Hessen hat gewählt!


via redblog

Hessen hat gewählt. Die Regierung bildet nun ein Burschi & seine liberale Gang. Die SPD ist der Verlierer. Gewonnen haben die FDP, die Grünen und vor allem die Nichtwähler.

Nach der erfolgreichen Demontage der hessischen Parteivorsitzenden Ypsilanti durch neoliberale sogenannte Sozialdemokrat_innen – Sozialist_innen wollen sie ja nicht mehr sein – aus Hessen und Berlin, verschwindet die ehemalige Volkspartei nun endgültig in der wabligen, bürgerlichen Mitte. Dies ist wohl das Ende der Sozialdemokratie!

Nur erstaunlich, daß der Hubertus Heil dies nicht mitkriegt und immer weiter von sozialdemokratischen Siegen schwadroniert. Die gesamte SPD Riege scheint in einer merkwürdigen Helmut Schmidt Schleife festzuhängen. Die Realität existiert für diese Typen wohl nicht mehr. Ob sie das erste (virtuelle) sozialdemokratische Cyberuniversum entdeckt haben?


2 Antworten auf „Hessen hat gewählt!“


  1. 1 Thomas 20. Januar 2009 um 18:14 Uhr

    Sicher hat der linke Flügel der SPD in Hessen verloren – aber im Vorbeigehen das Ende der Sozialdemokratie auszurufen, das halte ich für wenig sinnvoll.

    Nichtwähler können meines Erachtens nicht gewinnen. Neutralität ist bestensfalls wirkungslos. Im vorliegenden Fall haben sie nicht nur die altbackenen Konservativen „gewählt“, sondern auch eine Partei, deren Ideologie man aus dem Mülleimer der Geschichte nicht mehr vervorkramen müsste.

  2. 2 Machnow 20. Januar 2009 um 20:55 Uhr

    ich denke, daß in Hessen vor allem die SPD, aber auch die CDU verloren hat. Die SPD wurde abgestraft, weil sie es nicht schaffte sich für eine neue Politik, für eine Bildungs- und Energiewende einzusetzen & eine Koalition / Duldung zur Durchsetzung ihrer Inhalte auf die Beine stellen konnte. Dabei hat der rechte Flügel die Parteivorsitzende Ypsilanti ‚gemeuchelt‘. Diejenigen, die beim letzten mal die SPD geählt hatten, gingen nun nicht mehr zur Wahl, oder wählten lieber gleich die Grünen.

    Die CDU hat ihr historisch schlechtestes Ergebnis letztes jahr eingestellt. Koch wurde ebenfalls für seien miserable Politik abgrstraft. Die frustrierten gingen entweder nicht wählen, oder wählten die FDP.

    Die Linke blieb gleich, konnte also ihr Wählerpotenzial wieder mobilisieren, aber nicht ausbauen.

    Im Grudne haben die sogenannten Volksparteien verloren. Die CDU, weil sie auch den Konservativen nichts bieten konnten, außer Stagnation. (Ich kenne diese Art der Politik nur aus der ‚Bleiernen Zeit‘ von Breshnew / Honnecker / Kohl) Die SPD, weil sie sich als (linke) Volkspartei – von der Mitte bis zur außerparlamentarischen Linken – verabschiedet hat. ADeshalb denke ich, daß dies das Ende der kalssischen Sozialdemokratie ist.

    Gewonnen haben die Spartenparteien der Mitte. Auf der einen Seite die neoliberale Partei der (Energie-) Konzerne FDP. Auf der anderen Seite, die intelektuelle, studentische, bürgerliche Mitte mit den Grünen.

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