Entlassungen, Forensik und kontaktfreudige Geschäftsführer


Es gibt neues aus dem Filmtheater Babylon. Leider ist es nicht nur positives. Denn schon wieder wurde, wie das Allgemeine FAU Syndikat Berlin auf indymedia schreibt, ein gewerkschaftlich engagierter Babylonier entlassen.

Der gewerkschaftlich organisierte Filmvorführer Benoît Robin wollte am 13. Februar an der Kundgebung teilnehmen, was ihm von der Geschäftsleitung offenbar untersagt wurde. Scheinbar reichte aber der Willen für bessere Arbeitsbedingungen im Babylon zu kämpfen aus, um die Gunst der absolutistischen Kinoherrscher Timothy Grossman und Tobias Hackel zu verlieren und entlassen zu werden.

Erstaunlich, daß die beiden totalitären, pseudoalternativen Kultursonnenkönige, die am liebsten kriminalistisch gegen ihre Belegschaft vorgehen möchten, es einfach nicht lassen können. Schließlich verlieren sie ständig vor Gericht. Aber sie haben einen Grund gefunden, warum sie ständig verlieren. Sie können sich nämlich, aufgrund steigender Kosten für die Beschäftigten, keine forensischen Gutachten zum Nachweis der Kündigungsgründe leisten. Die 20.000 Kostensteigerung für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bezahlten Urlaub für die eigenen Mitarbeiter_innen stören eben in der reibungslosen Abkanzelung menschlicher Existenzen. Da macht es schon mehr Spaß öffentliche Zuschüße für Krimispiele zu verpulvern.

Die beiden Hobbykrimonologen vom Filmtheater Babylon sind übrigens rund um die Uhr zu erreichen. Die telefonische Durchwahl zur Geschäftsleitung ist 030 / 24 727 804 (Fax: 030 / 24 727 800). Grossmann und Hackel freuen sich ganz bestimmt über zahlreiches Feedback und Spenden für ihre forensischen Aktivitäten! Besser wäre aber die beiden Kinobetreiber auf ihre kulturellen Aufgaben hinzuweisen und sie zur friedlichen Zusammenarbeit mit den Beschäftigten aufzufordern!


4 Antworten auf „Entlassungen, Forensik und kontaktfreudige Geschäftsführer“


  1. 1 Jemand 14. März 2009 um 21:48 Uhr

    Betrug! Da geht keiner ran.

    Und was würde wohl Hannah Arendt zur hiesigen Verwendung des Totalitarismus-Begriffs sagen?

  2. 2 blaupunk 15. März 2009 um 7:43 Uhr

    Na dann versucht doch mal:

    Timothy Grossman
    Fehrbelliner Str. 32
    10119 Berlin
    Tel: 030 – 4490615
    Mobil: 0172 – 3863449

  3. 3 heinz 24. März 2009 um 3:22 Uhr

    @ Jemand: das ist eine Polemik! Und Sonnenkönig stört Dich nicht? Oder die fehlende korrekte Definition von alternativ oder Existenz im sartreschen Sinne?
    Super Text!

  1. 1 Für bessere Arbeitsbedingungen im Kino Babylon! « Analyse, Kritik & Aktion Pingback am 24. März 2009 um 16:45 Uhr
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