Und, tschüß! Wurde auch Zeit!

Nun hat er sich doch entschlossen auszutreten. Er hatte sich sehr darum bemüht rausgeworfen zu werden. Aber seine Partei hat’s irgendwie nicht richtig kapiert. Er mußte selbst aktiv werden. Wie immer! Er muß den Karren selbst aus dem Dreck ziehen! Aber es wollte ihn auch mehr so richtig ernst nehmen! Jetzt ist er weg! Gestern noch hatte die Schiedskommision den alten, renitenten Stänkerer erlaubt weiter Sozialdemokrat sein zu dürfen. Doch dem fiel nix anderes ein, als weiter auszuteilen. gegenüber dem Handelsblatt machte er dort weiter, wo er bei Ypsilanti aufgehört hatte.


Ich halte eine Rüge für unangemessen und falsch. Es bleibt dabei, die Energiepolitik der hessischen SPD ist falsch und in einem Industrieland nicht zu verantworten. Ich werde mich auch in Zukunft an der Debatte beteiligen.

Über Nacht muß er noch einmal tief in sich gegangen sein. Denn er hat sich heute entschloßen seinen geliebten Genoss_innen ganz den Rücken zu kehren. Aus! Vorbei! Schluß! Clement wollte kein Sozialdemokrat mehr sein. Die können einen schon längst abhanden gekommen Genoss_innen gar nicht erkennen und den nun mehr eingeschleusten, seeheimer Neocon nicht einmal ordentlich rauschmeißen! Peinlich sowas! Aber wirklich!

Eine Rüge! Was soll denn das sein. Sowas wie eine politische Ohrfeige. Wie bei einem kleinen, übermütigen Jugendlichen. Das geht aber auch gar nicht. Da geht der Clement lieber gleich! So kann er sich sehr viel entspannter der Propaganda für die klimaneutrale Kernenergie widmen und die deutsche Industrie retten!

Er befindet sich in diesen Kreisen durchaus in alter, strammer, sozialdemokratischer Gesellschaft. Gerd von der Gröben, langjähriger Energiereferent der SPD-Bundestagsfraktion ist heute Generalbevollmächtigter bei E.ON. Rolf Linkohr war für die SPD im Europaparlament als Experte für Energie- und Klimapolitik. Heute ist er bei Vattenfall. Wolfgang Dirschauer, der Nachfolger von der Gröbens in der SPD-Bundestagsfraktion, tauschte seinen Abgeordnetensitz letztes Jahr in einen fetten Ledersessel in der Klimaschutz-Abteilung bei Vattenfall ein.

Unter diesen Kernenergie Freunden fühlt sich Clement äußerst wohl. So ist es gar nicht verwunderlich, daß er im Frühjahr diesen Jahres bei einer Veranstaltung des Deutschen Atomforums einen Vortrag mit dem Titel Atomenergie? Ja Bitte! hielt. Bisher mochte er es aber trotzdem gar nicht von Jounalisten zu diesen Anläßen bedrängt zu werden und als Atomlobbyist bezeichnet zu werden.

Aber diesen kleinen Makel des Lobbyisten kann er jetzt offensiv vertreten. Ja! Ja, ich bin ein Atomfreund, müßte es eigentlich aus ihm heraus platzen. Die Atomaustiegsgenoss_innen können ihn nun nicht mehr belästigen und in seiner freien Meinungsäußerung gängeln. Nun kann er offen lügen, denunzieren und pöbeln!

Ja! Ja! Ihr Sozis könnt mich alle mal! Ja!