Melancholie gegen den Krieg

Viva Vega Anarchia hat in seinem Beitrag über den grottenschlechten Film Die fetten Jahre sind vorbei ein schönes Lied verlinkt. Mir klingt es zwar ein wenig zu religiös, aber trotzdem auch schön. Vielleiht hätte das Hallelulja aber auch durch Anarchia ersetzt werden können. Klänge dann zwar etwas anders, aber auch schön!

Auf jeden Fall ist mir ein Film wieder eigefallen, den ich vor langer Zeit mal gesehen habe und der mich sehr beeindruckt hat. Ich meine Dear Anmerica – Letters Home from Vietnam, die fiktionale Dokumentation über den Vietnam Krieg von 1988.

Damals war es auch ein Buckley, der mich am meisten beeindruckt hat. Das Once I was von Tim Buckley war grandios, tief melancholisch und wunderschön. Das Lied und die Szene schien mir damals ein Symbol für den Krieg in Vietnam. Das Bild der Rose, zwischen all dem Tod, dem Mord und der Verzweiflung, hinterließ ein Stückchen stachliger Hoffnung, ein bißchen Farbe und Zukunft. Eine schmerzvolle Zukunft wurde nur mit dieser Kombination angedeutet, die 1988 immer noch fortwirkte und in den 90igern wieder sehr aktuell werden würde.

Der Sohn, Jeff Buckley, den vega (wieder-) entdeckt hat, steht seinem Vater offensichtlich in nichts nach. Er nutzt ebenfalls die Gitarre, die für ihn spricht. Und sie sind nicht allein. In ihrer Melancholie klampft Nick Drake mit ihnen und erzählt ihnen vom River Man oder vom dunkeläugigen Hund