Fußball, Nazis und der BFC!

Football against Racism Fußball ist Breitensport. Jede_r kann Fußball spielen. Fußball ist ein kollektiver Sport. Jede_r darf Teil des Kollektivs sein. Jenseits von Nation, Rasse und Geschlecht! Fußball braucht aber auch einen kollektiven Gegner. Der muß besiegt werden. Fußball schweist zusammen. Auf dem Platz und im Umfeld! Deshalb war Fußball Volkssport. Fußball war nie frei von politischen Interessen. Das Kollektiv kämpft gemeinsam gegen einen Feind! In der Mannschaft und seinem Umfeld sind aber alle gleich!

Kampf um die Stadionkurve

Seit den 80iger Jahren entdecken Nazis den Fußball als Rekrutierungsfeld. Michael Kühnen, Nazi-Ikone und Mitbegründer der Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei (FAP), schreibt in seinem Rundbrief Die innere Front, daß der Kampf um die Stadionkurve aufgenommen werden sollte. Die Hamburger Aktionsfront Nationaler Sozialisten / Nationale Aktivisten (ANS / NA) sollte in seinem Auftrag, den Einfluss auf Skinheads, Fußballfans usw. auszudehnen.

Bis heute wird Fußball und insbesondere das Fanumfeld bewußt von Nazis benutzt. In einem Interview mit dem Fußball-Magazin Rund, was Goalie gefunden hat, erläutert Gabriel Landgraf, wie wichtig der Fußball zur Vernetzung von Nazigruppen untereinander und der Rekrutierung des rechtsextremen Nachwuchses war. Landgraf selbst ist Nazi-Aussteiger, ehemaliger Betreiber des rechten Berliner Infoportals und Mitbegründer der Kameradschaft Berliner Alternative Südost (BASO), die engen Kontakt zum Märkischen Heimatschutz pflegte.


Wir hatten einen Bolzplatz, auf dem wir wöchentlich zum Kicken einluden. Wenn da einer war, aus dem man was machen konnte, hat man ihn zum Fußball eingeladen, danach wurde noch gegrillt und Bier getrunken. So werden die 15-, 16-Jährigen geködert und rekrutiert. Zum Fußball haben wir speziell die Jugendlichen eingeladen, die noch nicht so gefestigt waren. Danach wurde aussortiert, mit wem kann man was anfangen, mit wem nicht. Beim nächsten Mal hat man den Nachwuchs dann zum Spiel ins Stadion mitgenommen oder zu einer Demo. So funktioniert das heute noch.

Seit den 90iger Jahren gab es zunehmend Bestrebungen die Nazihegemonie in den Stadien zu brechen. Antirassistische und antifaschistische Fangruppen setzten sich gegen den rechten Konsens, gegen Rassismus, Faschismus und Ausländerfeindlichkeit offensiv zur Wehr. Im Jahr 1993 gründete sich das Bündnis antifaschistischer Fanclubs und Faninitiativen (BAFF), das 1995 in Bündnis Aktiver Fußballfans umbenannt wurde.

Trotzdem änderte sich seitdem nicht viel. Kameradschaften sind immer noch in den Stadien. Rassismus, Faschismus, Antisemitismus und Sexismus sind weiterhin identitässtiftende Komponenten in vielen Fanszenen. Zwar werden die rechten Ressentiments nur noch selten in den Oberen drei Ligen gepflegt. Das Phämonen ist aber immer noch nicht verschwunden. Insbesondere in den unteren Ligen tummeln sich militante Nazis und rechtsoffene Hools. Da kann es schon einmal passieren, daß sogenannte Fans ein menschlichen Hakenkreuz im Block bilden, daß sich eine sächsische Mannschaft in der Kreisklasse mit dem Hitlergruß in Stimmung bringt, ein Freizeitteam sich den Namen Jungsturm Löbau / Zittau gibt oder ein Amateurtorwart mit der Rückennummer 88 aufläuft.

Die neue Taktik der Nazis ist es aber, wie es schon in Freiwilligen Feuerwehren vorzüglich funktionierte, sich in verantwortliche Positionen in vorhandenen Sportvereinen zu engagieren oder gleich selbst eigene Klubs zu gründen. Es geht ihnen darum aus der Mitte der Gesellschaft zu agieren und so die Auseinandersetzung mit den vielfach als privat angesehen politischen Ansichten zu unterlaufen. Getreu dem Motto, der hat soviel für den Verein getan, der kann kein Nazis sein, scheuen regionale Vereine die Auseinandersetzung mit den Nazis. Statt Sozialarbeit zu fördern wird so der Nazilifestyle geduldet.


Opa bei den Nazis, Vater bei der Stasi, ich beim BFC

In Berlin gibt es hinsichtlich der Verbindungen zu Nazis eine langjährige Konstante. Der Berliner Fußball Club Dynamo (BFC) steht für eine rechte Kurve. Der Verein selbst gilt als rechtsoffen und wird zum Teil von Neonazis gesponsert. Die ausschlaggebenden Namen sind Andre Sommer, Rayk Bernt – beide vom Motorclub Hells Angel’s. Rainer Lüdtke ist der Fanbeauftragte des BFC. Peter Meyer, mächtiger Wirtschaftsratsvorsitzender und Hauptsponsor des Vereins, ist wegen Verwenden von Zeichen verfassungsfeindlicher Organisationen (§86a) vorbestraft und wurde für einen Platzsturm beim Spiel gegen den SV Babelsberg 2004 angeklagt, aber freigesprochen.

Der Dauer-DDR-Meister und die sportliche Zweigstelle von Mielkes Staatssicherheit zog schon zu realsozialistischen Zeiten gewalttätige und rechtsoffene Hooligans an. Am 17. Oktober 1987 überfielen BFC Hools, unter ihnen Jens Uwe Vogt, zusammen mit Westberliner Nazis in einer gesamtdeutschen Aktion ein Punkkonzert in der Zionskirche. Sie stürmten mit Sieg Heil in die Kirche, gröhlten Juden raus aus deutschen Kirchen und wollten rote Punks aufmischen, aufklatschen und aufrauchen.

In der antifaschistischen DDR konnte das Problem mit Neonazis nun nicht mehr länger verdrängt werden. Der Schauprozeß änderte jedoch wenig. Das Gewalt- und Naziproblem beim BFC blieb. Im November 1989 überfielen 500 Berliner in Jena eine Tankstelle und prügelten sich mit der Polizei. Ein anderes Mal überfielen jugendliche BFC-Fans ein Asylbewerberheim in Greifswald. Am 3. November 1990, beim Spiel gegen Sachsen Leipzig, kam es zu schweren Krawallen, wobei der 18 jährige Dynamofan Mike Polley starb.

