Solidarität mit den Opfern von Nazigewalt

Am vergangenen Wochenende verprügelten vier Nazis einen jungen Neuköllner und verletzten ihn lebensgefährlich. Besonders erschreckend ist, daß es ihnen offensichtlich darum ging beinah rituell zu töten. Den Nazischlägern reichte es nicht, daß ihr Opfer bewußtlos war. Sie wollten mit einem sogenannten Bordsteinkick, der schon in Potzlow ein Menschenleben kostete, morden.

Wie die Antifa Friedrichshain berichtet, war diese brutale und beinah tödliche Attacke lediglich die Spitze der Aktivitäten von Rechtsextremen in Berlin. Am Freitag wurden zwei Menschen in Spandau von Nazis mit Messern angegriffen und verletzt. Am Samstag abend gab es einen weiteren rassistischen Vorfall in Hellersdorf. Ein Migrant wurde erst beschimpft und dann mit einer Flasche attackiert.

Die beinah tödliche Prügelorgie der vier Nazis geschah offenbar direkt am S Bahnhof Frankfurter Allee. Dort kommt es immer wieder zu Angriffen von Nazis auf vermeintlich alternative oder linke Jugendliche. Rechtsoffene Hooligans, nicht selten aus dem Dunstkreis des BFC Dynamo, und Rechtsextreme treffen sich besonders gerne in der Großraumdisko Jeton unweit des Frankfurter Tors. Andererseits sind einige linke Projekte und Bars ebenfalls in der Nähe zu finden.

Um auf die Situation im Kiez aufmerksam zu machen und das Schweigen zu den Angriffen von Nazis zu brechen, rufen verschiedene antifaschistische Gruppen und Anwohner_innen-Initiativen zum Protest am Samstag, den 18. Juli, ab 18 Uhr vom Bersarinplatz auf.

Zwar finde ich den Begriff Rechter Terror zur Mobilisierung problematisch. Dennoch muß mit dem jüngsten Vorfall von einer gefährlichen Eskalation ausgegangen werden. Das Ziel der Nazis scheint nicht mehr nur zu sein den Migrant_innen, den vermeintlichen politischen Gegner und als unpaßend konstruierte Subkulturen spontan anzugreifen, sondern Menschen möglichst schwer, wenn nicht gar tödlich zu verletzen. Immer öfter kommen hierbei Messer zum Einsatz.

Dies erinnert an die erschreckende Situation in Russland, wo es beinah jede Woche zu tödlichen Übergriffen von Nazis auf Migrant_innen, Bürgerrechtler_innen und Antifaschist_innen kommt. Also, wehret den Anfängen!

Nazis aus dem Viertel jagen!
Samstag – 18. Juli – 18 Uhr
Bersarin Platz


2 Antworten auf „Solidarität mit den Opfern von Nazigewalt“


  1. 1 spiegelschrift 13. Juli 2009 um 16:33 Uhr

    Der 18. ist der Samstag. Bis dann.

  2. 2 Machnow 13. Juli 2009 um 17:47 Uhr

    ups! geändert ;-)

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