Knüppel, Lügen und Video

Gestern schützten massive Polizeikräfte, die meiste Zeit behelmt, mit Knüppel in der Hand, Gas im Anschlag und Wasserwerfer im Rücken die größte öffentliche Wiese Berlins. Thomas Goldack, Pressesprecher der Berliner Polizei, war offensichtlich bis in die späten Abendstunden nicht darüber informiert, was seine Beamt_innen den ganzen Tag so trieben. Oder, was sehr viel wahrscheinlicher ist, er deckt sie bei bevorstehenden Strafverfahren. Mindestens in einem Fall macht er sich eventuell wegen Strafvereitelung im Amt selbst strafbar. Dies ist aber nicht die einzige Lüge, die er von sich gab.

In der gestrigen Sendung (mit Video) von rbb Aktuell gab Thomas Goldack, seines Zeichens offenbar in operativer (Des-) Informationsabsicht unterwegs, ein Interview zum Polizeieinsatz am Tempelhofer Feld in dem er wider besseren Wissens behauptete, die Polizeikräfte hätten weder Knüppel noch Wasserwerfer eingesetzt. Letzteres stimmt wirklich. Aber der Schlagstock wurde nicht nur einmal gezückt, sondern gehörte zur repressiven Standardmaßnahme gegen friedliche Demonstrant_innen. Dies belegen Fotos beim Tagesspiegel, der Morgenpost und pm_cheung.

Sehr viel unverschämter ist allerdings, wie er den Schuwaffeneinsatz eines Zivilpolizisten rechtefertigte. Dieser hatte am Zaun auf dem Columbiadamm bei einer Festnahme seine Dienstwaffe gezückt und auf Demonstrant_innen gerichtet. Diese sollen versucht haben die Festnahme zu verhindern und den Gefangenen zu befreien. Erstaunlich ist nur, daß auf den Fotos lediglich zwei Personen zu sehen sind. Ein Demosani und eine weitere Person. Von einer Horde ist nix zu sehen. Gefahr für Leib und Leben kann ich ebenfalls nicht entdecken.


Bilder von Koerner veröffentlicht bei der Morgenpost

Die Morgenpost hatte die Bilder von Koerner als erstes veröffentlicht. Ein paar Minuten lang waren sie nicht verpixelt auf der Seite. Dann verschwanden sie zuerst ganz, um später wieder verpixelt aufzutauchen. Die Springerpresse brachte die Bilder dann über alle Kanäle. Auch der Tagesspiegel übernahm sie das Copyright kreativ umgehend ebenfalls.

Ulli Zelle und der rbb waren zwar nicht dabei, obwohl sie doch sonst überall unterwegs waren, konnten allerdings später trotzdem über das inaktzeptable Vorgehen der Polizei berichten. Goldack, übrigens beim Vorfall höchstselbst zugegen, wiegelt ab und strickt schonmal kräftig an einer Rechtfertigung.

Was man auf diesem Bild natürlich nicht sieht, der Zivilbeamte ist angegriffen worden. Er hatte Angst um sein Leben und, ich habs gesehen, die war auch berechtigt. Eine größere Gruppe Schwarzgekleideter mit Kapuzzen und Sonnenbrillen kam aggressiv auf ihn zu. Er hat die Waffe gezogen. Er hat sie nicht, was sicherlich möglich gewesen wäre, er hat sie nicht auf die Menschenmenge gerichtet. Er hat sie auch nicht auf Leute gerichtet, die am Zaun standen oder den Zaun überwinden wollten. Das ist absoluter Quatsch! Er hat sie in der sogenannten Eigensicherungshaltung auf den Boden geführt. Und das allein hat schon ausgereicht, das diese Gruppe von ihrem Handeln abgelassen hat.

Es bestand Gefahr also gefahr für Leib und Leben von einer Gruppe, die natürlich ( ;-) ) nicht zu sehen ist. Nur warum macht Goldack selbst denn keinerlei Anstalten seine Waffe zu ziehen? Schließlich wäre er ebenfalls von dieser Gefahr bedroht. Warum konzentriert sich sein Blick auf den einen vermeintlichen Demonstranten, der angerannt kommt? Warum zielt der Zivi offensichtlich auf die Füße des einzigen Demonstranten (außer dem Demosani) , obwohl er doch eine Eigensicherungshaltung eingenommen haben soll? Wo sind die denn die Anderen? War es vielleicht der ominöse black bloc, der bekanntlich in Berlin unter Tage (oder im Köpi) wohnt und äußerst gerne Polizist_innen verspeist?

