Kurras – SED Mitglied, verkannter VoPo, Spitzel und Mörder mit Waffenfetisch

Am 29. Mai erscheint die dritte Ausgabe des Deutschland Archiv des Jahres 2009, das vom Bertelsmann Verlag herausgegeben wird. An sich ist diese Publikation ohne Belang. Jedoch gab es diesmal schon einen brisanten Vorabteaser. Cornelia Jabs und Dr. Helmut Müller-Enbergs enthüllen in ihrem Beitrag Der 2. Juni und die Staatssicherheit die höchst erfolgreiche Zusammenarbeit von Karl-Heinz Kurras, dem Mörder von Benno Ohnesorg, mit der Stasi.

Der Blätterwald raschelte schnell und mächtig. Springerpresse und Bertelsmann hatten ganze Arbeit geleistet. War in der Erstveröffentlichung, erstaunlicherweise in der Frankfurter Allgemeinen, ist noch keine Rede davon, daß die DDR Staatssicherheit irgend etwas mit dem Tod von Ohnesorg zu tun haben könnte. Der Bericht liest sich eher nüchtern und zurückhaltend.

Der Polizist Karl-Heinz Kurras, der am 2. Juni 1967 den Studenten Benno Ohnesorg aus nächster Nähe erschoss, war Mitglied der SED und Inoffizieller Mitarbeiter des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) . . . Der Aktenfund erhellt den Täter, nicht seine Tat. Warum Kurras damals im Hof der Krummen Straße 68 auf den 26 Jahre alten Ohnesorg schoss, bleibt rätselhaft.

Relativ ausführlich wird der Weg des Waffenfetischisten beschrieben, der 1950 Volskpolizist werden wollte, jedoch davon überzeugt wurde im Westen für die DDR zu spitzeln. Als Otto Bohl lieferte Kurras hervorragende Informationen und wurde zu einer Spitzenquelle. Er lieferte, laut Müller-Enbergs und Jabs,

detailliert Erkenntnisse über Mitarbeiter, Ausbildung, Arbeitsweise und Personalveränderungen, Befehle, Dienstpläne und Einsatzpläne, zur Tätigkeit der Alliierten, der Ausstattung und Standorte – meist in dokumentarischer Form. Er war verantwortlich für die Asservate und die Auswertung des Funkverkehrs des MfS.

Die Stasi war offenbar mit Kurras / Bohl immer sehr zufrieden und hielt ihn für eine loyalen Spitzel für die DDR. Dennoch muß es auch Mißtrauen ihm gegenüber gegeben haben. Er wurde überzeugt in der BRD zu bleiben, nachdem er 1955 – schon drei Jahre im Dienst der Westberliner Polizei – bat in die DDR überzusiedeln. Sieben Jahre später betrieb Kurras selbst die Mitgliedschaft in der SED. Erst zwei Jahre später wurde er aufgenommen. Seine Charakterschwäche war seine besondere Neigung zum Schießsport, die ihn schon in einer sowjetisches Umerziehungslager gebracht hatte.

Karl-Heinz Kurras war ein Waffennarr. Weil er eine Waffe aus Kriegstagen behalten hatte, saß er von 1946 bis 1950 im ehemaligen KZ Sachsenhausen. In West-Berlin gehörte er dem Polizeisportverein und dem Jagdverein an. Bei MfS war bekannt, dass er den „überwiegenden Teil seiner Freizeit“ auf dem Schießstand verbrachte und einen guten Teil seines Einkommens für den Schießsport ausgab.

Für seine Informationen wurde der selbsternannte und als zuverlässige Quelle geltende Kurras / Bohl gut belohnt. Er bekam mehrfach hohe Zahlungen. Seine letzte stammt vom Mai 1969. Der Tod von Benno Ohnesorg, den Kurras zu verantworten hatte, ließ den Kontakt für mindestens sieben Jahre abbrechen. Die Zusammenarbeit wurde auf Eis gelegt.

Weitere Bruchstücke zur Einschätzung der Tat und einer vermeintlichen Verwicklung der Stasi liefert der Tagesspiegel einer Tag nach der Veröffentlichung in der FAZ. Hier schreibt der Journalist Uwe Soukup, der schon mehrfach über den Tod von Benno Ohnesorg geschrieben hat. Zunächst wird klar gestellt, daß eine weitere Zusammenarbeit mit Kurras / Bohl aus Gründen der Sicherheit nicht weiterbetrieben wird. Des Weiteren glaubte die Stasi Kurras‘ Version des Tatgeschehens nicht, in der er eine Notwehrsituation phantasierte, auch weil sie andere Zeugenaussagen hatte.

