Mit Schwanz und Bällen in die nationale Zukunft

via Tante

Was anderes habe ich von den Burschi Jungreaktionären mit nationalistischem Habitus nicht erwartet. Ihr WM Planer im Rahmen des Projekt Zukunft blamiert sie dann aber doch mächtig. Nicht nur in Trier, wo der RCDS eine besonders hochwertige Homepage pflegt. Da wählt man doch lieber das direkte Gespräch und versucht gar nicht erst über seine reaktionäre Arbeit, wie etwa gegen den Bildungsstreik, zu thematisieren. (Männer-) Fußball ist doch eine viel leichtere Kost.

Kritik gegen den WM-Planer, den es selbstverständlich auch zum download als pdf gibt, kommt von allen Seiten. Die Jusos aus Rheinland-Pfalz melden sich. Aber auch gestandene RCDS-ler (MÄNNER!) melden sich kritisch zu Wort. Angeblich weigern sich Mitglieder_innen der Greifswalder Sektion, die WM-Planer zu verteilen. Daß das CDU-Umfeld um die Ernst-Moritz-Arndt-Universität selbst schon einmal die sexistische Kampagne Schwarze Spitze initiert hat, will dort wohl niemensch mehr wissen.

Hintergrund der auch sexistisch gemeinten Kampagne scheint das altbewährte Motto sex sells zu sein. Mit Arsch und ohne Inhalt will der RCDS Bayern und die Jungkonservativen aus Berlin, die einer reaktionären, konservativen Revolution anhängen und deshalb offensiv und getarnt gerne die studentischen Selbstverwaltung an den Berliner Universitäten zerstören, wohl unbedingt in die Schlagzeilen.

Daß sich konservativ patriachale Akademiker_innen an den höheren Schulen zunehmend wohlfühlen und ihren sexistischen Scheiß‘ offen und kritikresistent reproduzieren ist für mich aber nix neues. Schließlich hat sich die Freie Universität und ihr Jungunternehmer_innen Programm schon einmal an angewandtem Sexismus erprobt