Be 4 Scheiße wieder unterwegs?!

Am vergangenen Samstag landete ein Kleinflugzeug mit vier Insassen auf dem Tempelhofer Feld. Der junge und dynamische Jungpilot Manuel R. behauptete nicht nur gegenüber dem Tower in Schönefeld, daß er einen Mototschaden gehabt hätte und in Tempelhof notlanden mußte. Erstaunlicherweise waren aber schon kurz nach der spektakulären Landung, die Kinder, Spaziergänger_innen, Skater_innen und andere Erholungssuchende gefährdete, eine Gang von Senioren von Be 4 Scheiße vor Ort, die Infomaterial zu ihrem Weltkulturerbe Bürgerentscheid verteilten.

Der Pilot war trotz der Aufregung relativ gelassen und ließ sich bereitwillig in Pose ablichten. Den Flugbetriebsfetischist_innen von Be 4 Scheiße, die seit November letzten Jahres in tiefer Trauer versunken schienen, gab er bereitwillig Autogramme. Die zahlreichen Besucher_innen des Tempelhofer Feldes waren dem Piloten offenbar relativ egal.

Ich habe gehofft, dass die Skater und Radfahrer rechtzeitig ausweichen würden.

Ein Motorschaden soll der zwingende Grund gewesen sein, daß Manuel, der Flugfreund Tempelhof nicht nur überfleigen, sondern auch dort landen mußte. Sein Motor soll gestottert haben. Wenn er nicht schnell reagiert hätte, dann wäre er wahrscheinlich abgestürzt. So behauptet zumindest der Pilot. Erstaunlich ist aber, daß die drei Passagiere in dem Viersitzer von der ganzen Aufregung wenig mitbekommen haben wollen. Kein Streß. Keine Unruhe. Alles war ganz normal!

Auch das Verhalten des Piloten nach seiner spektakulären Landung ist mehr als befremdlich. Wie der Tagesspiegel berichtet erzählte er gefaßt von seinem großen Abenteuer. Er betont zwar, daß wir viel Glück gehabt hätten – auch weil die Besucher_innen des Tempelhofer Feldes trotz der leisen Maschine beiseite rannten – aber posiert bereitwillig an der Maschine für Passant_innen und die Presse.

Die war erstaunlicherweise relativ schnell da. Genauso plötzlich, wie die Flugbetriebsfetischist_innen aus dem Nichts mit T-Shirt und Flyer bewaffnet aufgetaucht waren, standen Pressefotografen bereit. Außerhalb des Feldes wurde zusätzlich zu den Aktivitäten der Weltkulturerbe Senior_innen ein Transporter mit noch mehr Infomaterial zum Bürgerbegehren gesichtet.

Sollte dies einу spektakuläre Werbeaktion der Be 4 Scheiße Spinner_innen gewesen sein? Wenn ja, dann wird es für die Rentner_innen wohl sehr teuer. Außerdem muß der Pilot wohl um seine Lizenz fürchten.