Die Situation wurde zu einer reinen Existenzfrage, zu der Frage, ob Leben oder Tod. Aus diesem Grunde hat er so gehandelt. Sein Leben war durch das Angreifen der Radikalen mit einem offenen Messer gefährdet. Der Kurras sagte sinngemäß, daß er sich nichts vorzuwerfen hatte und nichts bereut. (…) Seine Darlegungen zum bekannten Vorkommnis trug er sehr impulsiv vor. Aus der Art und Weise seiner Bemerkungen kann geschlußfolgert werden, daß der Kurras von der Richtigkeit seiner Handlungsweise überzeugt ist, kein Mitleid in irgendeiner Form hat und die Handlungen der anderen beteiligten Personen verurteilt.

Ünrigens war es Kurras selbst, der erneut auf die Stasi 1976 zu ging und um eine Aussprache bat. Bis dahin hatte es keinerlei Kontakt zwischen dem DDR Geheimdienst und dem immer noch nicht verurteiltem Mörder gegeben. Ein zweites Treffen gab es dann nicht mehr. Der Stasi war der Kontakt womöglich zu heikel und Kurras für sie unkontrollierbar geworden.

Die BZ, Berlins Boulevard Wurschtblatt aus dem Westen, verklärt das erneute Treffen der alten Partner in ein Wiedersehen von Gleichgesinnten, vergißt allerdings die Zweifel und den erneuten, nun mehr endgültigen Bruch der Stasi mit Kurras / Bohl zu erwähnen.

Ansonsten glaubt die Springerpresse, daß die Stasi Ohnesorg ermordet hat um die auch so schon äußerst angespannte Situation in der BRD zu eskalieren und die APO zu radikalisieren. Deshalb müsse auch das andere Ereignis des Mythos der Studentenrevolte und seiner Radikaliserung überprüft werden. Gemeint ist der Anschlag auf Rudi Dutschke im Jahr 1968, worin kapitalistisch spektakulär Jahrzehnte später wiederum der böse Dämon Stasi verwickelt werden soll.

Zwar halten sich nicht alle Journalist_innen an den Blödsinn der Springerpresse. Doch auch die gemäßigte Lesweise de neuen Enthüllungen, die noch gar nicht öffentlich nachlesbar sind, ist absurd. Die Autoren haben immer wieder betont, daß di Stasi mit dem Tod von Ohnesorg nix zu tun hat. Sie hat Kurras, im Gegensatz zu den bundesdeutschen Sicherheitsorganen und Kolleg_innen im Polizeidienst, fallen gelassen, weil sie ihm mißtrauten. Dennoch wird phantasiert, daß die linke, studentische Bewegung nun – nach diesen Enthüllungen in einer Bertelsmann Veröffentlichung – ganz anders betrachtet werden muß.

Nicht der bundesdeutsche Repressionsapparat wäre Schuld an der Eskalation, sondern die Stasi. Nicht die bundesdeutschen Gerichte hätten ihn freigesprochen, sondern die Stasi hätte wichtige Hintergründe verschwiegen. Und schleißlich, die außerparlamentarische Linke in der BRD wäre, wenn sie gewußt hätte, was für ein scheiß repressiver Staat die DDR war, nie weiter nach links gerückt, hätte sich nicht radikalisiert und wäre erst recht nicht militant geworden. Eigentlich erstaunlich, daß so wenig über die gutgläubigen Kolleg_innen geschrieben wird, die haufenweise Deutsche Mark für Kurras gesammelt haben.

All dies ist schon schwachsinnig genug, allerdings schießt Jochen Spengeler vom Deutschlandfunk den Vogel ab. Er fragte in einem Interview Christian Semler, einen ehemaligen SDS-Aktivisten tatsächlich folgendes.

Würden Sie denn nicht sagen, dass jetzt mit den neuen Erkenntnissen auch vielleicht der Springer-Verlag in einem etwas anderen, milderen Licht erscheinen müsste?

Wie geil! Der Verlag, der damals eine unbeschreibliche Hetzkampagne gegen alles kritische fuhr, den Haß auf die APO bis zum Siedepunkt schürte und damit auch als geistige Rechtfertigung für den Mord an Ohnesorg gelten kann. Das publizistisische Konglomerat, daß auch heute wieder, anstatt endlich seine Schuld am Tod von Ohnesorg, dem Anschlag auf Dutschke und damit der Radikalsierung der APO einzugestehen, verdreht immer noch gesellschaftlich erfolgreich den Diskurs um die rebellischen Jahre in den 60igern. Nicht damit zufrieden endlich jeden positiven Bezug auf die APO verhindert zu haben, sollen der Bewegung nun auch ihre Opfer diskreditiert werden.