In den 90iger Jahren geht es mit dem in Fußballclub Berlin umbenannten Verein nicht nur sportlich abwärts. Viele Fans verabschieden sich. Es bleibt lediglich der harte Kern. Die Rückbesinnung auf den alten Namen im Jahr 1998 ändert deshalb wenig. Die Rechte am alten BFC Logo waren verloren gegangen. Die beiden Hells Angel’s Andre Sommer und Rayk Bernt sicherten sie sich für einen Spottpreis.


Staatlich verfolgt seit 1979

Diese beiden Rocker sind wichtige Schnittstellen zwischen rechten Rockerkreisen, der BFC Fansszene und Nazistrukturen in Berlin, insbesondere in Lichtenberg / Hohenschönhausen. Sommer ist Inhaber der Dynamo Fankneipe Berliner Fußballcafé mit dem angeschloßenen Tattoostudio Ostsektor. Die Gaststätte Germanenhof und der angeschloßene Schmuckladen Odins Klinge, sowie der Laden Kategorie C ebenfalls mit angeschloßenem Tattoogeschäft, gehören ebenfalls Sommer.

Die Lichtenberger Kneipe Berliner Fußball Café ist offizieller Fanshop des Fußballklubs BFC Dynamo. Hier treffen sich Fußball-Hooligans, Rocker und organisierte Neonazis. Die Kneipe ist das Stammlokal des Neonazi-Kaders Oliver Schweigert, die Hooligan-Gruppe 79er trifft sich hier, bei einer Razzia im Oktober 2003 bei einem „Tag der Germanen“ fand die Polizei unter anderem mehrere Mitglieder der Neonazi-„Rocker“-Gruppe „Vandalen“ vor. Im hinteren Bereich der Kneipe befindet sich der Tattoo-Shop Ost-Sektor. Bei einer weiteren Razzia im Oktober 2003 wurden hier mehrere Utensilien in Form von Hakenkreuzen und eine Reichskriegsflagge gefunden.

Weitere Information in Fight Back #3 (pdf)

Oliver Schweigert war nicht nur Mitglied der inzwischen verbotenen Kameradschaft Tor und der Nationalen Alternative (NA), sondern ist auch BFC-Hooligan und Brücke zwischen Nazis und Fans.

Rainer Lüdtke, seit der Rückbesinnung 1999 Fanbeauftragter des BFC, hat mit dem 3. Oktober als Tag der Germanen und der Reichskriegsflagge wenig Probleme. Die Reichskriegsfahne, so meint er, sei von den Nazis missbraucht worden. Außerdem müsse, so Lüdtke, sich niemand dafür schämen Germane und stolz auf sein Land zu sein.

Lüdtke ist Altfan, nach Eigenangaben seit 1974 beim BFC und steht der Fangruppe 79er nahe. Die hat sich 2005 organisiert und besteht zumeist aus Fans des älteren Jahrgangs, die sich seit den Siebzigern kennen. Er gründete zusammen mit dieser Fangruppe den Problemfan Fonds, der sich durch den Verkauf des Problemfan-Shirt und Spenden finanziert. Ziel des Fonds ist es Dynamo Fans zu unterstützen, die von staatlicher Seite immer mehr in die kriminelle Ecke getrieben wurden. Als Fanbeauftragter ist Lüdtke außerdem Inhaber und Verantwortlicher für eine offizielle BFC Fan Homepage. Auf dieser sind die bekannte Hooligan Marke Hoolywood und der rechtsoffene Merchandiseversand Sport frei als Sponsoren aufgeführt.

Die 79er treten, neben ihrem Engagement für Problemfans, als Sponsor der Jugendmannschaft von Dynamo in Erscheinung. Dort regierte bis 2007 der immer noch schlagfertige Ex-NPDler Ralf Wurzel als Jugendleiter und Verantwortlicher für die Finanzen. Er wurde letztes Jahr durch Jürgen Kayser ersetzt.

Hooligans erziehen Hooligans

Die Fanszene ist tief in den Nazistrukturen Berlins verwurzelt. Das Berliner Fußballcafé, die Fankneipe des BFC, sowie die anderen Etablissements von Sommer / Bernt, sind offene und regelmäßige Treffpunkte für Nazis in Lichtenberg.

Im Verein sieht es nicht viel anders aus Seit zwei Jahren bemüht sich der Verein sein Image zu verbessern. Trotzdem werden die Verbindungen der Fanszene zum rechtsradikalen Milieu abgewiegelt, geleugnet, geduldet und zum Teil integriert.

Die Finanznot zwang lange jeden Sponsor und jede unbürokratische Spende unhinterfragt anzunehmen. So schaffte es Sommer im Jahr 2001 zum Interimschef des BFC, als ein 7 Mio. Loch auftauchte. Zusammen mit seinem Kompagnon Rayk Bernt, Sommers Mann für’s Geschäft, übernahmen sie das Präsidium. Auch nach seiner Ablösung an der Dynamo Spitze blieb Sommer im Verein lange nicht nur als Fan und Sponsor aktiv. Er war bis 2006 für den Ordnerdienst verantwortlich und setzte dort seine rechten Rocker ein. Bis heute Lange war er mit seinem Germanenhof Sponsor des Fußballclubs. Der Verein will aber offenbar alle Verbindungen zu Sommer kappen. Das BFC Logo konnte erfolgreich zurückgekauft werden. Die Rechte hält nun Thomas Thiel von der Treasure AG.

Peter Meyer ist es, der sich ganz besonders hart um die Verbesserung des Images des BFC Dynamo bemüht. Er tritt mit seiner Firma Inifinity nicht nur als neuer Hauptsponsor auf, sondern ist auch Wirtschaftsratsvorsitzende des Vereins. Meyer selbst ist wegen Verwendes von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorbestraft und war wegen Platzsturm beim Spiel gegen Babelsberg 03 angeklagt, wurde aber freigesprochen. Laut Mario Weinkauf soll Meyer mit Thor Steinar über die Merchandisevermarktung verhandelt haben. Der Plan war wohl das Vereinslogo von Andre Sommer zurückzukaufen, die Produktion der Fanartikel an die MediaTex GmbH abzugeben und die Einnahmen zwischen dem Verein, dem Naziklammottenlabel und Andre Sommer gleichberechtigt aufzuteilen. Meyer streitet dies aber vehement ab.

