Like a bird that breaks out of the cage


Dies ist ein Song der arabisch israelischen HipHopper von DAM. DAM steht für Da Arabian MCs, hat aber auch eine zweite Bedeutung. Auf arabisch meint es Blut, auf hebräisch steht es für die Ewigkeit.

Hinter DAM stecken die Brüder Tamer und Suhell Nafar sowie der Texter Mahmoud Jreri. Das Trio rappt auf arabisch, ivrith und französisch. Alle drei stammen aus einem Vorort von Lod.

Tamer Nafar, der älteste Bruder, und seine beide Mitstreiter betrachten sich selbst als politische Aktivisten. In einem Interview sagt er, daß er sich in einem lyrischen Krieg befindet. Seine Position zum Konflikt ist eindeutig.

Frieden wird nicht eintreten, es sei denn, die israelische Regierung gibt zu, dass sie uns 1948 alles weggenommen und unsere Familien deportiert hat. Das ist der Anfang. Der zweite Schritt ist, sich dafür zu entschuldigen. Der dritte ist, uns unser Eigentum zurückzugeben. Unsere Häuser, unsere Ländereien. Hier geht es nicht um die palästinensische Regierung, ich kämpfe nicht für eine Flagge, ein Symbol oder den Namen „Palästina“. Hier geht es um Menschen, die Zukunft unserer Kinder. Wenn diese drei Punkte eines Tages passieren, dann können auch die Juden hier sein, es gibt Platz für alle. Und wie dieser Staat dann heißen wird, ist völlig egal.

DAM engagiert sich für die Gerechtigkeit gegenüber der arabischen Bevölkerung in Israel. Sie geben ihr eine unüberhörbare Stimme. Aber auch die Emanzipation der Frau, ein heißes Eisen in den arabischen Community, lassen sie nicht fallen, sondern positioniert sich klar gegen das Patriarchat und für die Gleichstellung.

In dem Song Freedom for my Sisters verknüpft DAM den Kampf für die Befreiung von Unterdrückung mit dem eigenen Machismus und Respektlosigkeit gegen Frauen in der arabischen Gesellschaft.

Die verschiedenen Ansätze der Rapper, die relative Bekanntheit und vor allem die antinationale Perspektive von DAM machen die Rapper interessant. Auch wenn es eindeutige Symphatien für den sogenannten Freiheitskampf der Palästinenser gibt und ihr Engagement gegen die (chauvinistische) Unterdrückung der israelischen Sicherheitskräfte sich klar auf eine Seite stellt, vergessen die Rapper von DAM nie ihre Menschlichkeit Sie bleiben in der arabisch israelischen Community verwurzwlt, ohne jedoch den Kontakt zur jüdischen Mehrheitgesellschaft zu verlieren.

Beim Deutschlandfunk gibt es noch ein interessantes Interview mit Tamar Nafar.