Eyjafjallajökull – Ick liebe Dir!

Vulkan – Alle Turbinen stehen still, wenn Dein heißer Atem es will!

Antikapitalist_innen, Ökoaktivist_innen, Bahnbefürworter_innen, Internationalist_innen und andere arbeiten seit Jahrhunderten daran die kapitalistische Wirtschaftsmaschinerie zu behindern. Und da kommt so ein uralter, rauchender Schlot und beendet die globalisierte Mobilität der europäischen Bevölkerung und ihrer Politiker_innen.

In der letzten Woche sorgte ein Sturm für das Ableben eines der ekelhaftesten Nationalisten in Europa. Dummerweise riß der aber auch progressive polnische Feminist_innen und andere NGO-Aktivist_innen in den Tod. Aber auch hier wehrt sich offenbar ein (russischer) Sturm gegen einen arroganten Tyrannen, der sich ultrakonservativ, homophob und erzkatholisch gegen alles stelte, was progressiv und nur annähernd bürger_innenfreundlich war.

Nu ist es Eyjafjallajökull, der isländische Held, der dafür sorgt, daß das dienstleistende und bewegliche Europa den Atem anhält. Menschen weichen wieder auf die (umweltschondere) Bahn aus. Sie bleiben zu Hause und verpulvern nicht ohne Ende CO². Die Logistikunternehmen müssen umdisponieren und schicken ihre LKW Flotte los.

Die Bahn ist übrigens wieder einmal völlig überfordert. Da hilft auch nicht, wie Ramsauer großspurig in seiner Erklärung ankündigte, daß die Bahn alles auf die Schiene wirft, was sie noch an Triebwerken besitzt. Schließlich fehlen die Schienen. Fahrtüchtige und ordnungsgemäß gewartete Züge gibt es ebenfalls nicht mehr soviel. Aber sonst ist alles gut . . .

Eyjafjallajökull – ich mag dich dafür, daß du zeigst, was es heißt einen langen Atem zu haben. Die stillstehende Wirtschaft ist mir dabei scheißegal. Nur die Ulauber_innen tun mir leid. Aber trotzdem – du bist ’ne Wucht!