Von einer Distanzierung von der rechten Fanszene und den Nazis im Verein kann nur bedingt die Rede sein. Lüdtke will zwar konsequent mit Stadionverboten gegen (rechtsradikale) Krakeeler vorgehen. Im Jahr 2008 sollen es, laut Vereinsangaben, schon 47 gewesen sein. Meyer droht ebenfalls damit, daß er rausschmeißt, wer gröhlt. Doch passiert ist bisher wenig. Ob dies aber ausreicht, um die gewachsenen Strukturen zwischen der Fanszene des BFC Dynamo und Neonazis in Lichtenberg, maßgeblich zu erschüttern, bleibt fraglich.

Wenn das erste Lichtlein brennt . . .

Fußball kann ein Zusammentreffen von Sportler_innen sein, die sich kollektiv jenseits von ausgrenzenden Attributen messen. Fußball ist eigentlich offen für jede_n. Unabhängig von seinem sozialen Status, seiner Herkunft, seiner Sexualität und seines Geschlechts. In den seltensten Fällen ist dies aber so!

In Berlin steht der BFC Dynamo für vieles, was so widerlich an Fußball ist. In seinem Umfeld organisieren sich seit Jahren Rassist_innen, Antisemit_innen und Nazis. Die Fanszene ist nur nicht nach rechts offen, sondern bietet mit seiner Fankneipe Berliner Fußballcafé, dem Restaurant Germanenhof, dem Laden Kategorie C und den dazugehörigen Tattostudios einer rechten Subkultur im Bezirk Lichtenberg Räume und ist deshalb für rechte Strukturen im Bezirk unabkömmlich.

Am 6. Dezember wollen sogenannte Kameradschaften zusammen mit der NPD für ein nationales Jugendzentrum durch Lichtenberg marschieren. Was damit gemeint ist, kann mensch sich gut vorstellen. Ein Nationales Jugendzentrum wäre Ausgangs- und Rückzugspunkt für militante Angriffe auf mißliebige Menschen. Es böte Infrastruktur für Nazi-Konzerte und Schulungsveranstaltungen sowie stünde zur Rekrutierung des Nazi-Nachwuches zur Verfügung.

Am 7. Dezember kommt der BFC Dynamo zum Derby bei Tennis Borussia und seinen linksalternativen Fans. Mindestens 1.500 Dynamos werden erwartet. Darunter sollen sich dieses Jahr, neben den üblichen 79er Hools, den rechten Freunden der dritten Halbzeit und unorganisierten Nazis, aufgrund des Aufmarsches einen Tag vorher eine große Zahl von rechten Fangruppen aus dem gesamten Bundesgebiet befinden.

Der Naziaufmarsch, der Protest dagegen und das Spiel Tennis Borussia vs. BFC Dynamo sind unserer Meinung nach miteinander verknüpft. Erstens geht es darum Nazis in die Schranken zu weisen und ihnen klar zu zeigen, daß sie sowohl im Stadion, als auch auf der Straße unerwünscht sind. Zweitens messen die Sicherheitsorgane beiden Ereignissen eine derart große Bedeutung bei, daß sie sie terminlich voneinander trennen. Deshalb gehört für uns der Protest gegen den Naziaufmarsch am 6. Dezember untrennbar mit dem Fußballspiel am Sonntag zusammen.

Nazis haben weder auf der Straße, noch im Stadion etwas zu suchen!

Am Samstag gilt es den Aufmarsch durch zahlreichen, vielfältigen und lautstarken Widerstand zu blockieren und den neonazistischen Ausflug zu einem Desaster zu machen. Am Sonntag soll, der in dieser Saison bisher ungeschlagene Verein Tennis Borussia, kreativ, lautstark und entschloßen im Mommsenstadion unterstützt werden. Erteilen wir Antisemitismus, Rassimus und Homophobie im Fußball und überall kraftvoll eine Absage!


Nazimaufmarsch am 6. Dezember
blockieren. sabotieren. verhindern!

10.00 Uhr zum S-Bahnhof Karlshorst (S3)
11.00 Uhr zum U-Bahnhof Tierpark (U5)

Am 7. Dezmeber! Support TeBe!
Tennis Borussia vs. BFC Dynamo

14 Uhr, Mommsenstadion (S Messe Süd)

. . . Antifa-Event statt Nazi-Advent!


37 Antworten auf „Fußball, Nazis und der BFC!“


  1. 1 jan 03. Dezember 2008 um 1:17 Uhr

    gut recherchierter text. da kann man tebe nur die daumen drücken oder – noch besser – einfach mal wieder vorbeigehen. zumal es nicht nur darum geht, übergriffe von bfc‘ern zu verhindern, sondern auch darum, dass sympathische clubs wie tebe, bei denen das fußballgucken noch spaß macht, endlich mal wieder eine liga höher spielen. wenn sie dieses spiels gewinnen, sieht es verdammt gut für sie aus!

  2. 2 cooligan 03. Dezember 2008 um 19:40 Uhr

    ich weiss dass ich gelöscht werde, aber laber hier keinen müll, man man

  3. 3 Magic-Olaf 03. Dezember 2008 um 20:40 Uhr

    @Jan
    Gut recherchiert sieht anders aus.
    „Könnte…, böte…, soll…, sollen sich befinden…“
    Komm einfach mal ins Sportforum und sieh Dich selber um,
    anstatt vom hören sagen zu berichten.

    Freiheit ist immer die der Andersdenkende!
    Von wem das ist, sollte Euch bekannt sein.

  4. 4 dynamoman 03. Dezember 2008 um 20:48 Uhr

    Wie krank muss man indieser Gesellschaft sein um so einen Müll hier zu schreiben!!!Wir sind nicht alles Nazis!Oder ist Herr Uluc (Türke)auch einer!!!

  5. 5 Thomas 03. Dezember 2008 um 21:44 Uhr

    Liebe Leute von Dynamo, wie wäre es wenn ihr mal ein paar Gegenargumente bringt, anstatt einfach nur auf äußerst niedrigem Niveau zu behaupten dass die Recherche nicht gut ist? Das rumtrollen und spammen könnt ihr euch sparen!

    Wo im Text ist die Behauptung zu finden, dass jeder BFC‘ler mit Sicherheit ein Neonazi ist?

