Comments on: Task Force Okerstraße etabliert soziale Verdrängungsstrukturen http://aka.blogsport.de/2009/08/12/taskforce-okerstrasse/ Berliner Assoziation für Theorie und Praxis Mon, 22 Apr 2019 12:06:15 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Machnow http://aka.blogsport.de/2009/08/12/taskforce-okerstrasse/#comment-8355 Thu, 27 Aug 2009 08:14:56 +0000 http://aka.blogsport.de/2009/08/12/taskforce-okerstrasse/#comment-8355 Bei dem Strategiepapier stehen mitnichten die Menschen im Mittelpunkt. Es strotzt von sozialer Inkompetenz. Es soll gegen Anwohner_innen, Migrant_innen und soziale Randgruppen (die im Schillerpromenadekiez leben) interveniert werden. Es geht dem QM darum den "Problembereich neu zu organisieren und allen Bewohnern [bis auf den Trinkern, RRoma & Rumänen] ein Leben in einem sicheren und sauberen Wohnumfeld zu ermöglichen" (S. 4) Das hat nix mit Sozialarbeit zu tun. Das ist pure law-and-order Politik. Deshalb verwundert es nicht, dass es vor allem die Polizei ist, die unterstützend eingreift. Begehungen, Streifen und Ansprachen sollen helfen. Die angesprochene Alphabetisierung wird mit Zwang ala Buschkowsky verbunden. Die Idee des Frankfurter Projekts "Schaworalle" werden zwar als praktikabel und einschlägig auch für die Schillerpromenade erkannt, jedoch gibt es keine Absicht dieses zu übernehmen. Bei der Quasientmündigung der Mieter der "Probelemhäuser", die zukünftig durch die Arbeitsagentur vertreten werden soll, war die Lösung schneller parat. Das damit die Unversehrheit der Wohnung und Privatsphäre ad absurdum geführt wird, scheint das QM nicht zu stören. Bezeichnend für das Strategeikonzept ist, dass beim Punkt "Integration der Problemfamilien in die Nachbarschaft / Schaffung eines Netzes nachbarschaftlicher Hilfe und Unterstützung" nichts einfällt. Dazu gibt es keine Konzepte, keine Ideen oder irgend einen Ansatz. Integration, Aktivierung, Sozialarbeit und eine Perspektive der Anwohner_innen ist vom QM nicht erwünscht. Im Quartiersbeirat sitzt lediglich ein_e Anwohner_in. Die Anwohner_innen-Versammlung wurde von der Polizei einberufen. Das Papier wiederholt xenophobe und antiziganistische Klischees zur Stigmatisierung von Migrant_innen und RRoma. Trinker_innen sollen verdrängt werden (sie hätten keinen Alleinanspruch auf Grünanlage - hat das QM einen solchen?). Das Team Task Force ist ein Netzwerk, dass das Jugendamt und seinen Anspruch eventuell auch anonym für die Kinder zu agieren, dominieren wird. Die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und den anderen sozialen Einrichtungen ist dabei gefährdet... Also, in dem Papier ist alles Widerliche versammelt, was mir in Sachen Aufwertung, Verdrängung und Stigmatisierung einfällt, versammelt. Die Vehemenz und die allumfassende Zusammenarbeit der Ämter, Polizei und der QM gibt keinen Ausweg. Es ist Zeit sich gegen diese Scheiße zu wehren!!! ps. ich werde mich in einem gesonderten artikel genauer mit der repressiven, menschenfeindlichen, antiziganistischen, xenophoben und antisozialen Spitze der QM Avantgarde durch eine Architektin im Auftrag einer Baufirma beschäftigen. Bei dem Strategiepapier stehen mitnichten die Menschen im Mittelpunkt. Es strotzt von sozialer Inkompetenz. Es soll gegen Anwohner_innen, Migrant_innen und soziale Randgruppen (die im Schillerpromenadekiez leben) interveniert werden.

Es geht dem QM darum den „Problembereich neu zu organisieren und allen Bewohnern [bis auf den Trinkern, RRoma & Rumänen] ein Leben in einem sicheren und sauberen Wohnumfeld zu ermöglichen“ (S. 4)

Das hat nix mit Sozialarbeit zu tun. Das ist pure law-and-order Politik. Deshalb verwundert es nicht, dass es vor allem die Polizei ist, die unterstützend eingreift. Begehungen, Streifen und Ansprachen sollen helfen.

