Nationale Volksgesetzgebung für Flugbetriebsfetischist_innen

Be 4 Tempelhof- Die Flugbetriebsfetischisten Die Flughafensekte Be-4-Tempelhof hat sich nun vollends ins Abseits gestellt. Zunächst war es nur ein Nostalgieverein mit politisch obskuren Ambitionen. Dann kam das Flugbetriebmantra. Jetzt suchen sie die Nähe zu Verschwörungstheoretiker_innen. Rechtsextreme Symphatien scheinen ebenfalls vorhanden zu sein. Außerdem gibt es Kontakte zum Bauunternehmen Brandenburgische Stadterneuerungs Gesellschaft mbh (BSG), die in Nordneukölln das Quartiersmanagment in einigen Kiezen betreibt und neuerding repressive Verdrängungsmechanismen etablieren will.

Wie es aussieht ist Michael Paul die treibende Kraft hinter der Flugbetriebssekte. Zusammen mit Volker Perplies und Andreas Donati kämpft er hartnäckig für die Öffnung des Tempelhofer Feldes. Allerdings nur für den Flugverkehr und nicht für alle Anwohner_innen. Über den Umweg des authentischen Erhalt des Flughafens als UNESCO Weltkulturerbe soll der Flugbetrieb in eingeschränkten Maßen, das heißt für Kleinmaschinen, wieder geöffnet werden.

Flugbetriebsfetischisten

Michael Paul schart zielstrebig, um eine möglichst breite virtuelle Front aufzubauen, neben Homepages (1, 2, 3, 4, 5, 6 . . .) Bündnispartner_innen ungeachtet ihrer politischen Gesinnung, um sich. Nun soll es endlich ein Dachverband richten, der sich um die Heranführung der Bevölkerung an politische Entscheidungen der Parlamente kümmern soll. Ziel ist eine Volksgesetzgebung. Deshalb gründete Be-4-Tempelhof zusammen mit der Bürgerinitative gegen Korruption in Politik, Justiz und Verwaltung, die obskurerweise freien Zugang zur Bildung fordert, den Verein Volksgesetzgebung e.V..

Be 4 Tempelhof- Die Flugbetriebsfetischisten

Dahinter steckt allerdings nicht der Wunsch nach mehr Demokratie, sondern die völlig autistische Forderung nach der Rückführung des Tempelhofer Feldes auf den Stand von 1984. In diesem Jahr wurde Eberhard Diepgen Oberindianer in Berlin. Die letzten illegalen Besetzungen wurden aufgelöst und neue gemäß der Berliner Linie binnen 24 h geräumt. Damals endete die militante Häuserkampfbewegung. Es war wieder Ruhe und der Revolutionäre 1. Mai lediglich ein Traum von ein paar Punks.

Hinzu kommt, daß die Ossis immer noch hinter der Mauer verweilten und nicht massenhaft nach Berlin strömten. Das bürgerliche Leben war noch in Ordnung. Die Ruhe nach den wilden 70igern wieder hergestellt und mensch durfte wieder ungestraft konservativ sein. Kein Wunder, daß revisionistische Nostalgiker und Sektierer sich gerne an 1984 erinnern.

Verschwörungstheoretiker_innen

Peter Martin ist der neue Partner von Michael Paul. Dieser hat als Marion Martin die Seite der Bürgerinitiative gegen Korruption sowie der Volksgesetzgebung angemeldet. Er wohnt in Lichterfelde, in der Nähe des Botanischen Gartens und hat mit Tempelhof und der drohenden Verdrängung der Anwohner_innen, genauso wie die anderen Flugbetriebsfetischisten nur marginal zu tun.

Warum er_sie gerade gegen Korruption in Politik, Justiz und Verwaltung kämpft, wird nirgendwo näher erläutert. Worum es ihnen mit ihrem Volksentscheid geht, erschließt sich ebenfalls nicht aus ihren Texten. Auf jeden Fall ist dieser ominöse Verschwörungstheoretiker der erste Vorsitzende des neuen Vereins.

Mit Ina Nagl, seiner Stellvertreterin, hat Martin einen Volltrefer gelandet. Sie ist nicht weniger paranoid und ebenfalls immer auf der Suche nach bösartigen politischen einer Verschwörungen. Außerdem ist sie gut dabei Pressemitteilungen in den verschiedensten offenen und kommerziellen PR-Portalen zu veröffentlichen.

