Sozialer Chauvinismus mit Spaßfaktor zur Profitmaximierung

Das Spiel pennergame reproduziert offen sozialen Chauvinismus. Dabei tut es so als sei es lediglich satirisch, witzig, nicht immer politisch korrekt und würde deshalb junge Menschen auf das Thema Obdachlosigkeit und die Diskussion um die aktuell immer weiter auseinander gehenden Einkommensschere in Deutschland aufmerksam machen und für diese Themen sensibilisieren.

Dahinter steckt ein eindeutiges kapitalistisches Interesse junger Bürgerssöhne, die durch Armenbashing (selbstverständlich mit Charity Charakter) ordentlich Kohle verdienen wollen. Sie meinen, sie wären kreativ, innovativ und modern, weil sie ein Thema spielerisch aufarbeiten. Daß sie konservative Diskurse um Arbeit und soziale Sicherungssystemen unkritisch aufnehmen und subtil unter die Leute bringt, stört sie wenig.

Die Kritik hielt sich deshalb in Grenzen. Obdachlose haben eben keine Lobby. Gründer_innen und Jungunternehmer_innen schon sehr viel mehr.