Scheiß auf Konsum! Investiere!

Die am wenigsten wachstumsschädliche Form der Steuererhöhung ist eine Mehrwertsteuererhöhung. Sie belastet den Konsum, aber nicht die Investitionen […] Ein Prozentpunkt Mehrwertsteuererhöhung würde genügen. Dazu müsste man noch vier bis fünf Milliarden einsparen, um die öffentlichen Haushalte zu konsolidieren.

. . . und immer weiter, wie gehabt. Export, globaler Wettbewerb mit Niedriglohnländern. Bloß keine Mindestlohn – das schwächt den Export und senkt die Gewinnmargen. So argumentiert der ideologisch blinde Wirtschaftsweise Wolfgang Wiegard aktuell in der Passauer Neuen Presse und im Handelsblatt.

Eigentlich wäre eine andere Wirtschaftspolitik notwendig. Eigentlich bräuchte es einen Elitenwechsel in der Wirtschaftswissenschaft, nachdem die neoliberalen anarchokapitalistischen Modelle versagt haben. Aber es geht immer weiter so! Bis zur nächsten Krise – nach der Wahl!


2 Antworten auf „Scheiß auf Konsum! Investiere!“


  1. 1 mimi 22. September 2009 um 12:02 Uhr

    Wieso anarchokapitalistisch? Eine Steuer setzt doch schon ganz klar einen Staat voraus, denke ich.

  2. 2 Machnow 22. September 2009 um 12:17 Uhr

    der weigard ist wahrscheinlich wirklich kein anarchokapitalist. der ist einfach nur ein export- / investitions- / übernahmefetischist. zum neoliberalen diskurs gehören allerdings auch marktgläubige anarchokapitalist_innen, die an die allein seeligmachenden kräfte der entfesselten kap. ökonomie glauben.

    gerechtigkeit würde sich bei der befreiung des marktes von reglementierung schon von allein einstellen. bei denen gehts es nicht immer darum den staat aufzulösen, sondern lediglich die staatlichen eingriffe in die ökonomie zu kappen. das läuft dann unter entbürokratisierung. die freiheit des individuums wird hierbei nicht sozial gesehen, sondern marktradikal. statt der emanzipation des menschen, geht es den anrchokapitalisten um die emanzipation des marktes / der ökonomie.

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