There is no sacrifice – there is no salvation!

Jesus war ein Mensch. Christus war ein Revolutionär, der die Götterdämmerung eines Neuen Menschen propagierte.

Der freie Mensch sollte durch Liebe erlöst werden. Eine vermeintliche Gottesliebe, eine Wiederholung des abwendeten abrahamitischen Menschenopfers. Doch den Mensch hat Jesus von Nazareth nicht gerettet. Er hat ihn sterben lassen. Genau wie ER!

Die Kreuzigung ist, wie Mel Gibson widerlich, antijüdisch und fundamentalistisch in Szene gesetzt hat, eines der brutalsten Bilder. Der Gottessohn wird brutal gemordet. Seine Jünger verlassen ihn. Die Mutter bleibt passiv. Die geliebte Hure Maria Magdalena heult. Sie bleibt passiv, anstatt das sie interveniert. Das Kreuz und der Gekreuzigte ist eine Ikone der Qual.

Der Kreuzestod erneuert den alten Bund mit Gott und überhöht ihn aus der menschlichen Perspektive, wobei sich der Neue Mensch so auch von ihm enfernt und sich selbst vergöttlicht. Die Kreuzigung sakralisiert das Leiden und löst das abrahamitische Verbot des Menschenopfers durch ein göttliches Sohnesopfer ab. Die Auferstehung des menschgewordene Gottes ist mehr als das Zeichen zum Bund. Es ergänzt die Gemeinschaft um den Aspekt der Überwindung des Todes.

Die Kirche kanonisiert in den nächsten Jahrhunderten eine absurde Theologie, die sich mehr um Ideen, Vorstellungen und Glauben, als um ein Dialog mit IHM kümmert. Der ist nämlich beendet. Der Mensch bleibt allein und erlöst! Die Gemeinschaft muß allerdings kannibalistisch erneuert werden. Die Trinität wird hierbei als allumfaßend halluziniert – omnipotent und omnipräsent.

Der Neue Mensch wird christlich emanzipiert und durch den Neuen Glauben von den anderen abgesondert. Er ist klein und nicht von dieser Welt. Er ist und bleibt durch die Passion an Schmerz und Diaspora gebunden. Das Leben wird liturgisch und die Liturgie totales Leben – in dem religiösen Formular schicksalhaft vorgezeichnet. Rein soll er sein – der Neue Mensch! Kollektiv, weltabgewandt – ein Körper mit Christus.

Nur, wenn es keine Auferstehung gab, wenn Jesus nicht der präexistente Logos – das inkarnierte Wort – ist, das Schöpfende, wenn sein Blut und Fleisch sich liturgisch nicht verwandelt, dann ist das ganze christliche Brimborium ein Welttheater für nichts!