Be 4 Tempelhof- Die Flugbetriebsfetischisten

Bernd Kwiet, der zweite Vorsitzende des ominösen Vereins aus dem Dunstkreis der Flughafensekte, scheint gute Kontakte zur Brandenburgischen Stadterneuerungsgesellschaft mbH (BGS) zu haben. Dieses Unternehmen, mit Schwerpunkt in Sachen Stadterneuerung, der Sanierung von Gebäuden und der Stadtentwicklung arbeitet gerade zielstrebig an der Etablierung sozialer Exklusionsmechnismen. Das Strategiepapier zur Bildung einer Taskforce im Kiez Schillerpromenande argumentiert hierbei mit xenophoben, antiziganistischen und chauvinistische Klischees. Soziale Kompetenz oder ansatzweise eine Idee, wie mit den sozialen Problemen im Kiez umgegangen werden könnte, gibt es nicht. Repression und Entmündigung sind die Schlagworte des QM und der Taskforce. Die Polizie der Partner. Die Ämter die Vollstreckungsgehilfen.

Der Stellvertreter von Kwiet ist Robert Stölzer. Der ist ein wenig farblos, kommt aber offenbar auch aus Rixdorf. Die 59-jährige Schatzmeisterin Ursula Gendreizig aus Mariendorf ist ebenfalls mit dabei. Karl-Helmut E. Zermin, der Fachjournalist und Buchautor mit den Schwerpunkten Versicherung und Vorsorge sowie Generation 50plus ist Schriftführer in dem Laden.

Beziehungen zu Nazis?

Berührungsängste nach rechts scheint es ebenfalls nicht zu geben. Offenbar unterstützen einzelne Aktive zwei rechtsextreme Aktivisten, die sich dem Monitoring vermeinlich linksextremistischer Gewalt verschrieben haben. Ihre Informations- und Dokumentationsstelle gegen Linksextremismus und Gewalt (IDS) gibt sich zwar liberal und demkratisch, jedoch zeigt sich schnell, daß alle Strömungen links der Grünen denunziert und kriminalisiert werden sollen.

Der Antisemit, Islamophobiker und rechtsextremer Ideologe Marco Kanne, Autor beim Blatt für eine rechte Millieubildung Blaue Narzisse, betreibt einen Blog in dem er konsequent gegen Programme gegen rechts wettert, strukturellen sowie militanten Rassismus leugnet und rechte Gewalt als marginal verharmlost. Natürlich immer im Vergleich zu ausufernden linksmotivierten Gewaltverbrechen. Er reiht sich nahtlos in die Neue Rechte ein.

Sein Mitstreiter Francesco Güssow war lange Vorsitzender des Arbeitskreises Wirtschaft in der Jungen Union Schaumburg. Er behauptet sogar Mitglied der Initiative Neue Soziale Markwirtschaft zu sein. Später wechselte er zur FDP und engagierte sich bei der Libertären Plattform. Sein Wechsel zur rechtskonservativen Neuen Rechten schien ihm nicht schwer zu fallen. Im Juli diesen Jahres ist er nun vollends unter den Nadelstreifnazis angekommen.

Nationale Volksgesetzgebung für den Profit

Und so kommt eins zum anderen. Die selbsternannten Libertären verwandeln sich in Nazis. Die bekommen Symphatien von autistischen Verschwörungstheoretikern. Jene leben bevorzugt in einem Land, in dem es immer 1984 ist, die Ossis dort bleiben, wo sie hingehören und vor allem Autonome nicht so frech sind, daß sie Forderungen an die Politik stellen.

Die Mischung aus penetranten Revisionist_innen, Stadterneuern, Baufirmen und eventuell auch Nazis läßt schlimmes erwarten. Sie drohen nun sogar mit Spontandemonstrationen, wobei sie noch nicht recht verstanden haben, was der Unterschied zwischen einer Kundgebung und einer Demo ist.

Hinzu kommt, daß es offenbar gute Beziehungen zwischen dem BSG Quartiersmanagment und den Flugbetriebsfetischist_innen gibt. Ebentuell verbinden sie gemeinsame Interessen. Ein Flughafen für Businessfleiger in der Nähe würde sich für ein zahlungkrägtiges Klientel (der BSG) wahrscheinlich gut verkaufen lassen. Ansonsten scheinen die Sektierer_innen und Verschwörungstheoretiker_innen eher harmlos zu sein.

Be 4 Tempelhof- Die Flugbetriebsfetischisten


2 Antworten auf „Nationale Volksgesetzgebung für Flugbetriebsfetischist_innen“


  1. 1 Junge Kotze-Reyer 01. September 2009 um 20:04 Uhr

    Meine Güte!

    Wie kann man man/frau so viel Mist schreiben… !?

  1. 1 Vermischtes aus dem Kleinbürgertum « Entdinglichung Pingback am 02. September 2009 um 11:19 Uhr
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