  6. 6 ... 03. Dezember 2008 um 23:39 Uhr

    Es ist schon komisch. Auf der einen Seite wird BFCern zur Last gelegt, dass sie politisieren würden (was ich als reglmäßiger Besucher so nicht bestätigen kann), andererseits wird Jahr für Jahr so ein Arschaufriss seitens der politisch linken gemacht.

    Kann man nicht einfach Fussball Fussball sein lassen und Politik Politik sein lassen?

    Was mich besonders stört ist, dass das hier wirklich keine gute Recherche ist.

    Belegen kann man sowas schwerlich, da bekannt sein dürfte, wie die Presseberichte in der Vergangenheit ausgefallen sind. Langsam bessert sich das aber.

    Vielleicht möchte ja der Autor des Blogs mal eine Zeit lang zu Spielen des BFC kommen, sich mit den 79ern, den „Freunden der 3. Halbzeit“, Peter Meyer, Rainer Lüdtke und den anderen im Blog genannten Personen unterhalten um sich ein eigenes Bild zu machen.

    Ich möchte ja fast meinen Hintern darauf verwetten, dass das Bild des Autors danach ein wenig bis ganz stark anders aussieht.

  7. 7 kuba 04. Dezember 2008 um 0:02 Uhr

    @kartoffelbowling:
    finde es gut, dass du sachlicher antwortest als die anderen bfc´er die bis jetzt hier etwas geschrieben haben.
    natürlich gibt es auch fans beim bfc, die nichts mit nazis zu tun haben.
    aber es gibt halt auch ne menge nazis, die dies auch offen raushängen lass.
    außerdem würde ich mal behaupten, dass die allermeisten sprüche, wie fotze, schwuchtel jude oder kanacke bei spielen von sich lassen. leider wird so was besonders beim fußball als normal gesehen. ist es aber nicht! hier handelt es sich homophobes, sexistisches, antisemitsiches und rassistisches verhalten, welches von den allermeisten fans hingenommen oder sogar mitgegrölt wird.
    über das hooligan-problem muss erst gar nicht sprechen. nur soviel:
    der bfc hat über 400 fans der kategorie b und c. und das bei einem zuschauerschnitt von ca. 600…….
    @alle: man wird ja am sonntag sehen, wie sich die leute vom bfc so verhalten werden…….
    das wars erst einmal von mir.

  8. 8 aka 04. Dezember 2008 um 0:03 Uhr

    es wird dem BFC Dynamo nicht vorgeworfen zu politisieren, sondern daß er und vor allem seien fanszene ene konstante in der rechten szene von lichtenberg ist. das sich dies bessern mag, will keiner in abrede stellen! so recht glauben, können wir dies aber nicht!

    wenn in hohenschönhausen im sportforum irgend wann in der kurve transparente gegen gewalt, rassismus, antisemitismus, sexismus und homophobie auftauchen, dann würden wir eventuell kommen. eine glaubhafte, offizielle distanzierung von den rechten strukturen im „berliner fußball café“ und anderen BFC fanstrukturen wäre ebenfalls ein schritt.

    aber, es hat sich schoneinmal etwas verändert. manchmal dauert dies länger. vielleicht beim BFC sehr lange. wer weiß.

  9. 9 kuba 04. Dezember 2008 um 0:06 Uhr

    @…
    schreib doch bitte, welche punkte schlecht recherchiert sind. ist doch nicht zu viel verlangt. würde mich echt mal interessieren. wenn du so gut informiert bist, dann behalt das doch nicht für dich!
    kannst du auch bitte schreiben, was meyer und co so für typen sind. scheinst sie ja sehr gut zu kennen.

  10. 10 kuba 04. Dezember 2008 um 0:10 Uhr

    um die schlechte stimmung hier mal rauszunehmen, könnten die „normalen“ bfc-fans mal schreiben, was sie bisher gegen nazis und hooligans in ihren reihen so gemacht haben und was sie demnächst noch so machen wollen (wenn es kein geheimnis ist;-)

  11. 11 steve 04. Dezember 2008 um 2:35 Uhr

    @kuba:

    nur mal 3 beispiele für miserable „recherche“ (ich würde es eher propaganda oder rufmord nennen, aber was solls):

    1.) die „79er hools“: ex-hools, maximal.
    2.) die „rechten freunde der 3. halbzeit“: besagte gruppe ist ein sehr lockerer haufen von ex- und noch aktiven hools. darunter auch j.u.vogt, der übrigens nie (wie seit jahren immer wieder von antifa-seite behauptet) nazi-kader war. die fd3hz sind keinesfalls mehrheitlich rechts, schon gar nicht rechtsaußen. politik spielt bei denen so gut wie keine rolle (und es gibt sogar den einen oder anderen „trehbühnler“, der klar links steht).
    3.) „wenn in hsh im sportforum transparente gegen…auftauchen“: seit jahren hängt bei bfc-spielen regelmäßig z.b. eine norwegische fahne mit der aufschrift „berlin 1936 – tak norge (danke norwegen)“. zur erklärung: bei der olympiade 1936 spielte nazideutschland im viertelfinale gegen norwegen und verlor 0:2. der legende nach hat der gröfaz, nachdem er diese „schmach“ live miterleben musste, nie wieder ein fußballspiel besucht.
    die „thälmann-kolonne“ (musik paul dessau) ist seit jahren (jahrzehnten?) fester bestandteil der bfc-folklore. die 2. strophe beginnt wie folgt: „dem faschisten werden wir nicht weichen, schickt er auch die kugeln hageldicht…“. übrigens auch sehr populär bei o.g. fd3hz.

    apropos spanien: was mich an (teilen der) radikalen linken so nervt, ist deren permanente anmaßung, andere in politische kategorien einzusortieren. nach der devise: wir definieren, wer/was rechts ist (im prinzip alles, was nicht nicht unserer linie entspricht, bzw. jede(r), der/die nicht 100% unserer meinung ist/sind). irgenwie erinnert mich das stark an die stalin-fraktion im spanischen bürgerkrieg, die ab 37 reihenweise „linksabweichler“ exekutierte.

    an diese, wie auch an die braunen spinner (die beim bfc EINDEUTIG in der minderheit sind) ein fröhliches no pasaran!
    steve

  12. 12 bärbel 04. Dezember 2008 um 4:50 Uhr

    jaja, alles lügner hier. und die ham alle nich die wende mitjemacht. wir tollen bfc‘er, die doch in wirklichkeit alle total lieb und harmlos sind… was is‘n das – abjesehn vom argumentfreien gepöbel – für eine gequirlte scheiße?

