Italien am 12. und 13. Dezember

Berlusconi ist immer noch im Krankenhaus. Grün und blau geschlagen muß er sich wahrscheinlich erstmal seine Visage wiederherstellen lassen. Schließlich hat er am vergangenen Sonntag sein Gesicht verloren. Die bürgerlichen Parteien offensichtlich ebenfalls. Sie vergaßen schnell, was einen Tag zuvor in Mailand und in Bologna bei den Demonstrationen im Gedenken an die Opfer des Staatsmassakers in Landwirtschaftsbank passierte. Sie verdrängen, das Kritiker_innen von Berlusconi sowohl für Passant_innen, als auch Polizist_innen Freiwild zu sein scheinen.

In Mailand erinnerten Angehörige der Opfer, städtische Offizielle und antifaschistische Gruppen an den faschistischen Bombenanschlag, der vom Staat gedeckt wurde. Tausende kamen schon am nachmittag zur offiziellen Veranstaltung, wobei einige sich durchaus kritisch mit der offiziellen Erinnerungspolitik auseinandersetzten. Bei der anschließenden abendlichen Antifademo, die zum Tatort an der Piazza Fontana zog, kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Bei einer antafschistschen Erinnerungsdemo in Bologna gab es ebenfalls Polizieübergriffe.

Am 13. Dezember inszenierte Berlusconi seine Wahlkampfauftaktveranstaltung in unmittelbarer Nähe des Tatortes an der Piazza Fontana. Nicht weit entfernt von jenem Ort, wo vor 40 Jahren seine Logenbrüder einen Anschlag inszenierten, rotzte er seine nationalistische und faschistische Scheiße ins sein padanisches Dreckspublikum. Kein Wunder, daß der Duce eine oft gerufenen Parole war und der gestreckte Arm Auch nicht fehlen durfte.

Tartaglia war nicht der einzige, dem Berlusconis Fresse nicht gefallen hat. Einige hundert, wenn nicht gar Tausend, waren gekommen um gegen den Cavaliere zu demonstrieren. Sie wurden angegriffen, beschimpft und von der Polizei attackiert. Diese Bilder interessierten allerdings niemanden.

Hier ist der zweite Teil mit einigen Ducefaschisten

Die politische Situation in Italein wird durch die politische Kaste eskaliert. Die Ausschließungsemchnismen produzieren Protest. Die Kritik ist breit und geht sowohl radikalen Linken als auch zivilgesellschaftlichen Strukturen aus. Die Sicherheitsorgane schützen dabei Faschisten, Nationalisten, Nazis und andere Exklusionsfetischisten. Die verprügelte Fresse eines Hasspredigers dagegen geht um die Welt!