Lügen, bezüglich des Knüppelseinsatzes, fragwürdige Behauptungen und Rechtfertigungen zum Schußwaffezücken – Goldack ist wirklich ein Wahnsinnspressesprecher für die Berliner Polizei. Er kann alles, was ein Polizeibeamter im operativen Dienst können muß. Manipulieren, verdrehen, Tatsachen unterschlagen und all das nur um die Öffentlichkeit zu täuschen und den vollkommen übertriebenen Polizeieinsatz nachträglich zu rechtfertigen.

Die Anwohner_innen und Passant_innen, die den Protest hautnah erlebten, denken da schon etwas anders. Beim Tagesspiegel kamen deshalb, im Gegensatz zum Staatsfernsehen Rundfunk Berlin Brandenburg, auch die Demonstrant_innen und Betroffenen zu Wort. Da ist kein Wort von Rechtfertigung. Unverständnis gegenüber dem Polizeieinsatz dominierte die Stellungnahmen.

Das ist allerdings auch kein Wunder. Wenn Clowns wegen (untauglicher) Zaunzerstörung (sprich Sachbeschädigung) mit Obst und Gemüse gekesselt und festgenommen werden, wenn beim Vorbeilaufen Polizist_innen um sich schlagen, Menschen gegen Fensterscheiben schubsen, bevorzugt Frauen angrabschen und die ganz Übermütigen die ganze Zeit mit Knüppel rumrennen. Dann zeigt sich schnell, in was für einem repressiven Polizeistaat wir leben, in dem eine zu über 90 % ungenutzte Wiese vor Aneignung engagierter und kreativer Aktivist_innen geschützt werden muß.


19 Antworten auf „Knüppel, Lügen und Video“


  1. 1 M. A. Bakunin 21. Juni 2009 um 13:02 Uhr

    Na ja, die Polizei war hier der verlängerte Arm des Staates Absurdistan.

  2. 2 Mathilde 21. Juni 2009 um 13:43 Uhr

    Das war gestern wirklich der reinste Wahnsinn. Und was jetzt danach passiert, ist noch viel heftiger. Die Lügengeschichten nehmen kein Ende. Keine_r der sogenannten Journalist_inen macht sich die Mühe, mal zu überlegen, wie repressiv die grünen/schwarzen Gewalttäter aus dem gesamten Bundesgebiet versuchten, eine WIESE zu „schützen“. Aber wahrscheinlich ging es einfach ums Prinzip und Team Green durfte sich mal wieder austoben. Mit „Verhältnismäßigkeit“ hatte das wohl alles nichts zu tun.

    Wenigstens gibt der Staatsfunk RBB jetzt endlich auch die 100 Festnahmen zu, nachdem bis heute Vormittag stur die lächerliche Behauptung von „ein paar Dutzend“ seitens der Polizei übernommen wurde, statt auch mal die Zahl von squat tempelhof zu berichten. Aus dem Lügen kommt inforadio aber noch immer nicht heraus und „berichtet“ von Gewalttätern sowie Flaschen- und Steinwürfen. Davon habe ich persönlich nichts gesehen. Sehr wohl aber konnte ich Schlagstock- und Tränengas-Übergriffe seitens „der Freunde und Helfer“ miterleben. Auf diese Weise wurde nicht nur der Zaun bewacht, sondern gleich auch noch mehrere Wege und Straßen. Mensch darf also nicht nur nicht aufs Gelände, sondern nicht einmal vor dem Zaun demonstrieren!

    Wie die 21 verletzten Turtles zusammen kamen, kann ich mir auch schon wieder denken. Kein Wunder, wenn man so stark gepanzert ist, dass man nicht mehr normal geradeaus laufen kann.

    Alle Bilder des durchgeknallten Zivies gibts natürlich auch bei dem anderen Springer-Drecksblatt. Morgenpost scheint bei einigen Rechnern nicht zu funktionieren. Dass diese Verrückten überhaupt mit einer Waffe rumrennen dürfen, ist schon die Höhe. Dieser Haufen ist für mich der größte Scheißverein!

    Stopp den Lügen und der Kriminalisierung!
    Tempelhof aufmachen für alle – sofort!

  3. 3 M. A. Bakunin 21. Juni 2009 um 14:31 Uhr

    Steinwürfe habe ich erst bei Einbruch der Dunkelheit gesehen, als etwa 15 bis 20 schwarz gekleidete Polizeiautos mit Steinen bewarfen und nach wenigen Sekunden wieder in der Hasenheide verschwanden. Im Verhältnis zur Polizeigewalt – insbesondere die lächerliche Verhaftung der Clowns, der Einsatz von Pfefferspray bei zweckfreien Straßensperren und das Waffeziehen aus Angst vor imaginierten Angreifern – war das aber so gut wie gar nichts.

