ירושלים של זהב – Wunderschön und expansiv

Eigentlich wollte ich über Ramat Schlomo und seine orthodox religiösen, patriachal heteronormativen sowie militanten Exklusivitätsfetischist_innen schreiben. Es sollte um die vom Verteidungsministerium von Ehud Barak mühsam aufgebauten offiziellen indirekten statt den inoffiziellen Gesprächen gehen, die der Rassist und Homophobiker Eli Yishai durch eine rasche Unterschrift zunichte gemacht hat. Die Luftangriffe am Donnerstag und die anschließende beinah schon obligatorische Abriegelung des Westjordanlandes beendete schließlich jede Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten. Die Stadt Jerusalem kann gar nix dafür, daß Fanatiker_innen sich ihrer bedienen. Sie war und bleibt ein multikultureller und multireligiöser Schmelztiegel. Deshalb soll es heute, in Vertretung von Butch Jonny, musikalisch um das alte judäische Dorf im Herzen Palästinas gehen.

ירושלים של זהבJeruschalajm shel Sahav – ist eine der schönsten, hebräischen Hymne an die Schönheit und Mystik der Stadt. Hier gesungen von einer Mizrachim, einer jeminitisch-jüdischen Einwandererstochter, die nur ein Beispiel für die migrantische Kreativität ist. Sie singt eine der schönsten Versionen.

Eine anderes Lied erzählt die multikulturelle Geschichte von Jerusalem in dem das Schalom genauso zur Identität gehört, wie das Salam.