Keine Toleranz für Nazis – Nirgendwo!

Antifaschistische Kiezdemo am 20.12. - 17 Uhr - Hermannplatz

In den letzten Wochen heult das konservative Berlin über zunehmende linke Gewalt gegen staatliche Institutionen, Luxusautos und kämpferische Demonstrationen. Die parlamentarischen Staatsbürger_innen sehen endweder eine autonome Kiezpolizei am Werk. Außerdem soll es laut Körting rotlackierte Faschisten in Berlin geben. Der sozialdemokratische Integrationspolitiker Thomas Kleineidam meint sogar die rassistischen Kapuzengespenster des Ku-Klux-Klan – diesmal im blackbloc‘-Stile – in Berlin entdeckt zu haben.

Solch eine undifferenzierte Kampagne gegen radikallinker Strukturen scheinen insbesondere die Nazis in Neukölln dazu ermuntert zu haben linke Läden in Nordneukölln zu attackieren. Schließlich polemisierte zuletzt ein Doktor, nämlich Fritz Felgentreu, gegen die bösen Autonomen aus dem Kiez, die mit Sachbeschädigungen, einer Stürmung des tempelhofer Feldes, das doch an alle Berliner_innen übergeben werden sollte, Demonstrationen, Attacken mit Exkrementen udn Graffitis und vor allem Radau in Anwohner_innenversammlungen Angst und Schrecken (wenn icht gar Terror) im Kiez in Nordneukölln verbreiten.

Da muß der weißgetünchte, deutsche Nationalist selbstverständlich aktiv werden. Schließlich darf es, so denkt er sich wahrscheinlich, eine linke Hegemonie und Gewaltherrschaft, die sich allein aus der Existenz alternativer Strukturen ergibt, nirgendwo geben. So greift er zum Pflasterstein und schmeißt Fensterscheiben ein, beschmiert Jalousien mit Naziparolen und sprüht Todesdrohungen.

Am vergangenen Sonntag traf es den Projektraum in der Friedelstraße 54 und das antisexistische Kneipenkollektiv des Tristeza in der Panierstraße. Vorher wurden die Galerie Olga Benario und der Salvador Allende Club von Nazis angegriffen.

Deshalb ruft die Autonome Antifa Neukölln und das Tristeza am 20. Dezember ab 17 Uhr vom Hermannplatz zu einer Antifaschistischen Kiezdemo auf.

Seit Ende November diesen Jahres gab es eine Serie von Angriffen auf linke Projekte und Kneipen in Nordneukölln. Die letzen Anschläge ereigneten sich vom 13.12. auf den 14.12. Neonazis warfen die Scheibe der Projekträume in der Friedelstraße ein. In derselben Nacht wurden die Jalousien des Kneipen- und Barkollektivs Tristeza in der Pannierstraße mit Naziparolen beschmiert. Außerdem wurde in Kreuzberg der Red-Stuff -Laden von Neonazis besprüht. Solidarität mit den Betroffenen von Neonazigewalt. Der Kampf gegen Nazis geht alle an!


1 Antwort auf „Keine Toleranz für Nazis – Nirgendwo!“


  1. 1 Gemeinsam laut und kämpferisch gegen Nazistrukturen in Neukölln « Analyse, Kritik & Aktion Pingback am 20. Dezember 2009 um 23:22 Uhr
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