    @authors: meyer wurde in zweiter instanz wg. des platzsturms in bahbelsberg nicht freigesprochen, sondern nach der zahlung einer recht hohen summe an das opfer einjestellt – soweit der buschfunk.

  13. 13 Machnow 04. Dezember 2008 um 9:00 Uhr

    @steve: „die freunde der dritten halbzeit“ (wie der name schon sagt) und die „79er“ hatten / haben mit gewalt zu tun. dies ist für mich inakzeptabel und hat beim fußball nix zu suchen!

    jens uwe vogt war bei einem überfall dabei, bei dem antisemistischen parolen gerufen wurden. er hatte in west-berlin kontakte zur neonazis szene. ob er kader war, oder nicht mag eine ungenauigkeit sein, aber die tendenz geht eindeutig ins militante, rechte milieu. wenn vogt immer noch zu spielen kommt und zu den „freunden der dritten halbzeit“ gehört, frag ich mich, wo die abgrenzung zu gewalt, antisemitismus, rassimsus und sexismus sein soll.

    es bleibt dabei, es gibt beim BFC eine tendenz zur gewalt und zur rechtsextremen szene. deutschnationale ideologie ist teil eines teils der fanszene. das „berliner fußball café“ zählt zu lokalitäten, wo rechtsextremes und menschenverachtendes gedankengut geduldet wird.

    und was heißt, apropos spanien? spanien kommt im artikel nicht vor. das dieser blog äußerst kritisch mit dem staatssozialismus, der aktuellen regeirung und ihren parteien, sowie manchen strömungen in der linken umgeht, ist unübersehbar!

    @kartoffelbowling: die polizei hat das spiel zu einer nachfolgeveranstaltung des naziaufmarschs gemacht. es wurde auf bitten der staatlichen behörden verlegt. ich hätte nix dagegen gehabt, wenn das spiel trotzdem am 6. dezember stattgefunden hätte. dann wären die nazis mit ihrem aufmarsch beschäftigt und beim derby wäre das spitzenspiel auf dem rasen aussschlaggebend gewesen. das soll es auch jetzt sein!!!

  14. 14 aka 04. Dezember 2008 um 9:36 Uhr

    der beitrag verfolgt eine langjährige rechtsoffene bis offen neonazistische tendenz beim BFC Dynamo. das heißt nicht, das alle BFCler nazis sind! es geht allein um die gruppen, die BFC fans sind und regelmäßige kontakte nach rechts pflegen oder keine probleme mit dem rechten lifestyle haben. es gibt eben doch eine kontinuität in den verbindungen zur rechtradikalen szene in lichtenberg. es geht also nicht um ein feindbild! verharmlosung von seiten des BFC und seiner fans hilft wenig.

  15. 15 Machnow 04. Dezember 2008 um 10:06 Uhr

    anstatt sich als zu unrecht an den pranger gestellte arme fußballfans zu generieren, wäre es eventuell besser sich mit der eigenen problematischen vergangenheit und den unliebsamen strukturen in der fanszene auseinanderzusetzen.

    bei dynamo dresden, zum beispiel, tut sich was gegen. dort hat sich ein faninitiative gegründet, die sich offen und sichtbar gegen rechte strukturen im eigenen verein und überall positioniert. die antirassistische dresdner faninitiative 1953international ging mit dem slogan / transpi rassismus ist kein fangesang an die öffentlichkeit und versucht offensiv und vor allem aus der fanszene selbst gegen rechte strukturen in der eigenen kurve vorzugehen. bremen fans haben „ihre“ nazis vor ein paar wochen aus der kurve geschmißen und ihnen gezeigt, daß sie unerwünscht sind.

    also, anstatt über die ungerechtigkeit rumzuheulen und sich als märtyrer des fußballs zu zelebrieren, sollte womöglich in der eigenen fanszene etwas mehr gegen die nazis strukturen getan werden und über die gründung einer antirassistischen fangruppe nachgedacht werden.

  16. 16 kartoffelbowling 04. Dezember 2008 um 10:09 Uhr

    ok, ich denke dann ist einiges geklärt, diese differenzierung sollte helfen. wie die meisten hier hoffe ich, dass im umfeld dieses spiels NICHT diejenigen gruppen das kommando übernehmen, die von mir aus gerne am samstag katz und maus und knüppel aus dem sack spielen können (dh rechts/links-politmotivierte und polizei). der beitrag oben hatte ursprünglich einen gewissen aufrufcharakter – und die an fussball interessierten sollten keine lust darauf haben, dass eben das klientel vom samstag beim spiel aufläuft! Ich gehöre zu denjenigen die keine Angst davor haben, dass jmd sich mit mir „auseinandersetzen“ will, aber auf die üblichen „vielfältigen, phantasievollen“ Methoden (inkl Flaschen werfen) der Auseinandersetzung bei Veranstaltungen wie am Samstag hab ich beim Auswärtsspiel keine Lust. Wie ihr mir bestätigen können werdet, bedeuten Aufrufe in diesem Zusammenhang oft auch dass solche Ausfälle in Kauf genommen werden. Aus verschiedenen Gründen wären diese Leute beim BFC an der falschen Adresse…
    das sollte klar geworden sein.
    Politarier aller Couleur – tobt euch am Samstag aus!

  17. 17 Harry Belafonte 04. Dezember 2008 um 12:00 Uhr

    alles ein ewiger kreislauf das ganze…

  18. 18 steve 04. Dezember 2008 um 14:21 Uhr

    @machnow:

    1.) hooligans (und fd3hz ist ja nix anderes als ne euphemistische entsprechnung) = rassisten, sexisten, antisemiten. alles klar. wie schon gesagt, besagte gruppe ist ein lockerer haufen, ohne anführer, ohne hierarchien (die gabs beim bfc eh nie), und es gehören leute dazu, die teilweise politisch höchst unterschiedlicher meinung sind (darunter ex-und aktive hools, sowie leute, die noch nie zur kat. c zählten). die „79er“ sind (wie der name schon andeutet) alle in einem sehr fortgeschrittenen alter, von denen ist seit jahren keiner mehr aktiv.

    2.) gehts dir – was das „hobby“ der jungs betrifft (zu dem man ja durchaus geteilter meinung sein kann) – um ne prinzipielle ablehnung von gewalt? da bin ich ja mal gespannt, wie das kommende wochenende abläuft. ich nehme an, dass es bei den zu erwartenden aktionen gegen den nazi-aufmarsch toootal friedlich bleiben wird, gelle? und falls nicht (womit ich keinerlei probleme hätte, ich mag diese leute auch nicht), dann ist diese gewalt sicher gerechtfertigt, weil sie ja von den „guten“ ausgeht.

