. . . und Oranje tritt richtig männlich nach!

Das Endspiel zwischen der spanischen und der niederländischen Nationalmannschaft als Fußballspiel zu bezeichnen, wäre mehr als ein Kompliment. Solch ein Kommentar müßte mit Wahrnehmungsdchwierigkeiten erklärt werden. Die Spielzüge erinnerten eher an Kickboxen, als an gepflegtes Kurzpaßspiel oder irgend eine andere Form den Ball hinundher zu bewegen. Das die Treterei der Niederländer_innen auch noch als deutsche Spielweise bezeichnet wird, ist hierbei nur eine groteske Randnotiz.

Deutsch scheint dann aber auch vor allem zu sein, statt das Mantra der war drin zu bemühen, sein eigenes Versagen und Unvermögen zu treffen dem Referee in die Schuhe zu schieben. Der soll gegen die Niederländer_innen gepfiffen und sie bestohlen haben.

Ernsthafte Sportjounalist_innen verweisen allerdings jede Schiedsrichter-Kritik von seiten der Niederländer_innen ins Land des Selbstmitleids und der Mär‘ von einer englischen Verschwörung. Es war nämlich umgekehrt. Spanien wurde durch die zu laschen Entscheidungen von Howard Webb ganz besonders bestraft. Schon in der ersten Halbzeit hätte De Jong nach seinem groben Tritt mit Rot das Spielfeld verlassen müssen. Der notorische Treter van Bommel wurde ebenfalls zu milde angefaßt. In der zweiten Halbzeit wären Snejder und Robben fällig gewesen. Aber davon passierte nix.

Die Vorwürfe der Niederländer_innen – allen voran van Bommel und Robben – sind nicht nur haarsträubend, sondern entbehren jeder Realität. Ganz im Stile der Jungs aus dem Sportforum grunzen sie gegen den Referee ohne auch nur ansatzweise ihr Unvermögen Fußball zu spielen zu reflektieren.

Snehjder (Rotkandidat) meinte, Webbs Leistung wäre eine Schande für den Fußball. Das stimmt nur bedingt – wenn er statt Webb sich selbst kritisiert hätte, dann wird es nachvollziehbarer. Van Bommel – der wahrhaftig Verwirrte – legt ganz trotzig nach.

Über den Schiedsrichter will ich nicht sprechen. Er hat sehr viele Fehler gemacht, die uns benachteiligt haben. Das hat jeder gesehen.

Nein, eben nicht! Nur die Niederländer_innen und Zuschauer_innen mit einer autistischen Wahrnehmung haben das gesehen. Aber völlig entgleist ist Arjen Robben (Rotkandidat), der nur einen Schuß drauf hat, den er aber nicht anbrigen konnte und der eine 100%ige versemmelt hat.

Einen WM-Final sollte ein Schiedsrichter von Weltniveau pfeifen. Doch er war eine Schande. Nach dem Freistoss von Wesley Sneijder hätte er auf Corner für uns entscheiden müssen. Stattdessen fiel beim nächsten Angriff der Spanier das Siegestor. Iniesta hätte da längst nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen nach seinem Revanchefoul gegen van Bommel.

Super gegrunzt! Nur hätte van Bommel gar nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen. Und De Jong sowieso nicht. Und Sneijder ebenfalls nicht. Nach Robbens Schuß auf’s Tor nach dem Abpfiff hätte auch der große Grunzer duschen gehen müssen . . . Aber was soll’s.

So wird aus dem Gay Sport wieder ein waschechter, richtig männlicher Kampfsport. Eben, wie Kickboxen! Schön deutsch, destruktiv, arrogant und aggressiv. Bloß gut, daß die spanische Nationalmannschaft dann doch noch das Tor gemacht hat.