No Pasaran – Jetzt erst recht!

Hatte ich, glaube ich, schon mal, aber es paßt zur derzeitigen Situation. Auch wenn bei wendy die geballte antikapitalistische und sich selbst als antibürgerlich, antistaatlich, krimininalitätsaffin und begrifflich eloquent verklärende, vor allem aber kritisch undogmatischen sowie die letzte linke Blogosphere über die Skandalisierung der Razzien und den vermeintlich heuchlerischen Aktionismus einer offenbar zur Defamierung freigegebenden Antifa mouckiert wird, denke ich, ist es wichtig weiter nach Dresden zu mobilisieren. Auch weil in Sachsen sehr offensichtlich wird, was es bedeutet, wenn Extremismusforschung auf Feindstrafrecht trifft. Da bleibt nur noch der FDGO-Fetisch übrig! Also, auf nach Dresden!


4 Antworten auf „No Pasaran – Jetzt erst recht!“


  1. 1 Wendy 26. Januar 2010 um 22:02 Uhr

    Die Argumente von Peter Decker zur Nähe der bürgerlichen und der faschistischen Republik würde ich annehmen. Aber daraus zu schlußfolgern, daß antifaschistischer Protest sich als staatstragend udn republikverteidigend gibt, finde ich, gehen zu weit.

    Wenn du den Decker ernst nimmst, wenn er die Demokratie und den Faschismus für ihren gemeinsamen Nationalismus kritisiert und an der Demokratie noch eine Reihe weiterer schlagender Kritikpunkte findet, dann solltest du, wenn du vor einer lächerlichen Nazi-Bewegung und einem ausgewachsenen bürgerlichen Staat auf Weltmachtniveau stehst, nicht zu dem Schluss kommen, dass man das eine bis aufs Blut bekämpfen und mit den Herrschenden der anderen Seite Bündnisse oder doch zumindest „Nichtangriffspakte“ zu schmieden, wenn es gegen das Hauptübel, den Faschismus, geht.

    in der mobilisierung nach dresden mögen antikapitalistische elemente des (klaren) zusammenhangs zw. kapitalistischer verwertung, nationaler identität & überhöhung fehlen, aber dennoch geht es in erster linie darum, nazis die bewegungsfreiheit zu nehmen.

    Und kannst du mir auch sagen, warum es mich auch einen Deut scheren sollte, dass da ein paar Tausend Nazis die Straße hoch und wieder runtermarschieren und sich dabei Wagner reinziehen? Warum die Welt in Ordnung ist, wenn deren Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist?

    aber das bringt mich nicht dazu die zusammenarbeit mit bürgerlichen „antifas“ ganz zu verweigern. wenn das ziel ist den aufmarsch zu verhindern oder wenigstens den nazis zu zeigen, daß sie ‚isoliert‘ sind (das sind sie nämlich nicht).

    Du redest so ein wirres Zeug! Du bist kein „Republikverteidiger“, stehst aber mit demokratischen Nationalisten auf der Straße, anstatt sie zu kritisieren und – demzufolge, wenn es dir mit dem Antikapitalismus Ernst ist – sie zu agitieren oder zu bekämpfen. Und warum? Zu den ganzen Argumenten Deckers sagst du nicht einmal was Inhaltliches. Du bist halt Antifaschist mit Herz und Seele. Erst kommt die Faschismusbekämpfung, dann alles andere.
    Und natürlich geht es darum zu zeigen, dass Nazis „isoliert“ seien. Das schwätzt du, obwohl auch dir auffällt, dass die den Rassismus, den Nationalismus, den Opfermythos und so weiter nicht für sich gepachtet haben.

    deshalb würde ich die grundsätzliche kritik an der veranstaltung und der zusammenarbeit mit bürgerlichen verstehen. ich akzeptiere sie auch. ich würde sie einem bürgerliche gegenüber genauso formulieren, wenn er glaub mir erzählen zu müssen, was für ein_e tolle_r republikaner_in er_sie ist. dtrotzdem würde ich blockieren!

