Wenn das Bärchen in der Olga . . .

Wenn Potsdam nicht so weit weg wär und die Projekte nicht so weit auseinander liegen würden, könnte mensch aus Berlin wirklich öfter hinfahren. Spontan & erlebnisorientiert. Aber eigentlich lohnt sich ein Besuch auch öfters. Insbesondere im Frühling & Sommer lohnt sich ein Abstecher nach Potsdam, der ein Fußballspiel oder einen entspannten Parkspaziergang mit einem Besuch der Hausprojekte verbindet. Im Winter machts aber auch Spaß!

Normalerweise sollte mensch denken, daß für verwöhnte Berliner Nahverkehrsjunkies eine weite Fahrt ins provinzielle Potsdam nur im Desaster enden könnte, vor allem wegen dem vielen Naß von oben, der Kälte von unten und den langen Wegen zwischen den Projekten. Aber erstaunlicherweise war dem nicht so!

Das Naß verwandelte sich in weiße Flocken. Der Kälte konnte durch hüpfen und heißen Tee beim Libanesen getrotzt werden. Und gemütliches Beisammensitzen gabs in der Olga. Im Buchladen Sputnik, ebenfalls in der Charlottenstraße, lauschten einige Interessierte einer Lesung. Nur dem Hunger wars geschuldet, daß wir uns nicht dort aufwärmten.



via Charlotte 28

In der Olga wars, nach der Stärkung nebenan, sehr gemütlich. Das Kneipenkollektiv hat sich echt Mühe gegeben einen entpannten und gemütlichen Raum zu schaffen. An den Wänden hängen, im Übrigen, keine Bilder, sie sind in die Wand eingelassen und erleuchtet.

Die Theke im oberen, hinteren Bereich der Ein-Raum-Kaschemme wird entspannt, äußerst zuvorkommend und freundlich lächelnd beackert. Die Tresenkräfte sehen sich deshalb wohl auch eher als Gastgeber, die sich rührend (manchmal aber auch bestimmt) um ihre Gäste kümmern. Da wird dann auch für frierende Coffeinjunkie doch noch ein Kaffee aus den geheimen Schränkchen gezaubert.

Aber noch wichtiger sind die Bärchen, die sich hinter der Theke in rauen Mengen versammeln. Die Meister über den bewußten Genuß gehen mit ihren formschönen Fläschchen recht großzügig um. Denn die Preise für ihre Schätze aus ihren Schränken sind äußerst fair.



Übrigens ist es weniger das Hinkommen, als das wieder zurück fahren, das Probleme bereitet. Denn recht früh verschwinden die sonst so zahlreichen Busse und Trams von den Straßen. Aber auch wenn mensch mal ein Nahverkehrsmittel verpaßt hat, trotz der langen Wege zwischen den Projektezentren in der Zeppelin- und der Charlottenstraße, ist es zum Hauptbahnhof dann doch jeweils nicht so weit. Zu Fuß sind es circa 20 Minuten. Der Rückweg macht übrigens im Winter besonders Spaß :lol:

Nach Berlin zurück zu kommen bedarf dann aber doch, insbesondere in der Woche, einiges an Organisationsgeschick. Die letzte S-Bahn nach Berlin fährt dann nämlich gegen halb eins. Am Wochenende ist es schon einfacher nach Berlin zurück zu kommen, denn die Bahnen fahren die Nacht durch.

Also, auf nach Potsdam, in die Charlottenstraße, zu den Thekengöttern und -göttinnen in die Olga. Oder vielleicht auch mal die putzigen Havelzwerge besuchen!


2 Antworten auf „Wenn das Bärchen in der Olga . . .“


  1. 1 kuba 22. Februar 2009 um 14:23 Uhr

    es lebe die olga und das bärchen:-)

  2. 2 jule 26. Februar 2009 um 19:36 Uhr

    Der Kaffee war echt großartig – genau wie der Biowein!
    Die Preise waren auch super. Alles in allem hat sich der Ausflug über Berlins Grenzen durchaus gelohnt.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.