ברוך אתה ה‘ ברוך אתה ירושלים

Ich mag Jerusalem. Ich liebe die Stadt. Auch wenn es mit der Altstadt einen Ort gibt, der, wie bei Menschen, Esel und Kamele zu lesen ist, besser als überdachte Fundamentalist_innen-Anstalt umgebaut werden sollte. Die Beschreibung zur Situation in den kleinen Gässchen ist auch nicht schlecht.

Viele religiöse Fanatiker_innen von hunderten verschiedenen Konfessionen sind in der Altstadt Jerusalems zu beobachten, wie sie beten, Kreuze tragen, weinen, sich um Kerzen zanken, Gegenstände auf ein Holzbrett legen, damit sie heilig werden (ganze Plastiksäcke werden dafür angeschleppt) usw usf. Sehr interessant das Ganze; und alle erheben den Wahrheitsanspruch für sich und bekriegen sich mit allen anderen, ob fromme Muslima_e, Christ_innen aller coleur, und Jüd_innen von gemäßigt bis Ultra-orthodox, denen bis auf schlafen und essen (in Maßen!) und Thora usw. lesen ALLES verboten ist bzw. sich selbst verbieten. Von Autofahren und Zeitung lesen bis hin zu Eiscreme essen. Das sind natürlich nur wenige ganz arg Strenge. Üblich ist allerdings der (tägliche) dank an Gott nicht als schmutzige Sünderin (sprich Frau) geboren worden zu sein. Nunja. Gibt lauter solch kleine Anekdötchen…

Diese Beschreibung trifft die Stadt in der ein_e nicht über das Kuckucksnest, sondern in die Wüste flog und nicht selten als Maria, Johannes oder sonst einem Propheten zurückkehrt, besonders gut. Mensch nennt diese besondere religiös phsycholigische Psychose oft Jeruslem Syndrom. Dieser Jesus aus Nazareth muß der erste gewesen sein, dem es ähnlich erging, wie heutzutage den ganzen anderen Erleuchteten.

Naja, wie gesagt, ich mag die Stadt Jerusalem trotzdem. Vielleicht auch gerade wegen der Spinner_innen. . .