    Wen schert es, ob du Kritik „akzeptierst“? Wenn du sie eingesehen hast und trotzdem so handelst, dann bist du ein Feind oder einfach nur dumm. Wahrscheinlich aber beides. Die Kritik von Decker richtet sich an Antifaschisten, also an dich genauso wie an den Dresdner Linksparteiler, der im Februar krakeelend herumzieht. Und schon wieder meinst du, trotz aller angeblich verstandener Kritik „trotzdem!“ blockieren zu wollen.

    zum nächsten. du verwechselt die kritik an den razzien mit rechtsstaatsgläubigkeit. darum ging es mir zumindest nicht. sondern darum, dass der rechtsstaat offenbar nur für diejenigen gilt, die sich konformistisch einem gewissen erinnerungs- und protestkanon bedienen. blockaden gehören dazu offenbar nicht (mehr).

    Da wurde nichts kritisiert! Da wurde einfach behauptet, dass sich der Rechtsstaat an der Stelle (verleitet von politisierten Staatsanwälten) vertan hätte.

    also, warum sollen dann blockaden von nazis nicht auch ‚legal‘ und gerechtfertigt sein? das ist zunächst keine juristische frage, die du wendy aufmachst, sondern eine politische. und auf dieser ebene habe ich mich bewegt.

    Auch diese Denke wurde in meiner Kommentarspalte schon kritisiert. Wie kommst du darauf, Rechtlichkeit, wie sie im Kapitalismus vorkommt, sei unpolitisch? Hat niemand behauptet. Natürlich denken die sich was, wenn die eine Meinungsfreiheit und ein Versammlungsrecht schaffen und es ahnden, wenn man diese anderen Bürgern beschränken will.
    Warum das eine legal ist und das andere nicht? Dazu hat die Dresdner Staatsanwaltschaft was geschrieben.

    Ach was, lassen wirs. Du hast dir den Vortrag angehört, dich versucht mit anderen Ansichten auseinanderzusetzen. Dafür ein dickes Dankeschön. Auf die Argumente Deckers bist du nicht eingegangen, selbst wenn, hast du sie damit vom Tisch gewischt, dass du dich partout nicht vom Vorhaben des Blockierens abbringen lassen willst. Du lässt auch hier durchblicken, dass du viele Argumente nicht richtig kapiert hast, auch nicht in der Diskussion in meiner Kommentarspalte.

    Die Diskussion mit dir bringt nichts.

  2. 2 Lektor 27. Januar 2010 um 17:50 Uhr

    Im Kommentar muss es heißen: Nr. 9 ist kein Nazi-Phänomen. Das können Demokraten mindestens genausogut.

  3. 3 Lektor 28. Januar 2010 um 0:17 Uhr

    was kommt nach der kampfansage, der aufruf zur vernichtung?

    Führst du Selbstgespräche? Ich wurde gerade als Nazi-Unmensch bezeichnet. Was das heißt, ist doch klar. Oder bekämpfst du Nazis nicht? Das nenne ich: Kampfansage.

    Machnow will sowohl Nazis als auch Kommunisten bekämpfen, die sind nämlich auch faschistisch.

    „demokratischen Nationalisten“ :-)

    Hopfen und Malz … Ich trinke jetzt wirklich was: Prost!

  4. 4 Machnow 31. Januar 2010 um 13:06 Uhr

    jaja, ein siegeswille und sachlichkeit in der lektorierung ist sehr witzig. argumente und standpunkte umdrehen, damit die eigene weltsicht wieder paßt, ist ebenfalls sehr hemdsärmlig.

    es ist schoin erstaunlich, daß eigenes verhalten IMMER richtig (weil kommunistisch) ist. wenn allerdings jemensch ebenso absurd argumentiert es gleich kommunist_innen hatz bedeutet.

    sehr witzig, herr staatsanwalt :lol:

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