Gegen rassistische Konstruktionen und Zuschreibungen

Veranstaltungsreihe Playing in the dark oder Die Rassismus-Falle der Werkstatt der Kulturen, empfohlen vom Schwarzen Blog

»Spieglein, Spieglein an der Wand – wer ist der Integrierteste im ganzen Land?«
27 / OKT / 2010, 19 Uhr, Saal

Die Auftaktveranstaltung erörtert die mit dieser Fragestellung einhergehenden Konsequenzen für das Selbstverständnis von Angehörigen kultureller Minderheiten in Deutschland: Schockstarre & Selbsthass oder Solidarität & Widerstand? Wie fühlt man sich angesichts allgegenwärtiger, als sachlich getarnter, pauschalisierender Bilder über sich selbst? Was tun, mit »guten« und »schlechten« Fremdzuschreibungen? Was passiert in Deutschland, wenn kom­plexe gesellschaftliche Herausforderungen »ethnisiert« oder »kulturalisiert« werden?

Der (Selbst)Definitions-Druck droht übermächtig zu werden. Immer häufiger orientieren sich Angehörige ethnischer oder kultureller Minderheiten an der in der Mehrheits­gesellschaft versteckt oder offen diskutierten Frage: »Spieglein, Spieglein an der Wand – wer ist der Integrierteste im ganzen Land?«

Naika Foroutan, Migrationsforscherin HU Berlin
Kien Nghi Ha, Politik- und Kulturwissenschaftler
Anetta Kahane, Vorsitzende der »Amadeu-Antonio-Stiftung«
Mekonnen Meshgena, Leiter der Abteilung »Migration & Diversity« Heinrich-Böll-Stiftung
Maryam Stibenz, Integrationsbeauftragte des Bezirkes Berlin-Mitte

Moderation: Michel Friedman