Archiv für März 2010

20. März – Neukölln gegen Nazis

Fritz Felgentreu schwadroniert gegen bösartige autonomen Gruppen, die liebenswürdige Quartiersmanagmentmitarbeiter_innen mit Kot bewerfen, beschimpfen und offen ihr und sein Büro attackieren. Rechtsextreme Täter hat er auch entdeckt. Die sind aber nicht so schlimm, wie die bösen Autonomen. Umso erstaunlicher muß es für Felgentreu und seine Kumpels vim QM / TFO sein, daß sich die Medien nur mäßig für die bösen Linksextremisten interessiert, sondern kräftig für den Langen Tag gegen Nazis wirbt und über die zahlreichen Übergriffe auf linke Initiativen in Neukölln berichtet. (mehr…)

Ficken, zertreten, töten und vernichten – Ein Hit für Autonome Nationalisten

Der Rapper Makss Damage und sein eliminatorischer, todessehnsüchtiger, sexistischer und homophober Scheiß‘, den er selbst Klassenkampfrap nennt, ist mir bisher wenig aufgefallen. Eigentlich konnte ich bis dahin auch gut ohne die ekelhaften rimes leben. Aber der aktuelle Track Antideutsche Hurensöhne geht schlichtweg zu weit, als das er ignoriert werden könnte. Der linksradikale Rapper aus dem kleinen westfälischen Gütersloh bewegt sich weit abseits des radikallinken Minimalkonsens und kokettiert zu offen mit nationalem Sozialismus, eliminatorischem Antisemitismus und reproduziert patriachale Objektivierungsmechanismen, die explizit Vergewaltung und Mißbrauch als Mittel in der politischen Auseinandersetzung und Machtdominanz einschließt. (mehr…)

27. März – Solidarität, Kick und Party

Der 27. März bietet einiges an Aktivitäten. Von vormittags bis zum späten Abend gibt es ein radikallinkes Programm für jedes Spektrum. Wer will kann gleich nach dem Aufstehen der jungle World beim Umziehen helfen. Weit soll der Weg ja nicht sein, schließlich ist die Redaktion wertkonservativ und vor allem lokalpatriotisch. Ab 14 Uhr geht’s dann weiter nach Westen – ins Mommsenstadion. Da kickt die Zweite des FC St. Pauli gegen Tennis Borussia. Am Abend soll nun wirklich im neuen Szenebezirk Neukölln die fette Party im Columbiaclub stattfinden. (mehr…)

Dax vive – Kein Vergeben! Kein Vergessen!

Dax vive

Am 16. März 2003 haben Nazis Davide Dax Cesare erstochen. (mehr…)

Amertà – Schweigepflicht auf katholisch

Scheiß‘ auf den Papst. Der alte Spinner macht es sowieso nicht mehr lange. Wozu eine Entschuldigung von einem asexuellen Beinahheiligen, den nichts menschliches bindet und der losgelöst von Affekten mit seinem Haupt im Himmel thront. Den Klerus mit seinen Patres und Nonnen, Kardinälen, Bischöfen und was weiß ich noch interessiert lediglich der Fels auf dessen Schultern die Heilige (Römisch) Katholische Kirche gebaut werden sollte. (mehr…)

ירושלים של זהב – Wunderschön und expansiv

Eigentlich wollte ich über Ramat Schlomo und seine orthodox religiösen, patriachal heteronormativen sowie militanten Exklusivitätsfetischist_innen schreiben. Es sollte um die vom Verteidungsministerium von Ehud Barak mühsam aufgebauten offiziellen indirekten statt den inoffiziellen Gesprächen gehen, die der Rassist und Homophobiker Eli Yishai durch eine rasche Unterschrift zunichte gemacht hat. Die Luftangriffe am Donnerstag und die anschließende beinah schon obligatorische Abriegelung des Westjordanlandes beendete schließlich jede Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten. Die Stadt Jerusalem kann gar nix dafür, daß Fanatiker_innen sich ihrer bedienen. Sie war und bleibt ein multikultureller und multireligiöser Schmelztiegel. Deshalb soll es heute, in Vertretung von Butch Jonny, musikalisch um das alte judäische Dorf im Herzen Palästinas gehen. (mehr…)

Mit materieller Gleichheit zum besseren Leben

GängeviertelDie Linke hat es, mal mehr, mal weniger, schon immer gewusst: Ungleichheit schadet. Kate Pickett, Sozialepidemologin an der Universität York, hat zusammen mit ihrem Partner Richard Wilkinson in einer Studie herausgefunden, dass materiell gleichere Gesellschaften glücklicher sind als materiell stark ungleiche. Die beiden Wissenschaftler stützen sich dabei auf einen vielleicht nicht unumstrittenen, aber doch handfesten Glücksbegriff: in den verschiedenen Gesellschaften wurden Indikatoren für die Lebensqualität gemessen, z. B. die Häufigkeit von Morden, Selbstmord, Fettsucht, Teenagerschwangerschaften, Kindersterblichkeit, psychische Krankheiten, Bildungsstand der 15-jährigen, Stellung der Frauen etc. Die Daten stammen von der Weltgesundheitsorganisation und anderen internationalen Organisationen. (mehr…)

Mit ’nem Blumentopf gegen Nazis

Bigbeatland - 8.3.10

Seit Tagen informiert ein Blumentopf im Internet, auf Flyern (pdf) und Plakaten über die antifaschistische Neuköllner Kampagne Kein Ort für Nazis und mobilisiert zu einem Langen Tag gegen Nazis. Als ob Andreas Michalke es geahnt hätte, daß die Wahl eines Blumentopfes für ein wenig Verwirrung sorgen könnte, lieferte er am Donnerstag in der aktuellen Ausgabe des Dschungel, der Beilage der jungle World, eine mögliche Antwort über den antifaschistischen Charakter von Blumentöpfen. (mehr…)

Wohnperformance im Gängeviertel

… und heute noch einmal das Gängeviertel per Foto. Mittenimwald zum Beispiel macht Kunst für’s Wihnzimmer. Neben den Kreativen in der Neustadt lebt die Hafenstraße punktuell immer noch rebellisch. Also, auf nach Hamburg! Und kommt in die Gänge! (mehr…)

Gängeviertel Diskussionsreihe II – „Kreative Freiräume ohne Gentrifizierung – ist das in Hamburg möglich?“

Gängeviertel Im August wurde das zentral in der Hamburger Innenstadt gelegene Gängeviertel besetzt und als Freiraum erklärt, um es vor dem Abriss durch einen niederländischen Investor zu bewahren. Die Aktion hatte Erfolg, denn im Dezember wurde das historische Viertel für 2,8 Millionen Euro von der Stadt zurückgekauft. In den letzten Tagen wurde die Nutzung zahlreicher „öffentlicher“ Gebäude der Besetzer durch das Bauamt aufgrund von Sicherheitsmängeln untersagt, so dass die heutige Diskussionsveranstaltung im Rahmen der Gentrifizierungsdebatte im nahegelegenen U-Bahnhof Gänsemarkt stattgefunden hat. (mehr…)