8. März – Für die rebel und die rrriot grrrls

Zum Feministischen Kampftag gibt es heute militant musikalische Perlen. Ich konnte mich nicht richtig entscheiden, deshalb verlinke ich ein paar mehr Tracks. Der sichtbare ist schon beinah ein Klassiker. Der zweite wird es bestimmt auch.

Nach soviel Postpunk gibts jetzt aber feministischen HipHop. Den gibts übrigens auch in in Cuba. Das Kollektiv Las Krudas ist nur eines von vielen aus Fidels patriachalem Postguerilla-Staat.

Sehr gut finde ich auch Big Zis, die mit fetten Beats unterlegt und frech auf schwizzerdütsch rappt. Bunny Rabbit und Black Cracker aus Williamsburg experimentieren ebenfalls spannend mit gegenläufigen Basslinien. It ain‘t easy – ein Lamento gegen die christliche Bigotterie – und Lovers and Crypts vom gleichnamigen aktuellen Album sind meine Favoriten.

Sookee, Piranja und die Too Funk Sistaz aus Deutschland grenzen sich massiv von ihren männlichen Macho-Rapper Kollegen ab und setzen sich selbst in den Mittelpunkt. Ira Atari macht das auch. Allerdings weniger durch rhymes. Sie buchstabiert Akustisch und elektrisch – allerdings anders als icke & er – sich selbst und ihre Selbstverständnis.

Kommerzieller, aber nicht weniger interessant, ist Stacy Epps und Nneka.

Nicht vergessen! Ab 18 Uhr gehts vom S/U-Bahnhof Pankow in einer Frauen-Lesben-Trans-Demo zum Frauenknast. Oder ab 18 Uhr ins räumungsbedrohte Histo-Cafè (Koserstraße 20, U-Podbielskiallee – U3) an der FU Berlin zum Workshop zu Frauen- Geschlechtergeschichte. Anschließend wird der Film Football under cover über die iranische Frauennationalmannschaft gezeigt, die erstmals vor F_innen gegen eine Kreuzberger Auswahl spielt.