  4. 4 sebastian 21. Juni 2009 um 15:13 Uhr

    @mathilde: genauso seltsam kann es aber auch anmuten, dass ein paar 1000 menschen versuchen, eine wiese zu erobern!

    es ist schon erstaunlich, dass ein zaun immer begehrlichkeiten weckt, ihn zu überqueren – es gibt genug andere wiesen, die nicht besetzt werden, aber da steht ja auch kein zaun herum.

  5. 5 egal 21. Juni 2009 um 18:40 Uhr

    jetzt kommt doch nicht wieder mit der nummer, das es keine steinwürfe gegeben hätte. auf den bildern pm_cheung ist das eindeutig zu sehen. nur rechtfertigt das in keiner weise das krasse verhalten der cops den ganzen tag über an allen möglichen stellen, wo sie immer wieder ohne not und agression der squater auf diese einprügelten. im übrigen solles leute geben, die es ganz ok finden gepanzerte cops mit steinen anzugreifen. dennen passiert eh nichts…

  6. 6 Machnow 21. Juni 2009 um 20:27 Uhr

    @sebstian: die wiese gehört allen. so hats die politik versprochen, passiert is‘ allerdings nix. ganz im gegenteil, ein bebauungsplan ist im genehmigungsverfahren, der weite schichten ausschließen wird. nobelquartier, kreativwirtschaft & was weiß ich, wat fürn scheiß. die 9.000 arbeitskräfte werden bestimmt nicht von den jetzigen anwohner_innen übernommen werden. die werden durch danierung und neue verträge verdrängt (sieh prenzlauer berg, wo nur noch 5 % der alten bevölkerung leben).

    der polizeieinsatz schütze eine scheißwiese, wo gärten angelegt werden sollten. wo leute chillen wollten, oder party feiern. ist die technik da drauf doch noch in betrieb? soll der flugbetrieb vielleicht doch wieder – dann komplett privat – doch wieder aufgenommen werden? warum wurde denn nicht nur die sensible technik geschützt. der rest hätte doch freigegebn werden können. zum beispiel die fertigen grillhäuser, die noch nie benutzt wurden…

    nicht der zaun war das ziel, sondern die wiese. die polizei hat aber mit aller gewalt den zaun geschützt, als ob er ein atomares endlager wäre ;-)

    @egal: steinwürfe hab ich auch nicht gesehen. ich denke aber auch, dass es die gab. aber es ist im grunde wirklich unerheblich, obs die gab oder nicht. team green hat mal wieder jede möglichkeit genutzt ordentlich draufzuhauen, frauen begrabscht und insbesondere friedliche aktivist_innen (clowns, sambaisten) eingesackt. an die anderen sind sie nich‘ ran gekommen (was auch gut so ist) zum letzten sag ich nicht viel, außer . . . :lol:

  7. 7 M. A. Bakunin 21. Juni 2009 um 20:42 Uhr

    @sebastian: Welche Wiesen werden denn nicht besetzt? Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich ziemlich oft in Parks gehe, was man ja auch als Form der temporären Besetzung verstehen kann. Das Tempelhofer Feld behört qua Definition durch die Ringbahn zur Innenstadt und würde sich ziemlich gut zur temporären und dauerhaften Besetzung eignen. Mir leuchtet also auch unmittelbar ein warum ein paar Tausend Meschen da rauf wollen. Zusetzlich leuchtet mir außerdem der symbolische Wert der Feldbegehung ein, wie ihn machnow beschrieben hat, also die politische Botschaft die hinter dieser Sache steckt. Andere Parks und Wiesen der Stadt müssen wiederrum nicht symbolisch begangen werden, weil da zum Glück keine hässlichen Wohnquartiere für betuchte Menschen daruf geplant sind.

    Allerdings hast du auch sehr direkt unrecht. Zum Zwecke des guerilla guardenings nach New Yorker Vorbild werden in Berlin von Zeit zu Zeit Wiesen besetzt und bepflanzt, die weder umzäunt noch bewacht sind, z. B. im letzten Jahr nahe dem Bethanien oder neulich in der Rigaer Straße.

    Beim gestrigen Spektakel handelte es sich also keineswegs um ein anthropologisch schwer erklärbares Phänomen.

  8. 8 the bastian 22. Juni 2009 um 11:41 Uhr

    also gärtnerausrüstung habe ich bei keinem gesehen ;)

    was mich an der ganzen sache stört, ist:

    -wenn das gelände offen ist, wird es vermüllt, besprüht und kaputtgekloppt. da könnt ihr mir nicht widersprechen.

