22-Jähriger in Oakland von der Polizei erschoßen!

In den Morgenstunden des 1. Januar erschießt, laut indybay, die Bay Area Rapid Trans (BART) Polizei den 22-jährigen Oscar Grant in der Fruitvale Station. Die Bahn-Polizei mit gleichen Rechten, wie die städtische Polizei, hat den Jugendlichen fixiert. Mehrere kraße Augenzeugenvideos (1, 2, 3) dokumentieren den Mord.

Oscar Grant und weitere Personen wurde von mehreren Polizist_innen mit gezogener Waffe kontrolliert. Alle Personen hatten ihre Hände auf dem Rücken fixiert. Nur Grant zeigte der Bart-Police mehrfach seine leeren Hände.

Der Schuß fiel, als Grant von zwei Bahn-Polizisten mit dem Bauch auf den Boden gedrückt wurde, um seine Hände auf dem Rücken zu fixieren. Er wehrt sich nicht, wird aber von den Beamten äußerst hart immer wieder zu Boden gedrückt. Als er sichtbar gefesselt und bewegungslos ist, steht ein Polizist auf, zieht seine Waffe und schießt auf den unbewaffneten, reglosen Oscar Grant.

Es sieht nicht nach einem Unfall aus. Viel mehr zielt, wie auf diesem Video eindeutig zu sehen ist, der Polizist auf den am Boden liegenden und drückt kaltblütig ab. Eine Gefahrensituation für die Polizisten ist zu keinem Zeitpunkt erkennbar.

Die BART Police bittet inständig um Zurückhaltung bei der Bewertung des Videomaterials und dem Vorfall in der Fruitvale Station am 1. Januar 2009. Trotzdem kam es am Abend des 7. Januar in Oakland während einer Demonstration zu Auseinandersetzungen zwischen wütenden Demonstrant_innen und der Polizei. Team Green reagierte mit gewohnter Härte. Gepanzerte Kräfte griffen die Demo mit Tränengas und Knüppeln an. Nach einer Straßenblockade kam es wohl zu regelrechten Jagdszenen, wobei einige Fensterscheiben und Autos dran glauben mußten.

Wieder stirbt ein Jugendlicher durch eine Polizeikugel. Wieder gibt es wütenden Protest. Die Militarisierung im Inneren fordert weitere Opfer! Die Polizei agiert als manipulierter, willfähriger Helfer der staatlichen Repression. Die Eskalation geht weiter!