Der Anti-Extremist on tour im Kiez

Stadtteiltag Fritz Felgentreu - 27. Mai 2010

Sonst versteckt sich Fritz Felgentreu gern in seinem Büro. Er beweint floskelreich die Übergriffe linksautonomer Banden auf das Quartiermanagment im Allgemeinen und sein Büro im Besonderen. Aber jetzt will er sich an einem Tag doch mal nach draußen wagen.

Mit Bürgernähe hat das allerdings wenig zu tun. Auch wenn er in seiner Infobroschüre / Einladung zum Stadtteiltag schreibt, daß er dies kein Wahlkampf sei, sondern Einblick in seinen Arbeitstag liefern soll, blöeiben Zweifel. Schließlich interessiert ihn regelmäßig und noch öfter wenig, was in seinem Kiez passiert.

Denn das Nazis sich im offen und aggressiv im Kiez bewegen, Verdrängungsprozesse längst stattfinden und bei Neuvermietungen (an Student_innen und hippe Neuberliner_innen) sich beinah verdoppelt haben, interessiert den Fritz wenig. Er bleibt lieber bei Hundekot und anderen Fäkalien. Die soll es im Schillerkiez ohne Ende geben. Damit soll auch nicht selten geworfen werden. Und auch sonst, gibt es viel zu viel Scheiße um die Schillerpromenade.

Eines scheint aber Fritz in den letzen Monaten doch bemerkt zu haben. Nämlich daß er wenig Ahnnung von den wahren Problemen im Kiez hat. Sein rechtskonservatives Antiextremismus Geschwaffel mag die Neuköllner SPD zwar freuen und sie nahtlos koalitionswillig für eine breite bürgerliche Mehrheit von der NPD bis zur CDU erscheinen lassen. Aber mit den sozialen Problemen, der mangelnden Kommunikation der Ämter mit den enschen im Kiez und den forcierten Verdrängungsmechnismen im Kiez haben seine Erklärungen wenig zu tun.

Aber Mister Bundestagswahlverlierer scheint erkannt zu haben, daß es besser ist vor die Tür zu gehen und sich umzuschauen, als sich im Büro zu verstecken und Merkwürdigkeiten abzusondern. Und damit sein Spaziergang in der großen, weiten Welt ein Erfolg wird, lädt der geläuterte Fritz ein ihn bei seinem Berliner Stadtteiltag zahlreich zu begleiten. Na dann, ich wollte ihm schon immer ein paar Takte erzählen!

    10:00 Uhr- Besuch der Kurt-Löwenstein-Oberschule

    12:00 Uhr Infostand vor dem Kindl Boulevard an der Hermannstraße mit Konrad Tack (Leiter des JobCenters)

    15:00 Uhr Spaziergang über das Tempelhofer Feld. Treffpunkt: SPD BürgerBüro, Herrfurthplatz 5

    17:00 Uhr Diskussion über Jugendkriminalität. Mit Richterin Kerstin Heisig und Steffen Dopichay (Leiter des Polizeiabschnitts 55). SPD BürgerBüro, Herrfurthplatz 5

    19:00 Uhr Mahdi e.V.: Gespräch über Integration und Integrations-Barrieren. Café Selig, Herrfurthplatz