Wir sind alle eingeladen!



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Sie wollen uns nicht dabei haben, aber wir kommen trotzdem. Wieder in schwarz. Vielleicht auch in grün. Oder warum nicht mal in blau! Womöglich auch in lila. Oder einfach nur im Rock! Auf jeden Fall sind wir dabei!

Sie wollen uns nicht! Wir sie aber auch nicht! Deshalb laden wir uns selbst ein! Denn wir haben keinen Bock auf privatisierte Räume, auf kommerzielle Popkultur und christliche Fundamentalisten!

Wir wollen Freiräume! Und zwar sofort!

Hier der Aufruf der Initiative Mediaspree versenken.


    Am 10. September ist es soweit: Die Anschutz-Halle am Spreeufer, auch „O2-World“ genannt,
    öffnet ihre Tore im Rahmen der feierlichen Eröffnung – allerdings nur für geladene Gäste.

    Die Eröffnung dieses Kotzbrockens von Halle betrifft viele Menschen. Daher denken wir, dass sich auch alle eingeladen fühlen sollten. Neben äußerst erwünschten dezentralen Aktivitäten jeglicher Art soll eine nette Massenperformance für mehr Kratzer im Bild des Glamour-Ereignisses sorgen. Was nicht heißen soll, dass wir uns nicht schick machen würden: Wir werden in (gern queerer) Abendgarderobe gen Zeremonie schreiten. Nach der gemeinsamen Ankunft vor der O2-Arena wollen wir Kontakt zu den anderen geladenen VIPs aufnehmen, uns mit ihnen vermengen, um schließlich die Enteignung der Feier durch die massenhafte Teilnahme aller zu zelebrieren.

    Alle, die nicht den Wunsch verspüren mit schwulenfeindlichen Fundamentalisten und ihren Freund_innen am Buffet zu stehen, haben sicherlich auch vor der Halle genug Gelegenheit, den Abend (gerne bei dezentral vorbereiteten) Aktivitäten zu feiern.

    Sollte die Berliner Polizei auf die Idee kommen; uns dadurch vom Spektakel ferzuhalten, das sie auch Menschen in Anzügen und Cocktailkleidern kontrolliert, freuen wir uns jetzt schon darüber, dass auch geladenen Pseudoprominez mit den Tücken des Sicherheitsstaats konfrontiert wird.


    Dress up, seid nett und unberechenbar!
    Nussbaumparkettlogen für alle –
    keine Profite für Rechtsklerikale