    -die propaganda der besetzer: die pressemeldung der polizei, dass sie den fh schützen werden, wurde (auch von euch) als anheizen der lage bezeichnet. andererseits hängt die initiative squat tempelhof plakate auf, auf denen ein raumschiff den flughafen beschießt… das ist kein anheizen?
    es ist doch klar, daß die polizei vorher ihr vorgehen öffentlich mitteilen muss und wenn man die mitteilung liest ist diese doch sehr sachlich…

    -die besetzung verhindert keine gentrifikation! wenn da ein geiler park draus wird, steigen die mieten genauso (auch meine!!)

  9. 9 Machnow 22. Juni 2009 um 12:19 Uhr

    komm, das ist doch nicht dein ernst ;-)

    du weiß schon, daß du feinbürgerlich jedes konservative klischee über die bösen autonomen, besetzer_innen und linksalternative wiederholst. auf BILD zeitungspropaganda klischees gehe ich nicht ein. vertane zeit . . .

    außerdem weißt du hoffentlich, daß du prügel, gaseinsatz, willkürliche verhaftungen, dutzende (da paß es besser) zivilbeamte – mensch könnte sie auch IM nennen – verteidigst.

    und den schicken park wirst du nicht bekommen. es wird wahrscheinlich bewachte zugänge geben, die abschließbar sein werden. die kreativen dürfen schließlich nicht gestört werden. fahrradfahren wird wahrscheinlich nur auf bestimmten wegen erlauft sein (die heißen dann wahrscheinlich magistralen). community gardening wird es nicht geben. die kleingärten werden luxuswohnungen weichen müßen. eine notwendige schule wird nicht entstehen. neukölln – und alle anderen berliner_innen – werden ausgeschlossen. hinzu kommt, daß sich das „quartier“ auf lange sicht ausdehnen wird. es sind (im bebauungplan) auch teile der heutigen hasenheide für lofts vorgesehen.

    aber ansonsten is‘ alles schick, fein, überwacht und super erschlossen! keine graffitis. keine penner. punks schon gar nicht. keine spontan raves. eben alles Still’ und wie es sich schicket

    also, die verteidigung von polizeigewalt, null bürgerbeteiligung, null sozialer wohnungsbau, politischem wahnsinn und gentrifizierung kann doch nicht dein ernst sein!!!

  10. 10 the bastian 22. Juni 2009 um 13:04 Uhr

    leider bist du überhaupt nicht auf meine punkte eingegangen.

    natürlich sehe ich die problemlage insgesamt so wie Du…

    ABER: was ist an der polizeimeldung, dass man gegen hausfriedensbruch vorgeht, anheizen der stimmung?

    und wo bitte verteidige ich gaseinsatz?

  11. 11 Machnow 22. Juni 2009 um 13:38 Uhr

    ich sehe schon einen unterschied, ob jemand zu mir kommt und sagt, geh ma‘ vom zaun weg. oder, ob er zu mir kommt, mir in die fresse haut (oder gas) und im harmlosesten fall wegschubst.

    die clowns konnten keine sachbeschädigung mit obst anstellen. sie konnten erst recht keinen hausfriedensbruch begehen. sie waren einfach auf der oderstraße, vor der polizei und hatten absperrungen umgangen. wat für ein verbrechen um für stunden einzufahren…

    mit den sambaisten ging es ähnlich. der columbiadamm wurde von der polizei gesperrt. da war niemand am zaun, sondern auf der straße. trotzdem gabs gas in die fresse.

    außerdem hat die polizei ihr hartes verhalten mit veremeintlich (!) noch in betrieb befindlichen verkehrtechnischen anlagen begründet. warum sind die noch in betrieb, wenn doch kein flugbetrieb mehr stattfindet?

    es haben lediglich zwei menschen hausfriedensbruch begangen. allerdings sehr viel später, als die übergriffe stattfanden. Die Sachbeschädigung war ebenfalls nicht vorhanden. schließlich hat die polizei die unterbunden…

    Also, ein hartes Durchgreifen wurde angekündigt. Die polizie hatte wasserwerfer, gas, knüppel am start. sie waren permanent behelmt. ist das nicht anheizen???

    auch jetzt werden diejenigen, die rauf wollten sämtlichst als gewaltbereit und aggressiv eingestuft. weil sie einen zaun überwinden wollten? häh? gehts noch???

    DU bist mächtig auf die propaganda des staates reingefallen.

