Archiv für Juli 2009

Tempelhof und die reaktionär ekklusiven Flughafenfetischisten

Das Theater um die Öffnung des Tempelhofer Feldes wird immer absurder. Auf der einen Seite forderte Buschkowsky am Samstag beim rbb zumindest eine Teilöffnung des Areals zum Grillen und Fußball spielen. Auf der anderen Seite wird der öffentliche Raum am Zaun offenbar immer mehr zum Sperrgebiet für Anwohner_innen und Spaziergänger_innen erklärt. Der devot gehorsame Aufklärer – alias die wahrheit – und die Reaktionäre von Be-4-Tempelhof sind dabei nur eine neue Spielart des politischen Schmierentheaters um das Tempelhofer Feld. (mehr…)

Medienschau am Sonntag (14)

Wie gewohnt erscheint die Medienschau wieder um einen Tag verspätet. Dafür konnte ich aber wieder einige interessante Artikel aus der vergangenen Woche zusammentragen. Besondern empfehlen kann ich den den Beitrag über die Linkspartei-Politikerin Elke Reinke, das einzige Mitglied im Bundestag, das schon einmal persönliche Erfahrungen mit der Hartz-Gesetzgebung gemacht hat. Außerdem möchte ich noch die Broschüre „Organisierte Unverantwortlichkeit“, die online leider nur im rtf-Format vorliegt, zum Studium empfehlen. Darin wird gezeigt, dass nicht nur der amerikanische Gentechnik-Konzern Monsanto uns mit Gift und Genen traktieren möchte, sondern auch deutsche Konzerne und Firmen an dem mafiös organisierten Geschäft beteiligt sind. (mehr…)

Laß das Glotzen sein! Greif ein!

Morgen ist der internationale Aktionstag zum Gedenken an Il‘ja Borodaenko, der am 21. Juli 2007 im Ökolager in Angarsk von einer Nazihorde ermordet wurde. Gleichzeitig möchte ich an all die anderen Opfer von Nazigewalt in Italien, Spanien, Russland, Berlin usw erinnern. Aber es geht nicht nur darum zu trauern, sondern endlich gegen die Nazischeiße aktiv zu werden. Immer & überall!

Manifestazione contro i neonazisti a Berlino

Dopo l’assalto di quattro neonazisti a un ragazzo di 22 anni la domenica scorsa, più di 4.000 persone sono venuti alla manifestazione antifascista all‘insegna di „Cacciare i nazisti fuori del quartiere“ ieri sera a Berlin – Friedrichshain. (mehr…)

Gegen Nazigewalt und das Jeton!

Am gestrigen Samstag kamen mindestens 4.000 Menschen zur Demonstration unter dem Motto Nazis aus dem Viertel jagen, zu der verschiedene antifaschistische Gruppen und die Initiative gegen Rechts Friedrichshain aufgerufen hatten. Hintergrund ist der versuchte Mord an einem 22-jährigen Neuköllner, der am Morgen des 12. Juli am S-Bahnhof Frankfurter Allee von vier Nazis, die vorher im Jeton gefeiert hatten, zusammengeschlagen wurde. (mehr…)

Das Jeton, ihr Chef und die Nazis

Ronny Berkahn ist Geschäftsführer der Großraumdisko Jeton an der Frankfurter Allee. Bei ihm treffen sich, nach seinen Angaben, Prolls verschiedener Nationalitäten und aller sozialen Schichten. Gegenüber der taz äußert Berkahn, daß auch Türken und Fidschis bei ihm feiern würden. Den Potsdamer Neuesten Nachrichten erzählt er, daß auch Ausländer und Dunkelhäutige zu Gast wären. Das aber auch sehr viele offensichtlich als Rechtsextreme erkennbare Jugendliche bei ihm verkehren scheint ihm entgangen zu sein. Hooligans, insbesondere vom BFC Dynamo, verkehren sehr häufig im Etablissement von Berkahn. Aber die sind gar nicht das Problem! (mehr…)

Grüne mögen keine Gutmenschen


Die Hamburger Grünen haben große Probleme mit wütenden Student_innen und Schüler_innen, die sie vor ein paar Monaten noch in die Regierung hievten. Solange sie sich verarschen ließen, war alles in Ordnung. Nun wollten die Steigbügelhalter_innen eine Ziel- und Leistungs-Vereinbarung, also einen Vertrag über umzusetzende Inhalte, abschließen. Einer Vertreterin ging dies offenbar zu weit und sie holte zum kompromitierendsten Schlag aus. Sie machte die Bittsteller_innen zu Gutmenschen und meinte wohl damit, daß sie mit solchen nicht reden würde. (mehr…)

Öffentliches Gelöbnis ohne Öffentlichkeit

Am nächsten Montag soll das Öffentliche Gelöbnis der neuen Bundeswehrrekruten am Reichstag stattfinden. Nach einer Feierstunde im Bendlerblock werden die stolzdeutschen Militaristen sich in Bussen auf den Weg machen. Mit Öffenlichkeit hat das militaristische Initiationsritual nix zu tun. Die ist nämlich unerwünscht. Nur ausgewählte staatsaffine Gäste, Familienmitglieder, Politiker_innen und Waffenfetischisten dürfen dabei sein. Protest ist dabei unerwünscht und wird, wie schon oft, von der Springerpresse im Vorfeld kriminalisiert und denunziert. (mehr…)

Jeton – Kein Geldäquivalent, sondern ein Nazitreff

Das Jeton – die bekannte Berliner Großraumdisko, ein beliebter Treffpunkt von Nazis, Hooligans, rechtsoffenen Ultràs und anderen Rechtsextremen, wurde offenbar gestern Nacht von einer 200 Antifas angegriffen. Laut Polizei gingen mehrere Fenster und die Leuchtreklame zu Bruch. Ein vorbeifahrender Streifenwagen und die eintreffende Bereitschaftseinheit wurden ebenfalls attackiert. (mehr…)

Genau hier – Mahnwache zum Nazimordversuch

Bei der Mahnwache zum Naziüberfall auf einen 22-jährigen Neuköllner waren am gestrigen Montag offenbar über 100 Menschen anwesend. Weitere Bilder gibt es bei Björn Kietzmann. Am Samstag, den 18. Juli, gehts ab 18 Uhr am Bersarinplatz mit einer antifaschistischen Demo weiter.