Der SPD kann nur noch der Steinmeier-weg Effekt helfen

Die SPD ist im historischen Umfragetief. Es schlägt sogar jenes von Schröder. Der Kanzlerkandidat ist so unbeliebt, wie selten. Seine Auftritte im Wahlkampf strotzen vor Langweile. Sein Regierungsprogramm glaubt kaum jemand. Und nun noch ein Anbiedern an die Linke. Hört sich alles nach dem glücklosen Pfälzer Urgestein Kurt Beck an, der rechtzeitig abgesägt wurde.

All diese Beschreibungen gehören zum Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier. Der wird von seinen autistisch blinden Jüngern ganz hip nur fw genannt. Ob sie ihm allerdings noch folgen werden, wenn er nach links phantasiert?

Bisher wurde jede Bewegung in Richtung Linkspartei, die im Übrigen regional gerade nicht links agiert, mit einem zünftigen Putsch oder völlig irrationalen Verhaltensweisen beantwortet. Schröder / Münte bliesen zur Neuwahl, weil linke Sozialdemokraten plötzlich gegen die Agendapolitik mobil machten und offen mit linken Positionen kokettierten.

Als Kurt Beck Ypsilanti zur Duldung durch die Linke riet, war es wieder einmal soweit einen Linksrutsch in der Partei zu verhindern. Vor circa einem Jahr mußte deshalb der kantige Pfälzer Kurt Beck zurücktreten. Danach gab es zumindest kurzfristig den Beck-weg Effekt in den Umfragen. Allerdings hielt der nicht lange vor.

Vielleicht könnte ein ähnlicher Effekt in den nächsten Wochen die Ex-Volkspartei wieder retten. Ein paar Prozentpunkte könnte die SPD ganz bestimmt gewinnen. Diesmal wäre allerdings ein Seeheimer dran geopfert zu werden. Und zwar der Technokrat und erste künstliche Diplomat – eventuell eine Entwicklung aus den Laboren der DARPA oder von Ziercke – der wohl farbloseste Politiker fw Steinmeier. Der steht sowieso nicht im Mittelpunkt des Wahlkampfes. Sein Programm ist grottenschlecht und eher ein schlechter Scherz.

Nur, wer wird ihm folgen? Müntefering? Eher nicht. Der ist zu alt und altbacken. Die Symphatien der Arbeiter_innen und Gewerkschafter_innen hat er schon längst verloren. Der linke Flügel würde ihn auch nicht stützen.

Und Steinbrück? Der Politiker mit klarer Kante, jedoch ohne ein politisches Verantwortungsbewußtsein und gegenüber dem (Finanz-) Kapital völlig blind, der könnte es schon eher werden. Dann wäre auch Schluß mit jedem Schielen in Richtung Linkspartei. Schließlich sind das alles Trotzkisten. Ach ‚ne, das war der Heil, der derartig rumprollt…

Also, ich denke, der Steinmeier macht nicht mehr lange. Ich geb ihm noch eine Woche, dann ist er weg! Mal sehen, wer dann kommt.