. . . Häuser besetzen sowieso!

exKarcere

Nach sieben Jahren Kampf ist das C. S. A. ExKarcere in Palermo akut räumungsbedroht. (Kurioserweise heißt ist die diekte Übersetzung des Projekts ExKnast) . Seit dem Sommer eskaliert die Situation. Am letzten Samstag fand eine landesweite Demonstration zum Erhalt des Projektes statt. Es kamen circa 1.000 Demonstranten um gegen die Räumung zu protestieren.

Laut infoaut waren nicht nur Sizilianer da, sondern es kamen Vertreter aus Besetzten Projekten aus Turin, Bologna, Rom, Neapel, aus Kalabrien sowie Cosenza. Diese solidarische Unterstützung wird als neue Qualität in der Vernetzung der Projekte untereinander gewertet. Sie verbesserte sich auch, weil in ganz Italien die Zahl der neuen freiRäume rapide anstieg. Es scheint, daß, um so größer der Druck auf das ExCarcere wird, in anderen Landesteilen die Entstehung neuer Projekte ebenfalls zu nimmt.

Die Demonstration stand aber vor allem im Zusammenhang mit der zunehmenden Militarisierung der sozialen Problembezirke. Die Entsendung von Militär in soziale Brennpunkte, um diese militärisch zu befrieden, mag bürgerliche Sicherheitsinteressen glaubhaft auffangen und die vermeintliche Sicherheit und Ordnung wiederherstellen, jedoch bedeutet dies auf der anderen Seite die Einführung des Kriegsrechtes in eben diesen Regionen. Auf Kosten der Freiheit wird so Angst geschürt. Die staatliche Repression wird eskaliert und betrifft in Zukunft vor allem linke, migrantische und gewerkschaftliche Strukturen. Die faschistischen Übergriffe werden damit durch staatliche Maßnahmen ergänzt.

Sieben Jahre Kampf heißen aber auch sieben Jahre freiRaum. Und es ist noch lange nicht vorbei!
L‘ExKarcere non si tocca e raddoppia!


1 Antwort auf „. . . Häuser besetzen sowieso!“


  1. 1 karl 14. Oktober 2008 um 20:10 Uhr

    …und auch in Berlin gilt: HÄUSER BESETZEN IST MACHBAR, HERR NACHBAR!

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