Stolz ohne Vorurteile – Nazis und Skinheads in Russland

Stolz ohne Vorurteile In Berlin werden in Erinnerung an den 70. Jahrestag des Überfalls Deutschlands auf Polen und dem Beginn des II. Weltkrieges im Rahmen des Kurzfilmwettbewerbs Grenzüberschreitungen des Goethe Instituts am 4. / 5. November einige interessante Filme gezeigt.

Darunter ist die preisgekrönte Kurzdoku Stolz ohne Vorurteile? von Xenia Udodowa aus Perm. Der Film beschäftigt sich am Beispiel des sogenannten Russischen Marsches mit der radiaklanationalistischen Szene in Perm.

In jeder russischen Stadt gibt es junge Leute, die bereit sind, entweder für die „Reinheit“ der russischen Nation oder gegen die Rassen-Vorurteile zu kämpfen. Ihr Hauptziel ist eine bessere Zukunft für ihre Kinder, und sie schrecken sich nicht zurück, dafür den höchsten Preis zu zahlen.

Die Protagonistin des Filmes ist allerdings das Skingirl Scarface, die der Gewalt rechter Boneheads ihr soziales Engagement entgegensetzt und sich mit den antrassistischen Wurzeln der Skinheadbewegung beschäftigt. Der Film bietet einen Einblick sowohl in die russische, militante Naziszene, als auch die Antifabewegung.Außerdem zeigt er erschreckend die Unwissenheit der Bürger_innen auf der Straße.

Die Grenzüberschreitungen werden am 5. November im Zeughauskino um 18:30 Uhr und im Filmtheater Babylon, wo gerade der selbstherrliche Geschäftsführer Timothy Grossman offen existenzgefährdend und rabiat mit seinen Beschäftigten rumspringt, am 6. November um 18 Uhr gezeigt.

Der Film in russischer Sprache kann hier runtergeladen werden.