    2.) zionskirche: hallloooo, das ist inzwischen über 20 jahre her! und ohne den vorfall rückblickend beschönigen oder verharmlosen zu wollen (ich kenne ne reihe von leuten, die damals dabei waren, und zwar von beiden seiten): diese skin vs. punk- geschichte in ostberlin ende der 80er waren größtenteils nicht politisch motiviert, auch wenn bestimmte rufe damals anderes vermuten liessen. aber das wäre jetzt wirklich ne längere diskussion…

    3.) vogt war, wie oftmals behauptet, nie kader (imho ist er nicht mal rechts, aber du kennst ihn sicher besser als ich). kann sein, dass er vor ca. 2 jahrzehnten auch mal kontakt zu solchen leuten hatte. ich habe als bfcer auch schon kontakt mit dem ex-npdler r.wurzel oder mit hells angel a.sommer gehabt. bin ich jetzt nazi, evetl. sogar nazi-rocker?

    4.) „spanien kommt im artikel nicht vor…“. das habe ich auch nicht behauptet. mein spanien-vergleich (dessen kern-aussage du geflissentlich ignorierst) bezog sich auf das im satz vorher erwähnte lied vom thälmann-battaillon (internationale brigade im spanischen bürgerkrieg), welches (mit seinem eindeutigem, von mir auch zitiertem text) von einem teil der von euch/dir als rechts diffamierten hools häufig und gerne intoniert wird.

    damit das klar ist: es gibt beim bfc rechte, auch rechtsradikale anhänger, und das wird von mir auch nicht bestritten. aber die sind nicht, wie von antifa seite permanent behauptet, in der mehrheit (ich behaupte mal, deren anteil an der gesamten bfc-fanszene liegt unter 10%), es gibt (gott sei dank) auch keine festen rechten strukturen, und schon gar nicht werden verein und fanszene von rechtsaußen dominiert. (und bitte jetzt nicht die nummer mit babelsberg uns p. meyer. ich war dabei und weiß genau, wie das damals abgelaufen ist. politisch motiviert war da gar nix).

    und was das spiel am kommenden wochenende betrifft: die spannungen, werden da fast ausschließlich von einer seite geschürt, nämlich von ein paar militanten, dogmatischen „linken“, die inzwischen den fanblock bei tebe dominieren oder sich zumindest als dessen meinungsführer aufspielen und imho keinen deut besser sind als diejenigen, die zu bekämpfen sie vorgeben. für diese trolls, genauso wie für den rechten pöbel, der zu gewissen spielen immer mal wieder versucht, unter der fahne des bfc politik zu machen, gilt:

    NO PASARAN!
    steve

    ps: @bärbel: nee, wir bfcer sind ganz sicher nicht lieb und harmlos (aka langweilig und kommerziell), und werden es hoffentlich auch nie sein. sorry, wenn wir damit deinen/euren vorstellungen von fan-kultur nicht entsprechen, aber ihr seid halt auch nicht das maß aller dinge, und eure meinung ist nicht der weisheit letzer schluss (auch wenn ihr das gerne hättet). und dass das so ist, finde ich auch ein wenig beruhigend. wohin die irrige annahme, im besitz der einzigen wahrheit zu sein, führen kann, habe ich (und viele andere beim bfc) in der vergangenheit schon mal miterleben dürfen.

  19. 19 kuba 04. Dezember 2008 um 16:42 Uhr

    so, nun habe ich mir mal alle kommentare durchgelesen. hat ein bißchen gedauert. möchte jetzt eigentlich nicht mehr viel schreiben, aber nur so viel:
    das der tebe-block von einigen so genannten militanten, dogmatischen linken dominiert wird, ist doch doch wohl ein (schlechter) witz!?
    wie kommt man auf so etws? liegt es daran, dass es im block transpis gibt, mit denen sich die tebe-fans gegen rassismus, homophobie…positionieren?
    bitte um erklärung!
    sonst bin ich schon verwundert, wie die ganze problematik beim bfc hier heruntergespielt wird.
    zum einen sprechen die über 400 (registrieten) gewaltbereiten/gewaltsuchenden fans für sich. zum anderen würde ich zugeben, dass es beim bfc wahrcheinlich nicht mehr als 10% (neo-)nazis gibt. aber was ist mit den von mir erwähnten alltagsrassisten oder sexisten. das sind ganz normale bürger, die mal ruhig „kanacke,“ „fotze“ oder „schwuchtel“ grölen dürfen, oder was!!!???
    oder was ist mit den fans, die nichts gegen bfc´er sagen, die das u-bahn lied anstimmen?
    also, ich finde das mit der norwegen-fahne super, aber hört auf die problematik herunterzuspielen und zu sagen, der ist nur hooligan, der war mal einer, das ist 20 jahre her und der von den hells angels ist auch nicht so schlimm……

  20. 20 kartoffelbowling 04. Dezember 2008 um 18:38 Uhr

    warum sind plötzlich alle meine (sachlichen) Beiträge gelöscht?
    die antworten darauf sind doch auch noch da!
    war ein gepflegter ton hier, aber ich verabschiede mich hiermit.
    der rahmen für argumente wird hier nicht gegeben. pfff.

  21. 21 aka 04. Dezember 2008 um 18:52 Uhr

    @kartoffelbowling: es ist noch alles da, was heute geschrieben wurde. nix wurde gelöscht! immer schön ruhig bleiben :-)

  22. 22 BFCer 04. Dezember 2008 um 19:11 Uhr

    Nazis auf den Mond wo keiner wohnt !?!? Hahahahahahaha !
    Ein Quatsch hier , soll ich nicht zum Fussball gehen dürfen nur weil ein paar Gutmenschen das meinen ???
    Noch sind wir aber nicht so weit , noch !?

  23. 23 Rainer 04. Dezember 2008 um 19:26 Uhr

    Ein Satz zu den 400 registrierten gewaltbereiten/suchenden. Das ist eine Zahl, die von der LIS so im Laufe von vielen Jahren angesammelt wurde. In dieser Zahl sind aber auch Personen, die seit vielen Jahren nicht mehr zu den BFC Spielen gehen. Die vor Jahren registriert wurden. Es gibt neuere Zahlen, die weit niedriger sind, als die 400. Diese liegt bei ca. 50 – 100. Auch eine Tendenz, die für sich spricht.

