Archiv für Oktober 2010

Betten, Party und ein Boykott

Neben einem grottenschlechten, übel deutschtümelnden Kommentar von Birgit Schmidt und einem völlig uniformiert, undifferenziert sowie unreflektiertem Artikel zur Fankultur gab es aber auch interessante Beiträge in der aktuellen Jungle World. (mehr…)

Deutsch muss sterben

Slime hat eben noch immer Recht. Ihr Titel Deutschland muss sterben bezieht sich zwar auf ein Nazi-Denkmal in Hamburg. Aber die Forderung des Songs ist auch heute notwendig. In Zeiten, in denen Deutschland meint, seine Vergangenheit bewältigt zu haben und etwa das Deutsche Historische Museum dafür kritisiert wird, dass es den NS als gesamtgesellschaftliches Phänomen der Deutschen in seiner neuen Ausstellung Hitler und die Deutschen. Volksgemeinschaft und Gewalt darstellt und damit eben nicht Hitler als den Verführer und alleinigen Schuldigen an der Ermorderung von 6 Millionen Jüd_innen. Anlass für diesen Artikel ist aber nicht ein erneuter rassistischer Übergriff, Brandanschlag oder eine Nazi-Demo, sondern ein Artikel in der sonst so antideutschen Wochenzeitung Jungle World, nämlich der Kommentar Der Campus im Ghetto von Birgit Schmidt. Dabei möchte ich mich in die Reaktionen und Kommentare bei Facebook und Twitter einreihen und etwas näher auf den Inhalt des Jungle World-Beitrags eingehen. Denn der im Duktus einer Kristina Köhler daherkommende Kommentar ist mir einfach zu deutsch. (mehr…)

„Schützen wir die Polizei vor Verdruß und Schererei!“

Großprojekte wie Stuttgart 21, die neu entfachte Diskussion um die Kernenergie, sich verschärfende soziale Schieflagen, Integrationsprobleme und eine zunehmende Gewaltbereitschaft stellen die Polizei vor nicht mehr zu bewältigende Aufgaben […] Dabei tragen meine Kolleginnen und Kollegen die Uniform nicht aus Spaß. Ihnen begegnet ein Klima der Respektlosigkeit und Feindseligkeit. Schon Kinder, aber vor allem Jugendliche und Heranwachsende, machen keinen Hehl daraus, dass sie insgesamt, aber auch in dem von ihnen beanspruchten Gebiet, die Regeln des Staates und den bürgerlichen Gemeinsinn nicht akzeptieren oder nicht als existent ansehen.

Konrad Freiberg heult rum. Alles Gewalttäter – Außer die Polizei!

Mein Name ist Mensch!

Es ist ekelhaft, wie Menschen immer wieder ethnisch, religiös und rassistisch sowohl sprachlich, als auch politisch diffamiert und marginalisiert werden. (mehr…)

Fankultur verteidigen!? Gemeinsam demonstrieren?

Morgen werden in Berlin verschiedene Fan- und Ultràgruppen gegen Repression und Kommerzialisierung des Fußball und für den Erhalt einer bunten, heterogenen sowie vielseitigen Fankultur auf die Straße gehen. Die Demonstration soll der Auftakt einer Kampagne Zum Erhalt der Fankultur sein. Neben der Liste der Unterstützer_innen, die sich zumeist aus Ultràgruppen jeglicher Couleur und Ausrichtung zusammen setzt, wächst auch die Zahl der Kritiker_innen. (mehr…)

Im November ins Wendland!

Castor schottern

Die Atomindustrie macht (zivilrechtliche) Verträge mit der bundesdeutschen Regierung und sichert sich Steuereinsparungen auch nach einem Regierungswechsel in Berlin. Stadtwerke, ökologische Stromanbieter_innen und freie Projekt werden marginalisiert und an den Rand ihrer Existenz gebracht. Die einzigen Oligarchen Deutschlands haben vorerst gewonnen. Doch die rechnung ist noch nicht präsentiert! (mehr…)

Deutsche! Heiratet mehr Deutsche!


Wie ist es zu erklären, daß zwischen Ost und West immer noch ganz wenig geheiratet wird. Da geht’s ja in erster Linie um die jungen Leute. Also, es wird wesentlich öfter, werden Ehen mit Ausländerinnen oder Ausländern eingegangen, als das Deutsche Ost und West miteinander heiraten. Und da sind ja die Banken nicht dran schuld.

Presseklub, 3. Oktober – ca. 37. Minute (mehr…)

Das Quartiermanagament Schillerpromenade feiert ohne Anwohner_innen!

Das Quartiersmanagment Schillerpromenade hat vor Wochen inoffiziell ein Straßenfest in der Okerstraße polizeilich angemeldet. Am vergangenen Samstag fand es nun statt. Eine Woche vorher gab es einige wenige Plakate. Informationen an die Anwohner_innen gab es spät. Die motorisierten Bewohner_innen bekamen erst einige Tage vorher die Information, daß sie ihre Fahrzeuge zu entfernen hätten. So mußten einige kurzfristig abgeschleppt werden. (mehr…)

„Dort, unter Deutschen, hat er keinerlei Verfolgung mehr erlebt.“

In der letzten Ausgabe der Jungle World wurde die Autobiographie von Arye Sharuz Shalicar besprochen. Der jüdische Iraner, der in Berlin aufgewachsen ist, nach der Schule nach Israel ging und heute Sprecher der israelischen Armee ist, erzählt darin seine Leidensgeschichte in Deutschland im Allgemeinen und im migrantisch arabisch dominierten Wedding im Besonderen. Im Zentrum des Buches steht die antisemitische Erfahrung als junger Mann, die Shalicar in seinem arabischen Freundeskreis erfährt, als diese bemerken, daß er nicht nur Iraner ist, sondern auch Jude. Der Antisemitismus der weißen Deutschen kommt kaum vor. Die Mehrheitsgesellschaft im Umkreis von Shalicar ist eine migrantische und arabisch. (mehr…)

Scheiß‘ auf Deutschland! Gegen die Nation!

Das wiedervereinigte Deutschland feiert sich selbst dermaßen belanglos und uninteressant, daß es schon beinah zu viel der Aufmerksamkeit wäre, sich damit zu beschäftigen. Die aktuelle Ausgabe der Straßen aus Zucker macht es und das nicht mal schlecht. (mehr…)