Weg is‘ er, der Mixa – Schluß mit Watschen, rumpöbeln und verleugnen

Der antisexuelle Watchenfürst aus Augsburg hat heute abend angekündigt, daß er sich von seinen Ämtern zurückziehen will. Laut der Augsburger Allgemeinen, der Mixa vor einigen Wochen in einem Interview in die Tasten diktierte, daß die sexuelle Revolution Schuld am Mißbrauch sei, hat er in einem Brief an den Papst seine Rücktritt als Bischof und Weihpriester der Bundeswehr angeboten.

Ich tue diesen Schritt in unerschütterlichem Vertrauen auf die Gnade Gottes und hoffe zuversichtlich, dass der Vater im Himmel die Kirche von Augsburg in eine gute Zukunft führen wird.

Das sich der prügelnde Stadtpfarrer so um Augsburg sorgt, ist nicht sonderlich interessant. Das er aber Deutschland und die Bischofskonferenz ausspart, würde ich so interpretierem, daß er über die versteckte Rücktrittforderung aus dieser Ecke mehr als verärgert war. Schließlich hatten die deutschen Bischöfe und ihr Sprecher Robert Zollitsch ihn aufgrund der aktuell schwierigen Situation für die römisch-katholische Kirche um eine vorübergehende räumliche Distanz gebeten. Er solle sich Zeit für eine geistlichen Einkehr nehmen.

Damit reagiert der deutsche Klerus auf die Massenaustritte aus der Kirche sowie den zunehmenden Reformdruck auf die Bischöfe durch Kritiker_innen und Laienorganisationen. Das der Druck aber auch in Rom ankommt, beweist die Order, daß in Zukunft bezüglich Kindesmißhandlungen zwingend mit den staatlichen Ermittlungsorganen zusammengearbeitet werden soll.

So klein und selbstverstädnlich dieses Zugeständnis zu sein scheint, weshalb es auch medial unterging, so schwerwiegend und nachhaltig ändert es kirchliche Verwaltungs- und Rechtauffassungen. Bis heute ist die Glaubenskongregation das oberste Organ der römisch-katholischen Gerichtsbarkeit. Sie hatte die Oberaufsicht über Verfehlungen ihrer Priester und schützte diese qua Auftrag vor dem Zugriff extrakatholischer Institutionen.

Dies hatte sich auch nach dem gehäuften Bekanntwerden von Mißbrauchsfällen in der ganzen Welt nicht geändert. Das der Klerus sich nun in die Karten schauen läßt, zeigt zum einen seine Schwäche und den Druck, der auf ihm lastet. Solche gravierenden Zugeständnisse macht die Kirche nicht ohne Not.

Also, am Besten zurücklehnen, abwarten, was noch so für moralische Perversionen, Vertuschungen usw. ans Licht gespült werden und die Austritte zählen. Gute Nacht!