No justice – No peace!

Am Tag der Urteilsverkündung im Mordfall Dennis, am Tag eines Fußballspiels, wird der polizeiliche Berufsmenschenjäger Rainhard R. zwar für vorsätzlichen Totschlag verurteilt, darf aber entspannt, existenziell abgesichert und von Justiz, Medien und Angehörigen des Toten völlig unbehelligt nach Hause gehen. Letztere landen am Nachmittag in Gewahrsam. Am Abend – bei einer Kundgebung und Spontandemo zum Urteil – werden sie verprügelt, festgenommen und ihnen wird ihr Transparent brutal gestohlen.

R. saß wahrscheinlich zur selben Zeit zu Hause und feierte die Anerkennung seines Jagdinstinkts, seiner Besessenheit bei der Menschenjagd und seine Verschwörung zur Absprache. Sein Anwalt wird dennoch in Revision gehen. Schließlich ist er ein guter Mensch. Er ist ein erfolgreicher Polizist, der zwar einen Menschen erschossen hat, sich bei seiner Ballerei nicht um Kinder im Umkreis scherrte und nach der Tat so kalt war, seine Kollegen zur Falschaussage und einer erfundenen Geschichte überreden konnte.

Am selben Tag, als die Angehörigen eines durch Polizeibeamten Erschossenen sich im Knast wiederfinden, der schießwütige Polizist zu Hause sitzt und feiert, war Dead Prez in Berlin . . .