    PS auf irgend welche es-würde-doch argumente, die ü60 sprüche gegen streetsart und freiräume wiederholen, gehe ich grundsätzlich nicht ein!

  12. 12 the bastian 22. Juni 2009 um 14:04 Uhr

    also nochmal:

    wieso genau die betr. pressemeldung der polizei anheizen?

    wo verteidige ich gaseinsatz?

  13. 13 the bastian 22. Juni 2009 um 14:21 Uhr

    achja, ich stufe überhaupt niemanden, der raufwollte, als gewaltbereit ein!

    du bist leider bisher auf keine meiner fragen eingegangen – lies sie dir nochmal in ruhe durch… ich versteh ja, dass die gemüter noch erhitzt sind… aber auf mich eingegangen bist Du nicht (ausser mich als von der propaganda des staates eingelullte person zu bezeichnen, die sich ü61 argumenten bedient.

    ich denke nicht, dass meine kommentare dies hergeben!

  14. 14 Machnow 22. Juni 2009 um 14:37 Uhr

    bei soviel ignaranz gegenüber dme was passierte und der konzentration auf die pressemitteilung der POLIZEI (die garantiert immer die wahrheit sagt) fallen mir nur die drei affen ein. tut mir leid!

    alta, da draußen ist eine welt. da werden menschen verprügelt. da interessiert den senat einen scheiß, was die anwohenr wollen. da fragt der „freund und helfer“ nicht, wo soll ich dich hinhauen, damit es nicht so weh tut . . .

  15. 15 k.tia 22. Juni 2009 um 21:49 Uhr

    Hier noch etwas hübsches aus dem newsticker:

    „Berlin (ddp-bln). Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hat den Polizeieinsatz zur Sicherung des Flughafens Tempelhof als «erfolgreich» und «richtig» verteidigt. Vor dem Innenausschuss des Abgeordnetenhauses machte Körting am Montag deutlich, dass es eine Grenze zwischen Gewalt und Demonstrationsfreiheit gebe. Wer diese Grenze überschreite, dürfe sich nicht mehr auf Demonstrationsfreiheit berufen und müsse mit dem Einsatz der Polizei rechnen. Deren Konzept, Gewalt und Rechtsbruch zu unterbinden, habe sich als «ausgesprochen erfolgreich» erwiesen.“

  16. 16 tut nichts zur Sache 24. Juli 2009 um 10:04 Uhr

    Wenn Ihr alle den Staat so hasst, wandert doch aus. Polizisten mit Steinen angreifen: unter aller Sau! Aber wenn Ihr die von euch als „Bullen“ bezeichneten Bürger braucht, weil euch der Lärm anderer stört, weil Ihr bestohlen wurdet, weil euch jemand angreift, dann schreit Ihr am lautesten nach Hilfe. Dann kommen zu wenig Polizisten. Dann kommen sie zu langsam. Wenn die Polizei aber das Recht anderer und den Staat beschützt – so wie Ihr es auch für euch erwarten würdet und in Anspruch nehmt –, dann ist sie die böse Staatsmacht. Ihr wollt doch den Ärger, provoziert ihn immer wieder neu und wundert euch dann, wenn man einschreitet. Wie gesagt: besorgt euch einen Reisepass und tschüss!

  17. 17 Machnow 24. Juli 2009 um 11:58 Uhr

    … ich habe gar kein reisepaß!!! :lol:

    und wenn ich auswandere dann bin ich ja im nächsten staat. den haßte ich dann aber genauso. zwar ein bißchen weniger als deutschland, aber nur ein bißchen!

    und nochmal klar und deutlich, für die oberflächlich reaktionären, deutschnationalen heulsusen:

    die polizei beschützt nicht den bürger, sondern den staatsbürger! mit eigentum hat die polizei auch wenig zu tun. die polizei ermittelt nur, falls eigentum – bei autonome meistens das von ‚reichen‘ und von staatlichen institutionen – zerstört wird. schonmal gesehen, daß die polizei vor deinem haus steht und deinen fernseher beschützt.

    die polizie ist lediglich dafür da ruhe und iordnung widerherzustellen. dabei gibt es keien unterschiede der polizeiorgane zw. deutschland, russland, italien, china, iran, ddr usw. überall beschützt die polizei das herrschende system gegen kritiker_innen. das hat sie bei der franz. revolution gemacht, bei der dt. „revolution“ und auch bei der sogenannten „wende“. jedesmal war sie beim prügeln, ermorden, festnehemn gut dabei …

    also, ein hoch auf die polizei!
    ein hoch auf die büttel des staates!
    juchu, auf ins nächste land randalieren!

    :lol: :lol: :lol: :lol:

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