Ob dies wohl mit den zu erwartenden sozialen Unruhen zu tun hat? Ob der Staat und seine Medien nicht jetzt schon die Hose voll haben, wor einer neuen Radikalisierung. Dummerweise gibt es keine Stasi mehr, der mensch es in die Schuhe schieben könnte. Nur noch Chavez und irgendwelchen, ominösen Chaoten des Schwarzen Block. Wenn es nicht so absurd, ärgerlich und verharmlosend wäre, dann käme mensch aus dem Lachen gar nicht mehr raus!

+ + + + U P D A T E + + + +

Der Sohn von Dutschke mischt nun auch noch in die Debatte um die tödlichen Berwicklungen der Stasi ein. Wie die tagesschau berichtet, hat er – übrigens auch via Springer – gefordert, daß untersucht wird, ob die Stasi hinter dem Anschlag auf seinen Vater steckt. Michael Buback, Sohn des von der RAF ermordeten Bundesstaatsanwalts, legt ebenfalls nach und will ebenfalls eien vermeintliche Verstrickugn der Stasi in den Tod seines Vaters ermitteln lassen. Und wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg, Birthler sei Dank.

Die politsche Stoßrichtung der Veröffentlichung wird nun klarer. Jedes Ereignis, daß die studentische Revolte legendär positiv aufwertet soll offensichtlich negativ mit der Stasimitarbeit dämonisch verkleistert werden. Mal sehen, wann die Wahl Kohls mit der Stasi in Zusammenhang gebracht wird. War Kohl eventuell ein Stasi-Spitzel? Wollte er die Bleierne Zeit auch in der BRD philosophisch zementieren und den präneoliberalen Schmidt ablösen? Sollte die DDR abgeschafft werden und unter Führung einer Stasi-BRD zusammengeführt werden? Sind wir nicht alle ein wenig Stasi? Oder ist es lediglich der Spiegel . . .

Soviele Fragen und keine Antworten? Doch! Die Stasi steckt dahinter und hat die naheliegendsten Lösungen versteckt :lol:


8 Antworten auf „Kurras – SED Mitglied, verkannter VoPo, Spitzel und Mörder mit Waffenfetisch“


  1. 1 M. A. Bakunin 26. Mai 2009 um 17:09 Uhr

    So sehr ich deiner Argumentation folge und deinem Ergebnis zustimme, muss ich auf einen Fehler hinweisen: Der Wilhelm Bertelsmann Verlag, bei dem das Deutschland Archiv seit geraumer Zeit erscheint, hat mit dem Bertelsmann-Konzern nichts zu tun. Die Namensgleichheit ist lediglich ein (historischer) Zufall. Auch würde ich die politologische Bedeutung der Publikation nicht unterschätzen.

  2. 2 Machnow 26. Mai 2009 um 17:25 Uhr

    Ich will nicht die historisch politische Bedeutung dieser Veröffentlichung schmällern. Allerdings sehe ich eine ganz andere Richtung.

    Nach der Wende wurden DDR Bürger konsequent und umfaßend unter Stasi Verdacht gestellt. Reinwaschen konnten sie sich nur über ein Überprüfung in den Stasiakten. Schon damals gab es Gerüchte, daß nicht wenige westdeutsche Politiker_innen und andere Beamte von der Stasi bezahlt wurden. Eine Überprüfung von westdeutschen Bürger_innen gab es allerdings nicht.

    Dieser Fall zeigt sehr gut, wie gut informiert die Stasi wirklich war. Auf der anderen Seite enthüllt er aber auch, daß durchaus Westdeutsche aus eigenem Bestreben aus unerfindlichen Gründen der DDR Sicherheitsorgane die Stange hielten und sie ausführlich informierten.

    Kurras hatte mit der Entwicklung der APO nur als Mörder zu tun. Dies war eine BRD Geschichte, an der die Stasi nicht interessiert war, die sie sogar gefährdete. Bei Kurras war sie an den Strukturen der Sicheheitskräfte interessiert, offenbar um die eigenen Spitzel, Strukturen und Aktivitäten zu schützen. Eine Enttarnung aufgrund von Ermittlungen wäre dafür zu gefährlich.

    Also, die historische Bedeutung besteht darin, daß der westdeutsche Apparat offenabr sehr viel genauer ausgespäht wurde, als bisher bekannt war. Auch hierbei tut Aufklärung not. außerdem wäre ich sehr viel mehr an den anderen Zeugenaussagen zum Ohnesorg Tod interessiert, als an Kurras.

  3. 3 pixelutopia 26. Mai 2009 um 21:27 Uhr

    Tja, hatte ja auch schon was zu dem Thema geschrieben, das in eine ganz ähnliche Richtung ging.