  24. 24 Thomas 04. Dezember 2008 um 21:20 Uhr

    Von kartoffelbowling fehlen in der Tat ein oder zwei Beiträge. Ich denke (und hoffe) das da ein technischer Fehler vorliegt. Für eine Zensur gab es da auch gar keinen Grund…

    @BFCer: Find ich toll wie offen du deine Gesinnung vor dir herträgst. Nazis mögen zwar noch nicht aufm Mond sein, aber zumindest leben sie schon weit dahinter.

  25. 25 steve 04. Dezember 2008 um 22:27 Uhr

    @kuba:

    so, nun habe ich mir mal alle kommentare durchgelesen. hat ein bißchen gedauert. möchte jetzt eigentlich nicht mehr viel schreiben, aber nur so viel:
    das der tebe-block von einigen so genannten militanten, dogmatischen linken dominiert wird, ist doch doch wohl ein (schlechter) witz!?

    ob diese leute bei tebe tatsächlich die kurve dominieren, kann ich nicht einschätzen. auf jeden fall sind das genau diejenigen, die am lautesten krakeelen und sich als meinungsführer aufspielen, zumindest ist das mein eindruck. und nicht nur meiner. ich weiß, dass es ne reihe von alteingessenen tebern gibt, denen es tierisch auf die nüsse geht, dass manche dort permanent versuchen, jeden scheiß auf ne politische ebene zu ziehen.

    wie kommt man auf so etws? liegt es daran, dass es im block transpis gibt, mit denen sich die tebe-fans gegen rassismus, homophobie…positionieren?
    bitte um erklärung!

    diese transpis (die inhaltlich ja völlig o.k. sind), hängen aber nicht bei jedem spiel, richtig? wir wissen schon, dass es da bei uns probleme gibt, aber a) sind diese bei weitem nicht mehr so groß wie etwa anfang der 90er (es hat sich also schon ne menge getan, wir sind auf einem guten weg) und b) brauchen wir – bei aller wertschätzung ;) – bestimmt nicht irgendwelche tebeer,die uns darauf hinweisen.

    sonst bin ich schon verwundert, wie die ganze problematik beim bfc hier heruntergespielt wird.

    falsch. andersrum wird ein schuh daraus. nicht wir spielen herunter, sondern ihr (oder wer auch immer) bauscht auf, dramatisiert, und negiert/bestreitet gleichzeitig den enormen wandlungsprozess, den die bfc-szene (u.a. auch auf druck der jetzigen verantwortlichen) in den letzten jahren durchgemacht hat. und macht es dadurch denjenigen, die sich in dieser hinsicht beim club engagieren, alles andere als leicht.

    zum einen sprechen die über 400 (registrieten)gewaltbereiten/ gewaltsuchenden fans für sich.

    lol, jetzt berufen wir uns also schon auf statistiken der bullen?! die zudem auch noch die kriterien, nach denen sie leute in o.g. schubladen stecken, selber festlegen. hast du überhaupt ne ahnung, wie schnell man in den von dir erwähnten kategorien (oder auch der gs-datei) landen kann?
    oder geht es (wie oben schon mal gefragt) um ne prinzipielle distanzierung von (jeglicher form von) gewalt?

    zum anderen würde ich zugeben, dass es beim bfc wahrscheinlich nicht mehr als 10% (neo-)nazis gibt.

    na, wenigstens etwas.

    aber was ist mit den von mir erwähnten alltagsrassisten oder sexisten. das sind ganz normale bürger, die mal ruhig “kanacke,” “fotze” oder “schwuchtel” grölen dürfen, oder was!!!???

    keine ahnung, wodurch du zu der annahme gelangst, dass „die das dürfen“ (und implizit behauptest, der rest beim bfc würde das u.u. sogar noch gut heißen).

    oder was ist mit den fans, die nichts gegen bfc´er sagen, die das u-bahn lied anstimmen?

    ja, das finde ich auch scheiße. aber: es gibt, auch wenn du und ich uns das noch so sehr wünschen mögen, keine bürgerpflicht zur zivilcourage.
    ich erinnere ich mich in diesem zusammenhang übrigens an eine rückfahrt von einem auswärtsspiel aus stralsund, auf der der schon erwähnte j.u.vogt ein paar jungen rechtsdrehern unmissverständlich (nämlich unter androhung „disiplinarischer maßnahmen“) klar gemacht hat, dass sie das singen und abspielen rechten „liedgutes“ sofort einzustellen hätten.

    also, ich finde das mit der norwegen-fahne super, aber hört auf die problematik herunterzuspielen und zu sagen, der ist nur hooligan, der war mal einer, das ist 20 jahre her und der von den hells angels ist auch nicht so schlimm.

    re. „nur hooligan“ – doch, die meisten der szene sind genau das. ich muss deren „hobby“ nicht verstehen oder gar gut heißen, aber gerade die kat.c. macht seit jahren ihr ding völlig unter sich aus, ohne dass dabei unbeteiligte zu schaden kommen. politik interessiert die wenigsten dieser jungs.

    re. „war mal einer“ und „200 jahre her“ – tja, solche leute gibts aber, und die die zionskirchen-aktion liegt inzwischen tasächlich über 20 jahre her. zeiten ändern sich, menschen auch.

    re: hells angels – ich finde besagten „motorradclub“ auch nicht sonderlich sympathisch, aber so lange besagte personen sich beim bfc an gesetze und stadionordnung halten, ist ihre sonstige „freizeitgestaltung“ ihr persönliches ding. wenn nicht, gibts es vereins- und staatliche organe, die sich darum kümmern.

  26. 26 ... 04. Dezember 2008 um 22:33 Uhr

    Zitat von Kuba:

    „das der tebe-block von einigen so genannten militanten, dogmatischen linken dominiert wird, ist doch doch wohl ein (schlechter) witz!?“

    Wer Antifafahnen im Block hat, braucht sich über so eine Sicht nicht zu wundern ;)

  27. 27 kuba 04. Dezember 2008 um 23:32 Uhr

    @rainer:
    geh mal bitte auf diesen link:
    http://www.parlament-berlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/KlAnfr/ka16-12384.pdf
    wenn man sich die zahlen anschaut, dann kann man sehen, dass sich diese zahlen von jahr zu jahr ändern. ich vermute nämlich, dass wenn jemand 2 jahre nicht mehr aufgefallen ist, auch wieder rausgenommen wird. aber ich glaube nicht, dass hier bfc´er die 5 oder 10 jahre in nicht mehr im stadion waren noch mehr geführt werden. vermute ich einfach mal.
    ach so, vielleicht kannst du ja den link mit den neuesten zahlen schicken!? die anfrage ist übrigens aus dem juli 2008, also auch noch ziemlich aktuell.
    ach ja, der bfc könnte sich doch gerichtlich gegen die vom senat veröffentlichten zahlen wehren!

