4. November 1989 – Für eine andere DDR!

Hunderttausende demonstrierten am 4. November 1989 für eine andere, demokratische und sozialistische DDR. Zahlreiche Künstler_innen, Dissidenten, Bürgerrechtler_innen und reformwillige Parteimitglieder_innen sprachen sich für einen Neuanfang aus. Ein Anschluß unter den reaktionären kapitalistischen Bedingungen war damit keinesfalls gemeint.


3 Antworten auf „4. November 1989 – Für eine andere DDR!“


  1. 1 the bastian 04. November 2009 um 14:28 Uhr

    wie ihr immer wisst, was andere meinen…

  2. 2 Machnow 04. November 2009 um 19:42 Uhr

    @the bastian: ich geb zu, die menschen waren schon damals gespalten. die meisten wollten wohl schon vor allem ein gutes leben. das bedeutete für die meisten konsum dessen, was sie in der DDR nicht haben durften / sollten.

    deshalb gings erstmal rüber. aber die mehrheit wollte in jedem fall zurück kommen. der „einbruch der realität“ nach dem glückstaumel der reise- und konsumfreiheit kam, als die ersten sich ohne arbeitsplatz vorfanden, als die alten billigen DDR produkte verschwanden und durch teure marken ersetzt wurden.

    aus der verinigung zweier gleichwertiger partner mit einer neuen verfassung wurde nix. die DDR wurde zum riesengroßen konsumloch gemacht und als „neuer“ benutzt. ohne diesen wäre die BRD volkswirtschaft ebenfalls an ihre grenzen gestoßen…

    der 4. november war der höhepunkt und das ende eines dritten weges jenseis kapitalistischer verwertung des menschen. es ging schief. das „volk“ wollte doch was anderes. als es wieder EIN „deutsches volk“ wurde hat sich gezeigt, dass es auch nicht mehr teilen wollte, sondern ganz wieder der „alte mensch“ den schwächeren zu jagen begann… aber das ist was ganz anderes.

  3. 3 Machnow 06. November 2009 um 13:20 Uhr

    naja, zu dieser zeit war eine umkehr der wende nciht mehr möglich. allerdings gab es die option langsamer reformen. schabowski war ein vertreter des reformistischen flügels der partei, der nur ein wenig radikaler war als egon krenz.

    auf der anderen seite drängten frechere parteimitgleider, wie bisky udn gysi nach vorn, die etwas ganz anderes als das „politbüro“ um krenz vor hatten. so, wie viele in den betrieben, instituten, in den LPGs usw.

    also, ein militärisches eingreifen des staates hätte es nicht gegeben. dafür gab es zu viel involvierte, sogenannte „wendehäse“ und andere politische akteure, die an einer eskalation keine interesse hatten.

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