  4. 4 Machnow 26. Mai 2009 um 22:08 Uhr

    du warst einfach einfach zu schnell ;-)

    wir / ich waren in den letzen tagen sehr viel mehr mit antination und islamdiskussion beschäftigt. da bist du glatt durchgerutscht.

    aber ich erinnere mich an deinen beitrag. ich hätte nicht gedacht, daß du so recht hast. an einen zufall glaub ich auch nicht mehr. die veröffentlichung vor dem großen drecksfeiertag und vor dem stasi bericht. damit ja keine kritische diskussion aufkommt die birthlerbehörde zu schließen und das material endlich an provessionelle archivare weit zu geben!

  5. 5 pixelutopia 26. Mai 2009 um 23:45 Uhr

    Naja, die Diskussion um die Bithlerbehörde gibt es nun ja. Mal sehen was dabei raus kommt.

  6. 6 Machnow 27. Mai 2009 um 12:45 Uhr

    Ich bin mir nicht so socher, ob die Diskussion um die Birthlerbehörde, die – wie mir scheint – eher einen Verwaltungs- also einen Archivierungs- und Aufarbeitungsanspruch hat, diese grundsätzlich tandiert. Mir scheint, daß es keine politisches Interesse gibt, die Akten endlich professionell zu archivieren udn so der wiss. Öffentlichkeit ungeschwärzt, unszensiert und offen zur Verfügung stellt. Die zeit hat den fehldenden Aufarbeitungsgeist und die unwissenschaftliche Verwaltungspraktiken der Behörde ganz gut thematisiert.

    Birthler sagte jedenfalls, Kurras’ Akte „wäre verfügbar gewesen“. Das müsste dann aber bedeuten, dass die Akte schon vor längerer Zeit von der Behörde „erschlossen“ wurde, dass also ein Mitarbeiter des Hauses sie zumindest in der Hand gehabt und beispielsweise Seitenzahlen aufgestempelt haben müsste. Sollte es tatsächlich so gewesen sein, und der Mitarbeiter hat die Brisanz der Akte nicht erkannt, dann wird sich Birthler womöglich noch weiteren unangenehmen Fragen stellen müssen.

    . . . und eigentlich liegt hier die Brisanz der Veröffentlichung um Kurras. Damit wird die Unfähigkeit historische Ereignisse und Persönlichkeiten adäquat zu bearbeiten deutlich. Aber dieses Versäumnis ist in erster Linie eine bundesdeutsches. Duie Debatte um Kurras ist auch hierfür eine Beispiel. Verleugnung, regressive Kompensation und Umwertung ist das Ziel der bundesdeutschen Politik, eben nicht Aufarbeitung und Aufklärung. Deshalb sehe ich für die Diskussion um Borthler udn ihre Behörde schwarz.

  7. 7 M. A. Bakunin 27. Mai 2009 um 18:21 Uhr

    Ich weiß nicht was für Leute bei dieser Behörde arbeiten, aber ich würde nirdendwo die Bedeutung von Dummheit, Nichtwissen und Unaufmerksamkeit unterschätzen.

    In dem Sinne ist es auch nicht verwunderlich, dass die Bekanntmachung dieses Akteninhalts von einem kleinen wissenschaftlichen Spezialorgan ausging.

  8. 8 Klaus Schuessler 03. Juni 2009 um 10:45 Uhr

    Dass die Fakten um den Stasi-Spitzel und inoffiziellen MfS Kurras, der lieber Volkspolizist geworden wäre, bekannt werden, ist per Saldo gut. Der Tod von Benno Ohnesorg war die Initialzündung für die „Bewegung 2. Juni“, der Baader-Meinhof-Bande sowie der daraus hervorgegangenen RAF.

    Natürlich hätten die Informationen zum Zeitpunkt des Gerichtsprozesses um den Tod von Benno Ohnesorg den Fall in einem anderen Licht dargestellt. Das bleibt unabänderlich.

    Ob der Tod von Benno Ohnesorg 1967 ein Mord von Kurras oder, wie er vorgibt, Notwehr war, bleibt heute ebenso spekulativ wie eine vermeintliche Verwicklung des MfS in den Tod des Studenten Benno Ohnesorg.

    Wenn es jedoch Möglichkeiten gibt, restriktiv gegen Kurras vorzugehen, zum Beispiel im Hinblick auf seine Pension, so halte ich das in Anbetracht der Auswirkungen, die seine damalige Tat hatte und angesichts der Geisteshaltung – „den hätte Honnecker früher mal richtig verurteilen sollen“ für gerechtfertigt.

    Das gleiche gilt auch für alle Altnazis und die anderen Stasischweine in Ost und West, die keine saubere Weste haben, sich im Licht einer Biedermann-Existenz sonnen und möglicherweise weder damals noch heute ein Unrechtsbewußtsein empfinden.

    Das ist – mit Verlaub – zum Kotzen. Eine Demokratie jedoch muß das aushalten. Die Täter von damals aber müssen, wenn sie schon nicht mehr vor Gericht gestellt werden, wenigstens öffentlich genannt werden dürfen.

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