  28. 28 kuba 04. Dezember 2008 um 23:40 Uhr

    @…
    ich kann mir ehrlich gesagt nicht erklären, wie man wegen einer antifafahne im block auf solche gedanken kommt….

  29. 29 Machnow 04. Dezember 2008 um 23:48 Uhr

    diese transpis (die inhaltlich ja völlig o.k. sind), hängen aber nicht bei jedem spiel, richtig?

    mit transpis sind wahrscheinlich folgende gemeint: „TeBe – Fans gegen Antisemitismus, Homophobie & Rassismus“, die Regenbogen-Faust mit „Gay Pride world wide“ und das zerschlagene Hakenkreuz mit „Biberstand Boys – In dubio pro TeBe“. Diese Transpis sind bei jedem Spiel dabei, ob Auswärts oder zu Hause. Es gibt keine Ausnahmen! (Bis auf die Anbringung dieser Transpis wird als vermeintliche politische Äußerung nicht erlaubt)

  30. 30 kuba 04. Dezember 2008 um 23:50 Uhr

    @ steve:
    - ok beim ersten punkt haben wir eine unterschiedliche sichtweise.
    - die transpis hängen so weit ich weiß bei jedem spiel
    - bei der gewaltsache geht es um eine prinzipielle ablehnung von gewalt. kann natürlich sein, dass die zahl zu hoch sein könnte, aber presse und eigene erfahrungen usw. bestätigen dies aber.
    - also wegen den ausdrücken ist mir aufgefallen, dass idioten sowas grölen und niemand da einschreitet, also dürfen die das scheinbar!?
    - ich denke, dass das problem ist, dass du einfach mehr gut heißt oder akzeptierst als ich das tun würde. ich hätte keinen bock mit nur einem neonazi, hool, gewaltbereiten rocker…im block zu stehen.

    sorry für die kurze antwort, aber die zeit.
    vielleicht werde ich mir das spiel am sonntag auch geben. mal schauen, wie meine laune und das wetter sein werden;-)

  31. 31 Machnow 05. Dezember 2008 um 0:17 Uhr

    Die Politisierung des Stadions wird hierbei jedoch immer antifaschistischen, linken Fans vorgeworfen. Es ist eben nicht richtig, daß es vor der Politisierung der Kurve durch eine explizit linke Fanszene keine Gewaltexzesse und Nazigegröhle im Block gab!

    mehr hab ich nicht zu sagen. zu gewalt, hooligans / ultràs hier weiterlesen

  32. 32 tebe 06. Dezember 2008 um 5:29 Uhr

    dass „steve“ der geschickteste rhetoriker aus dem bfc-umfeld ist, ändert nichts daran, dass er auch hier wieder kübelweise un- bzw. halbwahrheiten absondert. verschwendete zeit, diese punkt für punkt auseinanderzuklamüsern. nur mal eben zum angeblich so unpolitischen angriff in babelsberg (ich war nämlich ebenfalls dabei): nicht nur während des spiels wurde von einem großteil des bfc-blocks immer wieder „arbeit macht frei – babelsberg 03″ skandiert, sondern auch während des platzsturms von der gruppe um peter meyer. kurz darauf hat meyer einen der mit „nazis raus!“-rufen reagierenden 03-fans vom zaun gezerrt und krankenhausreif geprügelt. ganz unpolitisch, versteht sich. weitere auslassungen zu den hier gestrickten legenden schenke ich mir.

  33. 33 aka 10. Dezember 2008 um 12:02 Uhr

    Die Verharmlosungen und aggressiven Rechtfertigungen in der Kommentaren von „steve“ und „kartoffelbowling“ teilen wir keineswegs und lehne sie ab! Die Recherche im Artikel und unsere eigenen Erfahrungen zeichnen ein anderes Bild.

    Teile der Fanszene des BFC Dynamo sind nicht nur rechtsoffen, sondern gehören sichtbar (Thor Steinar Kleidung, Buttons „Nationaler Widerstand“ u.a., NPD Merchandising) zu den rechtsextremen Strukturen in Berlin / Lichtenberg. Die BFC Fankneipe „Berliner Fußball Café“ ist ein Nazitreffpunkt. Rainer Lüdtke, der Fanbeauftragte der Dynamos, unterstützte mit seinem „Problemfanfonds“ diejenigen Fans, die vor ein paar Jahren in Cottbus ihre Thor Steinar Bekleidung abgegeben mussten, weil diese in Brandenburg verboten war. Bis heute ist diese Nazimarke (Motto von TS: Aus der Bewegung, für die Bewegung) ein gern gesehener Gast im Stadion und Standardklamotte für viele BFC Fans.

    Homophobe, gewaltverherrlichende, antisemitische und rassistische Sprüche sind in der Kurve des BFC Dynamo üblich. Wir konnten uns nicht nur am letzten Sonntag wieder einmal davon überzeugen. Viel mehr gab es üble antisemitische Beschimpfungen (zb „Judenschweine“) schon beim letzten Besuch des BFC im Mommsenstadion im Frühjahr diesen Jahres.

    Problematische Strukturen gibt es aber nicht nur unter den Fans. Dem Wirtschaftsratsboss Peter Meyer wird eine besonders herzliche Nähe zu den BFC Hooligans nachgesagt. Offenbar verhandelte er, was er jedoch kategorisch dementiert, 2006 mit Thor Steinar über die Merchandising Vermarktung. Er war an einem Platzsturm in Babelsberg tatkräftig beteiligt!

    Die Legende, der BFC sei seit Jahren das missverstandene Opfer übler linker Propaganda, ist einfach nur lächerlich! Erst wenn der BFC Dynamo sich offensiv und eindeutig mit seinen „Problemfans“ und problematischen Strukturen auseinandersetzt, wird sich sein Image ändern können. Verharmlosung und die aggressive Stilisierung als Opfer ist hierbei kontraproduktiv und lenkt ab. Distanzierung von bestimmten Inhalten und Teilen der Fansszene dagegen wäre ein erster Schritt!

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