Vermummte Polizisten in Frankfurter Griechenland-Soli-Demo

Am 11. Dezember fand eine Soli-Demo zu den Ereignißen in Griechenland und vor allem in Erinnerung an den Mord von Alexis Grigoropoulos statt. Offenbar waren unter den Demonstrant_innen Zivilpolizisten, die sich – vielleicht zur Besserung Tarnung als Autonome oder einfach zur Verschleierung ihrer Identität – vermummten. Später soll sich sogar herausgestellt haben, daß sie bewaffnet waren.

Das Mitlaufen und observieren der vemummten Zivis, die sich auch nach mehreren Aufforderungen nicht aus der Demo entfernen oder sich als Polizisten zu erkennen geben wollten, reichte ihnen wohl nicht, so daß sie nach Auflösung der Demo handgreiflich wurden und willkürlich Demonstrant_innen und Journalist_innen attackierten. Der anhaltspunkt berichtet zu den Übergriffen folgendes.


Nachdem die Polizei die Demonstration an der Bockenheimer Warte beendete, löste sich der Demonstrationszug und lief Richtung 13. Polizeirevier. Im Zuge dessen griffen die Agent Provocateur Demonstrant_innen heraus, schlugen und attackierten diese mit Pfefferspray. Der Einsatzleiter Müller bestreitet die Anwesenheit von vermummten Zivilpolizisten während der Demonstration. Zeugenaussagen und Videomaterial beweisen sowohl die Anwesenheit als auch die tätlichen Übergriffe vermummter Zivilpolizisten […] Im Zuge der aggressiven Agitation seitens der Polizei, ist es auch zu tätlichen Angriffen auf anwesende Journalisten gekommen.

Wiederum agiert die deutsche Polizei am Rande der Legalität und scheint mit Eskalationswillen gewalttätig Festnahmen sowie brutale Polizeiübergriffe forcieren zu wollen. Hinzu kommt, daß eine unabhängige Berichterstattung offensiv und bewußt behindert, wenn nicht gar mit Gewalt verhindert wird. Ob nun auch, wie in Berlin, die Polizeioberen zur Einsicht gelangen werden, daß dieses eskalierenden Verhalten problematisch und keineswegs vertrauensfördernd ist, bleibt zu bezweifeln.



Untitled from hannah obmar on Vimeo.