Die angesprochene Alphabetisierung wird mit Zwang ala Buschkowsky verbunden. Die Idee des Frankfurter Projekts „Schaworalle“ werden zwar als praktikabel und einschlägig auch für die Schillerpromenade erkannt, jedoch gibt es keine Absicht dieses zu übernehmen. Bei der Quasientmündigung der Mieter der „Probelemhäuser“, die zukünftig durch die Arbeitsagentur vertreten werden soll, war die Lösung schneller parat. Das damit die Unversehrheit der Wohnung und Privatsphäre ad absurdum geführt wird, scheint das QM nicht zu stören.

Bezeichnend für das Strategeikonzept ist, dass beim Punkt „Integration der Problemfamilien in die Nachbarschaft / Schaffung eines Netzes nachbarschaftlicher Hilfe und Unterstützung“ nichts einfällt. Dazu gibt es keine Konzepte, keine Ideen oder irgend einen Ansatz.

Integration, Aktivierung, Sozialarbeit und eine Perspektive der Anwohner_innen ist vom QM nicht erwünscht. Im Quartiersbeirat sitzt lediglich ein_e Anwohner_in. Die Anwohner_innen-Versammlung wurde von der Polizei einberufen. Das Papier wiederholt xenophobe und antiziganistische Klischees zur Stigmatisierung von Migrant_innen und RRoma. Trinker_innen sollen verdrängt werden (sie hätten keinen Alleinanspruch auf Grünanlage – hat das QM einen solchen?). Das Team Task Force ist ein Netzwerk, dass das Jugendamt und seinen Anspruch eventuell auch anonym für die Kinder zu agieren, dominieren wird. Die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und den anderen sozialen Einrichtungen ist dabei gefährdet…

Also, in dem Papier ist alles Widerliche versammelt, was mir in Sachen Aufwertung, Verdrängung und Stigmatisierung einfällt, versammelt. Die Vehemenz und die allumfassende Zusammenarbeit der Ämter, Polizei und der QM gibt keinen Ausweg. Es ist Zeit sich gegen diese Scheiße zu wehren!!!

ps. ich werde mich in einem gesonderten artikel genauer mit der repressiven, menschenfeindlichen, antiziganistischen, xenophoben und antisozialen Spitze der QM Avantgarde durch eine Architektin im Auftrag einer Baufirma beschäftigen.

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by: Martin http://aka.blogsport.de/2009/08/12/taskforce-okerstrasse/#comment-8331 Tue, 25 Aug 2009 17:54:18 +0000 http://aka.blogsport.de/2009/08/12/taskforce-okerstrasse/#comment-8331 Ich habe mir mal eben das Strategiekonzept der Task Force durchgelesen. Besonders politisch korrekt ist das nicht gerade, u.a. wird der Verkauf von Obdachlosenzeitungen (als eine "Straßentätigkeiten" der Romas) in eine Reihe von unsittlichen und kriminellen Tätigkeiten gestellt. Ich teile Deine Einschätzung, dass es in erster Linie um die Aufwertung des Quartiers geht und weniger um die Menschen. Aber die Ansätze scheinen doch die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Alphabetisierungskurse für Roma-Frauen, aufsuchende Sozialarbeit bei Trinkern und weitere Beratungsangebote deuten zumindest nicht auf eine pure Verdrängungstaktik. Ich habe mir mal eben das Strategiekonzept der Task Force durchgelesen. Besonders politisch korrekt ist das nicht gerade, u.a. wird der Verkauf von Obdachlosenzeitungen (als eine „Straßentätigkeiten“ der Romas) in eine Reihe von unsittlichen und kriminellen Tätigkeiten gestellt.
Ich teile Deine Einschätzung, dass es in erster Linie um die Aufwertung des Quartiers geht und weniger um die Menschen.
Aber die Ansätze scheinen doch die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Alphabetisierungskurse für Roma-Frauen, aufsuchende Sozialarbeit bei Trinkern und weitere Beratungsangebote deuten zumindest nicht auf eine pure Verdrängungstaktik.

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