Definitionsmacht gegen alle!

Der Neuköllner Ex-Satanist und Sprengstofffetischist Roland Ionas Bialke mag es gar nicht, wenn etwas nicht unter Kontrolle ist. Sexualisierte Sprache kann er ebenfalls nicht leiden. Letzteres ist durchaus richtig. Jeder Diskurs und jede Diskussion um Sexismus und Genderdiskrimisierung ist wichtig. Auch die Kritik an dem sexistischen Rapper Massiv muß geführt werden. Insbesondere weil der gestern mehrfach die Grenze verletzt hat. Lächerlich wird es aber, wenn Bialke für sich die durchaus wichtige Definitionsmacht einfordert und sämtliche Gruppen und teilnehmende Einzelpersonen, die er garantiert alle namentlich nennen kann, aus emanzipatorischen Strukturen ausschließen will. Kontrolle ist eben alles! In einem Artikel bei indymedia schreibt er folgendes.

An dieser Stelle gab es eine Grenzverletzung gegen mich! Ich fordere daher meine Definitionsmacht ein und verlange einen Ausschluss aller organisierender Gruppen und Einzelpersonen, sowie aller teilnehmenden Personen, aus allen Freiräumen und emanzipatorischen Demonstrationen. Die Forderung halte ich jeweils solange aufrecht, bis sich die jeweilige Gruppe oder die jeweilige Einzelperson mir gegenüber oder öffentlich zu dem Vorfall erklärt hat.

Mit solch einem totalitären Anspruch gegen alle wird Definitionsmacht ad absurdum geführt und zur Farce. Es entsteht fast der Eindruck, daß Bialke einen Fake gegen die Definitionsmacht inszeniert. Nur dummerweise meint er es ernst. Das ist gruselig und erschreckend zugleich!