Was machen eigentlich die Republikaner?

Lampaduse Flüchtlinge Seit langem hört mensch kaum mehr etwas über die rechten Republikaner (Reps). Die besten Zeiten der 1983 gegründeten Partei scheinen vorbei zu sein. Seit Jahren sinken die Mitgliederzahlen, eine Wahlniederlage folgt der nächsten und in der Öffentlichkeit wird die Partei kaum noch wahrgenommen.

Die Reps wurden Ende 1983 als rechte Abspaltung der CSU von CSU-Mitgliedern in München gegründet. Unter ihnen war der bekannte Journalist, Moderator und Autor Franz Schönhuber, der die Partei zwischen 1985 und 1994 führte. Die größten Erfolge der Partei waren mit jeweils die 7 % die Einzüge ins Europaparlament und das Berliner Abgeordnetenhaus 1989. Weiterhin saß die Partei zwischen 1992 und 2001 mit Ergebnissen von jeweils ca. 10% im Landtag von Baden-Würtemberg.

Hetzutage ist die seit 1994 von Rolf Schlierer geführte Partei „nur“ noch in einigen Kommunalparlamenten vertreten. Nicht einmal in ihrer „Hochburg“ Hessen hat die Partei es geschafft die wichtige 1-Prozent-Marke zu knacken. Sie erreichte lediglich 0,6% und lag somit sogar noch hinter der in Hessen schwachen NPD. Die Partei ist seit Jahren kaum noch im Osten wahrnehmbar, sondern nur noch vereinzelt in Westdeutschland und hier vorallem in ihrem Kernland Baden-Würtemberg und Bayern. Die Partei hat aktuell gerade einmal rund 5.000 Mitglieder (1989 waren es noch 25.000) und somit eine ziemlich kleine Basis. Beim Spitzenpersonal sieht es ähnlich aus. Hier ist in der Öffentlichkeit bis auf den Bundesvorsitzenden Rolf Schlierer kaum ein anderer Politiker der Partei bekannt. Und auch von den Untergliederungen der Partei (Republikanische Jugend…) ist nichts bis kaum etwas zu hören.

In Hinblick auf das Superwahljahr 2009 sieht es so aus, dass die Reps bei den Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen teilnehmen wird. Dabei wird die Partei bei den Europawahlen in Konkurrenz zur DVU und bei den Bundestags- und Landtagswahlen in Konkurrenz zur NPD und eventuell weiterer kleinerer Rechtsparteien antreten und somit keine Chance haben die 5%-Hürde zu nehmen. Denn der Partei fehlt es neben Öffentlichkeit und Glaubwürdigkeit, vorallem an Geld und Personal.

Doch trotz der Entwicklung der Reps zur einer kaum wahrnembaren Splitterpartei, ist Vorsicht geboten. Denn dadurch, dass die Partei nicht mehr vom Verfassungsschutz beobachtet wird und sie mit den beiden rechten Parteien, der belgischen Vlams Belang und der österreichischen FPÖ, zwei europaweit bekannte Partner gewohnen hat, könnte sie in Zukunft an Glaubwürdigkeit gewinnen und wieder attraktiver für potentielle MitgliederInnen und WählerInnen werden. Auch könnte sie von einem eventuellen Zusammenschluß mit der rechtsextremen DVU und Teilen der NPD zu einer großen Rechtspartei profitieren.