Mit Zorn und Zärtlichkeit an der Seite der Armen

. . . was damit gemeint ist, haben jahrzehntelang Nonnen und Priester an den katholischen Schulen weltweit bewiesen.

Zorn auf den eigenen Körper und die verbotene Sexualität. Zorn auf die eigene unfruchtbare Kultur des Todes, die sich als Höchste Liebe in der körperlosen, geistigen zweiseitigen Gottes- und Nächstenliebe tarnt.

Die Zärtlichkeit als göttlich unfehlbaren Übergriff betraf nicht selten, aktuell am jahrzehntelang durch die Jesuitenoberen gedeckten Mißbrauch am Canisius Kolleg erkennbar, die sexualisierten jungen Körper, die beginnen das zu erleben, was den Priestern und Nonnen verboten ist. Der körperliche Übergriff, das Ausleben der eigenen Körperlichkeit, der Vollzug der Ursünde wird so zum Akt der göttlichen Macht und zur klerikalen Wiederherrstellung der Kontrolle über den Körper und die Sexualität seiner Schäfchen, wobei die Traumatisierung die eigene körperlich sinnliche Beziehungslosigkeit reproduziert.

Das Plakat gehört zur aktuellen Kampagne der katholischen Hilfsorganisation Miserior, die großzügig in den Berliner U-Bahhöfen plakatiert.


1 Antwort auf „Mit Zorn und Zärtlichkeit an der Seite der Armen“


  1. 1 Machnow 04. Februar 2010 um 12:44 Uhr

    ich hab geschrieben ‚katholische schulen‘, nicht das alle katholiken pädophil sind…

    mir ist das plakat nur deshalb aufgefallen, weil gerade eine kampagne um mißbrauch, homophobie und sexualmoral in der katholischen kirche läuft. übrigens in der die opfer ebenfalls entkörperlicht sind. es ist völlig unklar, ob nur jungen oder auch mädhcen betroffen sind. es ist unklar, ob das canisius (immer noch) eine jungenschule ist. sie ist es nämlich nicht, nur weiß niemand seit wann…

    es ist alels etwas schwammig und bleibt an entschuldigungen udn abbitte hängen. vieleicht sollten sich die herren priesterlichen eunuchen besser mit ihrem römisch katholischen zölibat auseinandersetzen, als ständig um entschuldigugn und verzeihung zu bitten.

    es ist schoin bezeichnend, daß sterzinsky in berlin verheiratete priester exkommuniziert, aber bei pädophilen lediglich einen ämterverlust (oder sogar nur versetzung) anbietet.

    und zu miserior, die machen missionsarbeit mit ihrer nächstenliebe. sie geben, um zu taufen. essen bekommt nur, wer auch beichtet und zur kommunion kommt. schöne zärtlichkeit. wohl doch eher zorn auf die, die nicht christ_innen sind.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.