 Uhr

    Das du allergisch auch alles reagierst, was mit Religion zu tun hat, ist ja mittlerweile bekannt. Was du gegen diese Studie hast, das muss ich mich schon sehr fragen. Natürlich kann man Methode und Auftraggeber krtisch hinterfragen. Die Harvard-Universität halte ich im Allgemeinen aber für ziemlich seriös.
    Hier wurde nun untersucht welche Auswirkungen ein essenzielles „Lebensmittel“ – der Glaube – auf die menschliche Psyche hat. Was gibts daran auszusetzen?
    Auf Männer scheint sich, statistisch quanitativ gesehen, Glaubenausübung in kirchlichen Räumen negativ auszuwirken? Warum sollen religiöse Institutionen oder Sekten diese Meldung verbreiten?

    Unsinnig ist die Studie in einer Hinsicht selbstverständlich – weil sich nämlich Glaube bei jedem anders „auswirkt“ und diese Studie damit einfach nichtssagend ist. Mit Ungläubigkeit und Wahnwitz muss man darauf aber nicht regieren.

  2. 2 Butch Jonny 06. Juli 2008 um 20:57 Uhr

    jaja… merkwürdig ist nur, dass ich nix zur studie gefunden hab. parameter sind ebenfalls nicht auffindbar. außerdem, dass glaube – es geht aber im übrigen um gottesdienst – ängstsenkend ist, hätt ich auch ohne studie verstanden. das ne liturgie ne super show is, weiß ich auch. das sie funktioniert und beeindrückend ist, auch da stimm ich zu. viel wichtiger ist aber, dass religion / glaube die welt so schön einfach strukturiert und erklärt. ohne glaube ist die welt ganz dunkel, bösartig und unverständlich… vor allem für konservative.

    naja. schon nen komischer titel – gottesdienst macht frauen stark. kann doch nur von glaubensbrüdern kommen. und, dass glaube nicht emanzipativ wirkt bestätigt sogar harvard / temple.

    ich kenn ne studie, dass bildung kontraproduktiv für glaube ist. auch sehr interessant. vielleicht glaubt sogar jemand dran… Und wußtest du das religiöse staaten keineswegs bessere staaten mit weniger angst sind? :-)

  3. 3 Thomas 07. Juli 2008 um 12:27 Uhr

    Was zum Teufel (*g*) sollen denn religiöse Staaten sein?

    Der Grund für das schlechte Sozialsystem der USA dürfte kaum durch die christliche Religion begründbar sein. Nicht umsonst wird es das Mutterland des Kapitalismus genannt.

    Ich möchte nicht behaupten, dass Menschen die an Gott glauben (oder sonstwie religiös sind), dumm sind – auch wenn es irgendwo eine Studie gibt, die das herausgefunden haben will. Ebensowenig sind es die „besseren“ Menschen. Es ist einfach nur ihre Art zu leben.

    In dem von dir verlinkten Artikel habe ich etwas gefunden, dass mich schon sehr verwundert: „…seien die USA die einzige wohlhabende Demokratie mit einer hohen Mordrate“ steht dort. Ich habe aber schon oft etwas von der hohen und noch weiter steigenden Selbstmordrate in Japan gelesen – laut diesem Artikel ein stark säkularisiertes Land.

  4. 4 Butch Jonny 07. Juli 2008 um 13:04 Uhr

    na mensch, genau dieser meinung bin ich auch! ich glaube nicht an studien. weder an die eine noch die andere. ich hinterfrrage sie und nutze lediglich ihre tendenzen . . .

    studien sind ergebnisorientiert. manche mehr, manche weniger. das telepolis nix affirmativ religiöses bringt ist selbstverständlich. aber as wissenschaftlicher klüger sind und wenuiger religiös haben auch sie eher als witz aufgenommen.

    überleg doch mal. is die überschrift nich echt witzig? gottesdienst macht frauen stark. das is‘ doch echt realsatire. und der hammer is doch das gottesdienste bei männern nicht funktionieren, weil sie dadurch ihre verantwortung nach weiter oben weiterreichen. noch so’nen brühler. also, frauen geben ihre verantwortng also nicht an gott weiter? oder an den mann?

    könnte es eventuell sein, dass die studie bestätigt, dass soziale gemeinschaften mit ähnlichen vorstellungen, also soziale einbindungen durch die kirche angstsenkend wirken? kann es sein, dass dies aber auch anders wirken kann, nämlich verantwortungsauflösend?

    ich frag mich nun – ich denke zurecht – ob dies nicht für sehr viele (hierarchisierte) gemeinschaften gilt. dazu würde ich sogar konzerte zählen. diese können durchaus auch gottesdienst charakter haben, nämlich als wiederkehrendes ritual mit einer bestimmten gesangsfolge, die in bühne und publikum getrennt ist … auch dort werden endorphine ohne ende ausgeschüttet. angst kann dadurch abgebaut werden, denn die am ritual beteiligten fühlen sich nicht mehr allein…

    verstehst du meine ressentiments gegen diese studie nun?

  5. 5 Thomas 07. Juli 2008 um 22:29 Uhr

    Ich stimme dem zu was du da schreibst, da du jetzt deine Kritik nicht mehr nur auf Relegion beziehst. Das nächste mal bitte gleich in den Artikel drein. Und versuch den Dalai Lama mal rauszulassen. ;-)

  6. 6 Butch Jonny 09. Juli 2008 um 17:56 Uhr

    ich beziehe sie nicht nur auf religion. aber religion beschäftigt mich natürlich besonders. denn sie gauckelt vor karikativ und helfend zu sein, ist aber zu großen teilen repressiv und angsteinflößend…

    ich unterscheide aber zwischen religion, die immer eine kirche- also eine inbtitution – brauch und glaube, der nicht immer hierarchisch sein muß. der religiösen glauben ist dies aber oft. die kleinste stufe ist die unterscheidung zwischen den heiligen und den menschen, auch wenn sie wieder theologisch, dh intelektuell, zusammen geführt und auf dieselbe stufe gestellt werden. diese abgrenzung als ausgrenzung finde problematisch und unemanzipativ…

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