Betten, Party und ein Boykott

Neben einem grottenschlechten, übel deutschtümelnden Kommentar von Birgit Schmidt und einem völlig uniformiert, undifferenziert sowie unreflektiertem Artikel zur Fankultur gab es aber auch interessante Beiträge in der aktuellen Jungle World.

Der Beitrag zum Konzert der Toten Hosen, die ich in Gänze und Campino im Besonderen übrigens absolut nicht leiden kann, ist nicht schlecht und sehr interessant. Darin geht es um den (Kultur-) Boykott gegen das einzige demokratische Land Israel in der Region. Mit der Demokratie ist es, egal ob es eine direkte, parlamentarische, nationale oder eine sozialchauvinistische ist, so eine Sache. Sie reproduziert doch nur die alten bürgerlichen Hierarchien und Herrschaftsmuster.

Israel mag die einzige Demokratie im Nahen Osten sein, jedoch versagt auch sie angesichts des Terrors und der existenziellen Gefahr. So wie auch im Westen Demokratie nicht für emanzipatorische Gerechtigkeit und das Ende ethnischer, sozialer, sexistischer und homophober Diskriminierung gesorgt hat, ist auch Israel kein Land in dem Milch und Honig für alle fließt. Aber wenigstens droht nicht der Strang, die tödlichen Steine oder andere Strafen für das Ausleben individueller Freiheiten . . .